Teil 1

Diese Stars hätten wir fast in Der Herr der Ringe gesehen

Viggo Mortensen als Aragorn
© Warner
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Könnt ihr euch Der Herr der Ringe: Die Gefährten, Die Zwei Türme und Die Rückkehr des Königs ohne die gewohnten Gesichter von Viggo Mortensen als Aragorn, Elijah Wood als Frodo oder Cate Blanchett als Galadriel vorstellen? Ich jedenfalls tue mich schwer mit dem Gedanken. Doch es hätte durchaus so kommen können, dass unsere Helden aus Mittelerde heute mit anderen Gesichtern verknüpft werden. Denn viele Darsteller wurden erst im letzten Moment verpflichtet, während andere absagten, als sie ihr Angebot für die Filme vorliegen hatten. Ausgehend von einer Liste von Whatculture liefern wir euch heute in Teil 1 die ersten elf von 21 Schauspielern, die fast in Der Herr der Ringe mitgespielt hätten:

Vin Diesel als Aragorn

Vin Diesel wurde im Rahmen der Vorsprechen für die Trilogie leider nicht angenommen, obwohl er es versucht hat. Doch ich finde es gut, dass die Verantwortlichen für das Casting anders entschieden haben. Damals war Diesel noch relativ unbekannt und seine große Zeit mit The Fast and the Furious begann circa zeitgleich mit dem Kinostart der Tolkien-Verfilmung. Vin Diesel sagte in einem Interview Folgendes:

Ich wollte Aragorn sein. Aragorn, Arathorns Sohn. Aber der Punkt ist, dass ich ein Teil des Ganzen sein wollte, egal ob als Produzent, Regisseur oder Schauspieler.

Zum Glück hatte er "nicht die Kraft", diesen zu spielen oder sonstige Sachen anzustellen, denn ich möchte nicht einmal in meinen Träumen einem glatzköpfigen Aragorn begegnen.

Sylvester McCoy als Bilbo

Der aus Schottland stammende Schauspieler Sylvester McCoy war für die Rolle des Bilbo Beutlin in der Herr der Ringe-Trilogie im Gespräch. Er wurde vor allem al Doctor in Doctor Who - Der Film und der gleichnamigen Serie in den 80ern bekannt. Für die Rolle des alternden Hobbits war er hinter Ian Holm jedoch nur die zweite Wahl. Über zehn Jahre später konnte er als Radagast in der Hobbit-Trilogie trotzdem noch einen Beitrag liefern, der sich absolut sehen ließ. Auch vor dieser Produktion entstanden 2010 Gerüchte, dass Sylvester McCoy mit seinen damals 66 Jahren doch Bilbo Beutlin selbst spielen soll. Doch bekanntlich hat sich Peter Jackson dann für Martin Freeman entschieden.

Jake Gyllenhaal als Frodo

Eine ganz eigenartige Vorstellung, wenn wir uns Jake Gyllenhaal mit pelzigen Füßen vorstellen. Doch als dieser noch unter 20 war, ging er zum Casting von Der Herr der Ringe und musste schnell feststellen, dass ein junger Mann mit britischem Akzent gesucht wurde. Der kalifornische Schauspieler, der später dann auch in Prince of Persia: Der Sand der Zeit beim Versuch scheiterte, britisches Englisch zu sprechen, gibt in einer Gesprächsrunde mit Jared Leto, Matthew McConaughey und einigen anderen zu, dass dieses Casting eine Katastrophe war. Doch wenn Jake Gyllenhaal Frodo gespielt hätte, was wäre dann aus Donnie Darko geworden?

Bill Bailey als Gimli (I)

Der englische Schauspieler Bill Bailey hätte fast die Rolle des Zwergen Gimli übernommen und ist seit einiger Zeit zudem einer der bekanntesten britischen Comedians. Wir kennen ihn hauptsächlich aus Filmen wie Hot Fuzz - Zwei abgewichste Profis und Eine zauberhafte Nanny. Für Der Hobbit: Eine unerwartete Reise bewarb er sich übrigens ebenfalls, diesmal für die Rolle von Gimlis Vater Gloin - auch hier ohne Erfolg. Peter Jackson hätte ihm doch wenigstens eine kleine Zwergenrolle geben können.

Warwick Davis als Gimli (II)

Gimli, der zweite. Eine weitere Möglichkeit für die Rolle des Zwerges wäre der kleinwüchsige Schauspieler Warwick Davis gewesen, doch Peter Jackson verzichtete auf die Authentizität und wollte kontroverser Weise lieber mit Kamera-Tricks arbeiten. Doch statt in Der Herr der Ringe aufzutreten, gelang es Davis auf ein anderes Fantasy-Pferd aufzuspringen: Er verkörperte Professor Flitwick und einen Kobold aus Gringotts ab Harry Potter und der Stein der Weisen.

Timothy Spall als Gimli (III)

Und schon wieder Gimli. Der Charakter-Darsteller Timothy Spall aus England sprach für die Rolle vor und schien sie Warwick Davis weggeschnappt zu haben, bis dann am 7. Oktober 1999 alle Gerüchte beseitigt wurden und John Rhys-Davies für die Rolle bestätigt wurde. Ich finde, Spall hätte die Rolle sehr gut gestanden, doch er hätte bestimmt auch als furchteinflößender Ork eine gute Figur gemacht. Er konnte sich schließlich ebenso im Harry Potter-Universum etablieren und trat ab Harry Potter und der Gefangene von Askaban als Wurmschwanz in Erscheinung. Der Zwerg und Elbenfreund Gimli scheint ein gutes Trittbrett für magische Rollen zu sein.

Kate Winslet als Eowyn

Bevor Miranda Otto für die Rolle der Maid Rohans Eowyn zusagte, bot Peter Jackson der Titanic-Darstellerin Kate Winslet die Rolle an. Doch sie sagte wegen der langwierigen Produktionszeit ab und widmete sich anderen Projekten wie Iris und Enigma - Das Geheimnis. Ihre weitere Begründung war:

Hey, ich hab schon einen Blockbuster [Titanic] im Gepäck. Ich will lieber weinerliche Kunstfilme machen. Und ganz viele davon, Baby.

Schade eigentlich, denn ich hätte den Hexenkönig gern durch Kate Winslets Hand sterben sehen.

Patrick Stewart als Gandalf

Neutral betrachtet, ist es eigentlich nicht auszumachen, ob Ian McKellen oder Patrick Stewart besser für die Rolle des ebenso griesgrämigen wie mächtigen Zauberers Gandalf gepasst hätte. Aus heutiger Sicht können wir uns natürlich kein anderes Gesicht mehr vorstellen, aber Patrick Stewart wurde die Rolle tatsächlich noch vor Ian McKellen angeboten. Er lehnte jedoch ab, denn er hatte etwas am Drehbuch auszusetzen und traf dann noch vor der Veröffentlichung von Die Gefährten in X-Men - Der Film auf McKellen, mit dem er sich bis heute prächtig versteht.

Tom Wilkinson in einer unbekannten Rolle

Auch Tom Wilkinson wurde eine Rolle in der Trilogie angeboten, doch genau wie Kate Winslet wollte er nicht über ein Jahr lang in Neuseeland verbringen. Die Rolle, die Wilkinson hätte übernehmen sollen, wurde nie bekanntgegeben. Er wurde lediglich gefragt, ob er verfügbar wäre. Doch ich hätte ihn mir gut in Bernard Hills Rolle des Königs Theoden vorstellen können. Er wäre sicher genauso überzeugend vom Fluch Sarumans befreit worden.

David Bowie als Elrond

Der Sänger und Schauspieler David Bowie wollte die Rolle des Elben Elrond übernehmen. Doch Peter Jackson wollte in weiser Voraussicht keine Namen in der Größenordnung Bowies in seinem Cast haben:

Wenn man einen berühmten, bekannten Charakter und einen berühmten Star in seinem Cast hat, ist das Aufeinanderprallen leicht unangenehm.

Und so wurde nichts aus dem Traum und Hugo Weaving spielte den Vater von Arwen, obwohl Bowie doch schon bewiesen hat, dass er ein Meister der Magie ist. Und trotzdem finde ich es besser so, denn wir hätten dann bestimmt nicht Elrond von Bruchtal gesehen, sondern David Bowie von Bruchtal.

Sean Connery als Gandalf

Die James Bond-Legende Sean Connery als Gandalf? Peter Jackson und seine Casting-Beauftragten jedenfalls hatten die Idee, den ehemaligen Bodybuilder in den Kampf gegen den Balrog zu schicken. Noch heute fragen sich Experten, warum der gebürtige Schotte die Rolle ablehnte, denn es gingen ihm dadurch zig Millionen durch die Lappen. Sean Connery hatte seine Entscheidung damals folgendermaßen begründet:

Ich habe nie das Drehbuch verstanden. Ich habe das Buch gelesen. Ich habe das Skript gelesen. Ich habe den Film gesehen. Doch ich habe es noch immer nicht verstanden.

Wenn es ihm jemand erklärt hätte, würden wir Sean Connery heute nicht nur als James Bond kennen, sondern auch als Gandalf und vielleicht hätte diese Rolle sogar positive Auswirkungen auf seine fragwürdige Casting-Entscheidung in Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen gehabt, dessen Drehbuch er offensichtlich verstand.

Was hättet ihr von diesen Casting-Entscheidungen gehalten? Teil 2 dieser Auflistung folgt in Kürze.

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