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Disneys Mulan-Remake wird schon jetzt boykottiert: Wir klären auf, warum

Mulan
© Disney
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16.08.2019 - 19:30 Uhr
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Immer wieder sorgt das Mulan-Remake von Disney für Aufsehen. Nun entfacht ein Post der Hauptdarstellerin Liu Yifei selbst einen Boykott-Aufruf.

Proteste gegen Whitewashing, Beschwerden über eine noch fehlende Figur, Aufschrei gegen die Streichung einer LGBT-Ikone - das Disney-Remake Mulan kämpft seit der Ankündigung der Neuverfilmung des Klassikers immer wieder mit Kontroversen.

Diesmal sorgt die Hauptdarstellerin Yifei Liu selbst für Aufsehen, das sogar einen Boykott-Aufruf nach sich zog.

Mulan-Star Liu Yifei sorgt in den sozialen Medien für Kritik

Die 31-jährige chinesisch-stämmige Schauspielerin, die in den USA lebt, sagte auf dem Twitter-ähnlichen sozialen Netzwerk Weibo ihre Unterstützung für die Hongkonger Polizei zu. So teilte sie laut Variety  ein Bild der von der chinesischen Regierung kontrollierten Zeitung People's Daily und erklärte auf Chinesisch (übersetzt von Variety):

Ich unterstütze dich Hongkonger Polizei; Sie können mich jetzt schlagen.

Liu Yifei nimmt hiermit Bezug auf die aktuellen Proteste in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong gegen die Regierung der Volksrepublik.

Deshalb wird der Post des Mulan-Stars problematisch gesehen

Dieselben Worte wie der Mulan-Star Li benutzte nämlich Fu Guohao, Reporter der regierungsnahen Zeitschrift Global Times, vor wenigen Tagen, kurz bevor er von Protestierenden im Terminal des Hongkonger Flughafens umzingelt wurde (laut Washington Post ).

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Seit Wochen kommt es in Hongkong immer wieder zu Ausschreitungen (via Tagesschau ). Unter anderem protestieren viele Menschen gegen ein umstrittenes Auslieferungsgesetz. Dabei wird die Protestbewegung vor allem durch die brutalen Einsätze der Polizei gegen Demonstranten angekurbelt.

Daher sehen einige Mulan-Fans die Unterstützung der Polizei durch Liu Yifei sehr kritisch. Auf der in China gesperrten Plattform Twitter wird der Schauspielerin unter anderem Unterstützung von Polizeigewalt vorgeworfen.

Boykott-Aufruf gegen Disneys Mulan auf Twitter

Die Twitter-User sind erzürnt über Liu Yifeis Bekundung der Unterstützung der Hongkonger Polizei. Unter dem #BoycottMulan machen sie ihrem Ärger Luft.

Der User Winter Bear schreibt etwa: "Ich wollte Mulan nicht schauen, weil Mushu nicht drin sein wird. Aber jetzt werde ich den Film definitiv nicht schauen."

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Twitter-Nutzer Prime Polo erklärt: "Wenn du den Film sowieso nicht sehen wolltest und jetzt erst recht einen Grund hast [ihn nicht zu sehen]."

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Userin Cherie Wong bekundet ebenfalls: "Liu Yifei ist eine Polizei-Unterstützerin. Und ich habe jetzt kein Interesse mehr daran, den Scheiß zu schauen."

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User Spicypicasso erklärt: "Es gibt niemals einen Grund, polizeiliche Gewalt zu unterstützen."

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Es bleibt abzuwarten, ob Disney auf den Post der Mulan-Darstellerin und den folgenden Boykott-Aufruf reagiert.

Derzeit ist geplant, dass das Mulan-Remake am 26.03.2020 in die deutschen Kinos kommt.

Was haltet ihr von dem Boykott-Aufruf?

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