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61. Berlinale

22 Filme, 19 Nationen, 16 Konkurrenten & Stars

19.01.2011 - 09:44 Uhr
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Internationale Filmfestspiele Berlin
© Berlinale
Internationale Filmfestspiele Berlin
Gestern Abend komplettierte die Festivalleitung der Berlinale ihr Wettbewerbsprogramm. Insgesamt werden 22 Filme gezeigt, wovon 16 um die Berlinale-Bären antreten werden. Jedoch stellen sich dieses Jahr nur zwei deutsche Filme der Konkurrenz.

Das ist es also, das Wettbewerbsprogramm der 61. Berlinale, die vom 10. bis zum 20. Februar stattfinden wird. 22 Filme aus 19 Nationen, 16 davon befinden sich in direkter Konkurrenz um die Berlinale-Trophäen. Was auffällt: Die ganz großen Weltpremieren glänzen mit Abwesenheit und auch Deutschland ist im Kampf um die Bären nur mit zwei Filmen vertreten – Schlafkrankheit von Regisseur Ulrich Köhler (Bungalow) sowie das RAF-Drama Wer wenn nicht wir von Andres Veiel.

Dafür werden außer Konkurrenz die deutsch-türkische Co-Produktion Almanya – Willkommen in Deutschland (wir berichteten), Mein bester Feind von Regisseur Wolfgang Murnberger (Der Knochenmann) mit Moritz Bleibtreu als KZ-Häftling und der traumhaft aussehenden 3D-Tanzfilm Pina von niemand geringerem als Wim Wenders gezeigt. Als Sondervorführung darf zudem noch ein weiterer international bekannter deutscher Regisseur sein neustes Werk vorstellen. Werner Herzog präsentiert als Europapremiere seine Höhlen-Dokumentation Die Höhle der vergessenen Träume, die ebenfalls in 3D zu bestaunen sein wird. Dass bei der diesjährigen Berlinale insgesamt drei Filme in 3D gezeigt werden, beweist, dass sich selbst renommierte Filmfestivals diesem “Trend” nicht mehr entziehen können.

Aber auch andere Länder haben einiges zu bieten. Aus Frankreich kommt Les contes de la nuit, ein 3D-Animationsfilm von Michel Ocelot (Kiriku und die Zauberin), der bei der Berlinale seine Weltpremiere feiert. Aus Iran kämpft Nader und Simin – Eine Trennung um den Goldenen Bären und als Sondervorführung wird Offside gezeigt. Letzteres wird aus Solidarität zum verurteilten iranischen Filmemachers Jafar Panahi präsentiert, dessen Film 2006 mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde. Regisseur Joshua Marston (Maria voll der Gnade) begab sich für seinen Film The Forgiveness Of Blood ins ländliche Albanien.

An geballter Hollywood-Starpower fehlt es ebenfalls dieses Jahr nicht. Neben dem Eröffnungsfilm True Grit, dem Western-Remake des Gebrüderpaars Joel Coen und Ethan Coen mit Jeff Bridges, Matt Damon und Josh Brolin in den Hauptrollen – der jedoch außer Konkurrenz laufen wird – schaffte es auch Der große Crash – Margin Call ins Programm. Dabei handelt es sich um das Regiedebüt von J.C. Chandor über eine Gruppe Investmentbänker während der Finanzkrise 2008, prominent mit Kevin Spacey, Demi Moore, Jeremy Irons und Paul Bettany besetzt. Ein ganz anderes Kaliber von Regiedebütant ist Ralph Fiennes, der seine römisches Historiendrama Coriolanus antreten lassen wird. Selbst Liam Neeson, der in Unknown Identity auf der Suche nach seiner Identität durch Berlin hetzt, ist als internationale Premiere vertreten – aber ebenfalls außer Konkurrenz.

Eine vollständige Auflistung aller Wettbewerbsfilme der 61. Berlinale findet ihr hier.

Eine spannende Angelegenheit wenn ihr mich fragt, nicht mehr lange und der Bär wird wieder von der Leine gelassen!

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