Mulan wird der teuerste Disney-Film und das ergibt sogar Sinn

Disneys Mulan-Remake mit Yifei Liu
© Disney Pictures
Disneys Mulan-Remake mit Yifei Liu
28.06.2019 - 10:00 UhrVor 1 Jahr aktualisiert
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Disney kann es sich leisten und gibt der ersten rein asiatischen Produktion ein Budget von 300 Millionen Dollar. Für Mulan macht das durchaus Sinn.

Am 17.07.2019 kommt mit Der König der Löwen eine weitere Disney-Live-Action-Remake-Verfilmung in die deutschen Kinos. Viele Millionen Dollar investiert der familienfreundliche Entertainment-Konzern in die Remakes seiner Meisterklasse-Werke, aber nicht alle haben Erfolg. Bei Der König der Löwen gibt es dahingehend keine Sorge. Aber wie sieht es bei der kommenden Mulan-Realverfilmung aus?

Mulan wird der teuerste Disney-Film aller Zeiten

Mulan soll laut einer der Hauptdarstellerinnen, dem asiatischen Star Gong Li, sagenhafte 300 Millionen Dollar kosten. Wir wissen nicht, wie weit sich die Schauspielerin dabei aus dem Fenster gelehnt hat und können - da ein offizielles Statement bis dato fehlt - nicht einschätzen, ob diese Angabe richtig ist.

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Um Verwirrungen entgegen zu wirken: Wir reden nicht über einen MCU-Film, der schon mal ein 350 Millionen-Dollar-Budget verschlingt. Auch nicht über die Star Wars- oder die Fluch der Karibik-Reihe, sondern über die vermeintlich kleineren Neuverfilmungen der Disney-Klassiker.

Der teuerste Disney-Film war bis dato Die fantastische Welt von Oz

Keine der Live-Action-Remake-Verfilmungen hat bis dato derart viel Geld verschlungen. Dafür liefern wir natürlich auch den Beweis. In der unteren Grafik könnt ihr das Budget sehen:

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Der bis dato teuerste Film der Reihe war also Die fantastische Welt von Oz aus dem Jahre 2013 mit einem 215 Millionen Dollar-Budget. Hinsichtlich des Einspielergebnisses ist der Streifen von Sam Raimi allerdings eher Mittelmaß, denn noch nicht einmal 500 Millionen Dollar kamen weltweit an den Kinokassen zusammen.

Mit 300 Millionen Dollar als Budget würde die kommende Mulan-Verfilmung der Live-Action-Reihe von Disney einen enormen Schub nach oben versetzen, denn es wäre fast doppelt soviel Budget wie der erfolgreichste Disney-Film Die Schöne und das Biest.

Der erfolgreichste Disney-Film ist Die Schöne und das Biest

Damit ihr auch hier einen Überblick erhaltet, haben wir die weltweiten Einspielergebnisse der Disney-Filme zusammengefasst. Dabei zeigt sich, dass die Höhe des Budgets nicht kausal zu höheren Einspielergebnissen führt:

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Zum Beispiel ist das Budget von Cinderella mit 95 Millionen Dollar moderat, wenn nicht sogar niedrig. Ein Einspielergebnis von über 500 Millionen Dollar ist dafür hervorragend. Auch Die Schöne und das Biest erzielte ein hervorragendes Verhältnis. In ähnliche Regionen müsste Mulan vordringen, um die enorme Höhe des Budgets zu rechtfertigen.

Darum ist das Budget für Mulan gerechtfertigt: Die asiatischen Stars

Zunächst einmal ist Mulan die erste Disney-Produktion, die sich derart intensiv auf den asiatischen Raum konzentriert. Ein Vorwurf des White-Washing will sich der Konzern erst gar nicht gefallen lassen und hat schon mal alle gewichtigen Hauptrollen mit asiatischen Darstellern besetzt.

Hauptdarstellerin Yifei Liu wurde durch ein Casting-Team gefunden. Das dürfte in der Pre-Produktion schon viele Dollar verschlungen haben, denn dieses besuchte fünf Kontinente und sah sich fast 1.000 Kandidaten an. Kampfkunst-Fähigkeiten sowie klares Englisch waren Voraussetzungen. Gefunden wurde mit Yifei Liu eine junge Schauspielerin, die auf Weibo schon mal mehr als 64 Millionen Fans hat.

Donnie Yen in Rogue One

Die anderen Stars sind bestens im Westen bekannt, so dass einer Symbiose der zwei Märkte nichts im Wege stehen dürfte.

  • Donnie Yen spielt Commander Tung und kann schon mal 20 Millionen US-Dollar als Gage für einen Film einfordern. In China ist er ein Superstar, der über eine Restaurant-Kette verfügt, eine Fußball-Mannschaft sowie seine eigene Wodka-Marke besitzt. (via MediaMass )
  • Jet Li verkörpert den chinesischen Kaiser und spielt in ähnlichen Regionen wie Donnie Yen. 13 Millionen Dollar gab es für seine Beteiligung an The Warlords (via Rotten Tomatoes ).
  • Neben Donnie Yen und Jet Li sind auch die anderen chinesischen Stars Verkaufsargumente für den Film: Li Gong als Hexe oder Jason Scott Lee als Bori Khan.

Das Drehbuch: Verbindung von alter Legende und Animationsfilm

Seit 2010 ist das Mulan-Projekt immer wieder im Gespräch und dürfte deshalb bereits einiges gekostet haben. 2015 erhielten die Drehbuchautoren Rick Jaffa und Amanda Silver die Aufgabe, in ihrem Skript die Disney-Version aus dem Jahre 1998 mit der chinesischen Ballade von Hua Mulan gemeinsam zu denken. Aller Wahrscheinlichkeit nach bekommen wir also keine 1-zu-1-Kopie des alten Animationsfilms wie bei Die Schöne und das Biest.

Vielmehr werden neue Figuren eingeführt und weitere Handlungsstränge aufgebaut. Fans mögen darüber nicht gerade glücklich sein, aber dies eröffnet viele Möglichkeiten, eine interessante, eine moderne Geschichte zu erzählen. Immerhin geht es um eine junge Frau, die zur Kriegerin wird, um ihr Land zu schützen. Zwischendrin verliebt sie sich auch noch in einen Mann, der denkt, sie sei ebenfalls ein Mann.

The Great Wall

Neben den Stars und dem Drehbuch dürfte auch noch das Setting teuer werden. Aktuell wird in Neuseeland gedreht, unter anderem im Waitaki District . Immerhin muss eine Kaiserstadt entstehen sowie ein Armeelager, welches unter einer riesigen Schneelawine verschwindet. Wer sich an den finalen Mulan-Showdown auf den Dächern der Kaiserstadt erinnert, darf hier gespannt sein, wie gigantisch das Feuerwerk uns in Staunen versetzen wird.

Überhaupt: die Special Effects, besonders die Kampfszenen. Sie werden wohl das meiste der 300 Millionen Dollar verschlingen. Bis dato wurde erst ein Bild veröffentlicht, so dass wir nicht einschätzen können, was uns in diesem Bereich erwartet.

Was meint ihr: Sind 300 Millionen Dollar für Mulan zu viel Budget?

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