Mulan - Das solltet ihr über das Disney-Remake wissen

Disneys Mulan-Remake mit Yifei Liu
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Disneys Mulan-Remake mit Yifei Liu
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Redakteurin bei Moviepilot. Potterhead, Buchvorlagen-Verschlingerin und Abspann-Sitzenbleiberin. Durchs Aufwachsen ohne TV früh zur Kinogängerin erzogen.

Disneys Spielfilm-Remake Mulan wird am 26.03.2020 seinen deutschen Kinostart feiern. Damit legt das Studio den eigenen Zeichentrickfilm Mulan aus dem Jahr 1998 neu auf und fügt seinen zahlreichen Realspielfilm-Neuverfilmungen der Marke Disney einen weiteren Eintrag hinzu.

Doch obwohl die eigene Interpretation der chinesischen Legende von Hua Mulan als Grundlage dient, wird es einige Veränderungen geben. Wir verschaffen einen Überblick über das Projekt, das zu Disneys Mega-Kinoplan gehört und werden euch an dieser Stelle auch in Zukunft mit Aktualisierungen über alles Wichtige zu dem Projekt auf dem Laufenden halten.

Die Geschichte - Wovon handelt Disneys Mulan-Remake?

Als das chinesische Kaiserreich bedroht wird, müssen viele Männer für ihre Familien und ihr Land in den Krieg ziehen, um die Heimat zu verteidigen. Ein Mann pro Haushalt wird eingezogen. Die Familie der jungen Mulan besitzt allerdings keine Söhne, weshalb der schon betagte Vater für die Aufgabe eintreten soll.

Mulan, die ohnehin ihre Schwierigkeiten mit weiblicher Etikette hat, beschließt aus Angst um ihn jedoch heimlich, den Platz ihres Vaters einzunehmen, indem sie sich als Mann ausgibt. Beim Training muss sie sich mit anderen Mitteln als bloßer Kraft Respekt bei den Soldaten verschaffen und dann kommt schließlich der Tag, an dem es Ernst wird und die Angreifer tatsächlich anrücken.

Disneys Mulan - Eine lange Produktionsgeschichte

Bei Disney war eine Live-Action-Adaption von Mulan (in 3D) erstmals in den 2000er im Gespräch, wobei Chuck Russell die Regie und Ziyi Zhang die Hauptrolle hätten übernehmen sollen. Der Drehbeginn (und damit auch der Film) wurde 2010 jedoch abgesagt.

Erst im Jahr 2015 kam es zur erneuten Ankündigung eines Mulan-Realfilms von Disney und die Vorproduktion lief ein weiteres Mal an. Die Drehbuchautoren Rick Jaffa und Amanda Silver erhielten die Aufgabe, in ihrem Skript die Disney-Version mit der chinesischen Ballade von Hua Mulan zu verschmelzen.

Ein Kinostart für 2018 wurde angesetzt, konnte aber nicht gehalten werden, weshalb Mulan nach hinten verschoben werden musste. Verzögerung um anderthalb Jahre führte zu einem Kinostart im Frühling 2020.

Die Verspätungen bei Mulan hingen zum Teil auch damit zusammen, dass es lange dauerte, einen geeigneten Regisseur zu finden: Dafür begab Disney sich zunächst auf die Suche nach einem asiatischen Filmemacher, konnte aber weder Wunschkandidat Ang Lee noch einen anderen passenden Kandidaten gewinnen.

Die Wahl fiel am Ende auf Niki Caro als Regisseurin, die als neuseeländische Filmemacherin zuvor durch Whale Rider auf sich aufmerksam gemacht hatte. Die Dreharbeiten zu Mulan begannen am 13.08.2018 in Neuseeland und China.

Die Besetzung: Wer spielt wen im Mulan-Remake?

Im November 2017 fand der Film Mulan seine Protagonistin, die sich als Hauptdarstellerin gegen 1000 Mitbewerberinnen durchsetzte: Liu Yifei erfüllte damit die wichtigen Vorgaben von Englisch-Kenntnissen, einem chinesischen Hintergrund, Martial Arts-Fähigkeiten und Star-Power.

Als Neuzugänge im Cast folgten außerdem über die nächsten Monate hinweg alles von einem Star-Wars-Darsteller bis hin zu zwei treuen Gefährten aus dem Originalfilm. Derzeit sieht die Besetzung von Disneys neuem Mulan-Film damit wie folgt aus:

  • Yifei Liu spielt Mulan, jene titelgebende junge Frau, die als Mann verkleidet anstelle ihres Vaters in den Krieg zieht.
  • Jet Li spielt den chinesischen Kaiser, der Männer aus allen Familien zu Soldaten einberuft, um das Reich zu verteidigen.
  • Donnie Yen spielt Commander Tung, der das kaiserliche Regiment anführt, dem Mulan zugeteilt wird. Er wird ein Lehrer und Mentor für sie.
  • Yoson An spielt Chen Honghui, einen Rekruten, der ebenfalls zu Mulans Einheit gehört und nach anfänglichem Konkurrenzdenken zu ihrem Verbündeten wird. Außerdem kommen hier auch noch Gefühle ins Spiel.
  • Li Gong spielt die Hexe Xian Lang, die mit ihrer mächtigen Magie die Geschichte beeinflussen will, indem sie eine Armee gegen das Kaiserreich Chinas marschieren lässt. Sie soll als neuer Bösewicht neue Tiefe mitbringen.
  • Jason Scott Lee spielt Bori Khan, der als Krieger und Anführer ein Bündnis mit der Hexe eingeht, um den Tod seines Vater zu rächen.
  • Ron Yuan spielt Sergeant Qiang, den loyalen zweiten Befehlshaber des kaiserlichen Regiments.
  • Jimmy Wong spielt Ling, einen Soldaten in Tungs Einheit, der sich genau wie Po mit Mulan anfreundet.
  • Doua Moua spielt Po (ursprünglich im Zeichentrickfilm: Chien-Po), einen Freund von Ling, der in Tungs Einheit auch zu Mulans Freund wird.
  • Utkarsh Ambudkar und Chum Ehelepola spielen Skath und Ramtish, zwei befreundete Trickbetrüger.
  • Xana Tang spielt Mulans Schwester Hua Xiu, die in der Trickfilmvariante noch nicht existiert hatte.

Wer die Charakterbeschreibungen genau studiert, wird feststellen, dass Mulan als Remake etwas andere Wege als seine Disney-Vorlage einschlagen wird. Zu einer Rückkehr von Mulans Drache, Grille, Hund und Pferd war lange nichts Genaueres bekannt. Es sieht jedoch mittlerweile so aus als dürfte zumindest Mushu zurückkehren.

Die Bilder - Was gibt es vom Disneys Mulan-Remake schon zu sehen?

Im August 2018 wurde das erste Bild zum Mulan-Remake veröffentlicht, dass Hauptdarstellerin Yifei Liu in kampfbereiter Pose zeigte und die Fans im Internet spaltete. Ein zum Drehstart auf Instagram gepostes Foto, das die Hauptfigur unter einem Kirschbaum am Teich vor einem Green Screen zeigte, wurde hingegen nach kurzer Zeit schon wieder entfernt.

Die Kontroversen - Was erregte schon vor dem Kinostart von Mulan Anstoß?

Aufsehen erregten bislang vor allem die Informationen dazu, wie das Remake Mulan sich von Disneys Zeichentrickfilm unterscheiden würde. Hierzu zählen zum Beispiel Beschwerden über einen noch fehlenden Mushu.

Außerdem sorgte Niki Caros frühe Aussage, dass das Remake wohl ohne Musikeinlagen auskommen würde, für Unmut bei vielen Fans des Originals, denen die Ausrichtung hin zu einem "großen, mädchenhaften Martial Arts-Epos" nicht gefiel. Kurz darauf nahm die Regisseurin ihre Aussage zur fehlenden Musik jedoch wieder zurück, mit der Angabe, dass sie noch nichts Genaues wisse, weshalb danach Unklarheit, ob nun doch Lieder enthalten seien, herrschte.

Nachdem ein erster Skript-Entwurf nicht-chinesische Figuren, darunter einen männlichen weißen Hauptdarsteller, vorsah, wurden protestierende Stimmen laut, die ein Whitewashing verhindern wollten.

Präventiv wurde noch vor dem Castingprozess eine Online-Petition bei Care 2 mit dem Titel "Tell Disney You Don't Want A Whitewashed Mulan!" (Sag Disney, dass du keine weißgespülte Mulan willst) ins Leben gerufen, die über 100.000 Stimmen erhielt. Disney verkündete später, alle wichtigen Charaktere asiatisch zu besetzen und das Drehbuch wurde umgeschrieben.

Wegen seiner außergewöhnlichen Thematiken (z.B. kämpfender Frauen und weinender Männer) ist für viele der Zeichentrickfilm Mulan etwas Besonderes. Umso lauter ging deshalb auch ein Aufschrei durch die sozialen Medien, als sich andeutete, dass mit einer Charakter-Streichung eine der wichtigsten Figuren nicht zum Remake zurückkehren würde: Mulans Vorgesetzter Li Shan wurde im Remake durch die Figuren Tung (als Ausbilder) und Chen Honghui (als Love Interest) ersetzt.

Li Shan war in der Vergangenheit zu einer LGBT-Ikone stilisiert worden, der sich schon vor der Offenbarung von Mulans wahrer Identität in sie (als Mann) verliebte. Es ist möglich, dass Disney durch die Entfernung seines Charakters jede Andeutung von Homosexualität (für den chinesischen Markt?) tilgen wollte, nachdem Die Schöne und das Biest mit einer angedeutet schwulen Figur für Aufsehen gesorgt hatte.

Wie sieht eure Meinung zu Disneys Mulan Remake aus?

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