Die besten Essay-Filme
- Nacht undNebel
8.18.636933Geschichts-Dokumentation von Alain Resnais mit Michel Bouquet und .In seinem essayistischen Dokumentarfilm Nacht und Nebel versuchte sich der französische Regisseur Alain Resnais als einer der ersten Filmemacher überhaupt dem Thema Auschwitz zu nähern.
- Der Mann mit derKamera7.98.135224Dokumentarfilm von Dziga Vertov mit Mikhail Kaufman.
Eines der erstaunlichsten Filmdokumente seiner Zeit. Vertov dokumentiert den Tagesablauf einer großen sowjetischen Stadt und legt seinen Film als wegweisendes Experiment an. Er verzichtet auf narrative und inszenierend-gestaltende Elemente und setzt allein auf die Wirkung der Montage. Filme sollten nach Vertovs Überzeugung generell und ausnahmslos das "Leben so zeigen, wie es ist"; jede Art von Inszenierung war ihm Verfälschung und nur Verdummung des Publikums.
- GrizzlyMan7.58.134253Essay-Film von Werner Herzog mit Timothy Treadwell und Kathleen Parker.
Eine Dokumentation über das Leben und das Lebenswerk von Timothy Treadwell und Amie Huguenard, die ihr Leben den wilden Grizzlybären Alaskas gewidmet haben, und schließlich von ihnen getötet wurden, während sie zusammen mit ihnen lebten. Der Katmai-Nationalpark in Alaska ist scheinbar ein friedliches Idyll. Doch hier leben die Kodiaks - Grizzlybären - die zu den größten und gefährlichsten Raubtieren der Welt zählen. Ein Mann allerdings hatte vor ihnen keine Furcht. Er glaubte sogar, sie wären seine Freunde. 13 Jahre lebte Timothy Treadwell unter Grizzlybären - bis er von einem getötet wurde. Werner Herzog hat einen Dokumentarfilm über den "Grizzly Man" gedreht. Es ist die Geschichte eines selbsternannten Bären-Beschützers. Treadwell, ein Ex-Junkie mit blonder Prinz-Eisenherz-Frisur, will die Tiere vor Wilderern retten. Mit dieser fixen Idee zieht er 13 Jahre lang jeden Sommer mit den vermeintlich harmlosen 500-Kilo-Teddys durch die Wildnis. Waffen für den Notfall hat er nicht dabei. Nur ein Zelt und seine Videokamera. Immer wieder nähert er sich den gefährlichen Giganten auf ein paar Schritte Entfernung. Jahrelang lebt Treadwell seinen aberwitzigen Selbsterfahrungstrip. Er steigt zum Umwelt-Promi auf, hält Vorträge an Schulen, wird in Talkshows eingeladen. Und jeden Sommer zieht es ihn wieder in die Wildnis, zu seinen geliebten Bären. Bis zum Herbst 2003 ...
- Berlin: Die Sinfonie derGroßstadt7.37.815722Musikfilm von Walter Ruttmann mit Bernard Etté.
Ein Tag im Leben der Stadt Berlin. Die leeren Straßen am Morgen, die Hektik des Tages und die Vergnügungen des Abends. Der Film erzählt vom Rhythmus der Großstadt mit all ihren Kontrasten. Walter Ruttmann hat die Filmaufnahmen als Ausgangspunkt für eine Montage genommen, deren Rhythmus hypnotisiert, dem Zuschauer ein Geschwindigkeitserlebnis vermittelt und die einen neuen Sinn erzeugt, der über die Gegenständlichkeit der Filmaufnahmen hinausgeht. “Während der langen Jahre meiner Bewegungsgestaltung aus abstrakten Mitteln ließ mich die Sehnsucht nicht los, aus lebendigem Material zu bauen, aus den millionenfachen, tatsächlich vorhandenen Bewegungsenergien des Großstadtorganismus eine Film-Sinfonie zu schaffen”, schreibt Ruttmann. Für dieses Projekt arbeitet er mit dem Drehbuchautor Carl Mayer zusammen. Carl Mayer schreibt ein Treatment für den Film, das einen sinfonischen Filmaufbau anstrebt. Er verzichtet auf Schauspieler und eine Geschichte.
Hintergrund & Infos zu Berlin: Die Sinfonie der Großstadt
Zu sehen sind fast nur ungestellte Außenaufnahmen. Die Kamera sieht die Brötchen auf einem Backblech in einer Bäckerei hüpfen, zeigt die Füße der Arbeiter, die zur Arbeit schreiten, Soldaten und Rinderherden. Sie verliert sich im Verkehr am Potsdamer Platz, steht inmitten einer Kundgebung, bewegt sich auf eine Frau zu, die – die einzige fiktive Szene des Films - Selbstmord begeht.Ruttmann konzipiert seinen Film als dokumentarisches Kunstwerk, das die Großstadt Berlin als lebenden Organismus zeigt. Das langsame Erwachen der Stadt, die Hektik des Tages und das langsame Ausklingen am Abend sind eine Analogie zu einer Symphonie, unterstrichen durch musikalische Untermalung und Filmschnitt.
Für die damalige Zeit ungewöhnlich, setzt Walther Ruttmann viele schnell aufeinanderfolgende Schnitte ein, um die Lebendigkeit und Hektik der Stadt zu versinnbildlichen. Als einer der ersten symphonischen Filme nutzt Berlin: Symphonie einer Großstadt, die in den 1920er Jahren neue technische Möglichkeit, Filme taktgenau zu schneiden und auf eine zusammen mit dem Film produzierte Musik hin abzustimmen.
- Samsara7.97.154039Essay-Film von Ron Fricke.
Samsara ist eine Dokumentation über den Kreislauf des Lebens, die vor allem über aufwendig inszenierte Bilder im hochauflösenden 70mm Bildformat beeindrucken will.
- Streamgestöber - Dein Moviepilot-Podcastpräsentiert von MagentaTV – dem TV- und Streaming-Angebot der Telekom
- Lektionen inFinsternis7.77.618113Kriegsfilm von Werner Herzog mit Werner Herzog.
Im dokumentarischen Film-Essay Lektionen in Finsternis nutzt Werner Herzog die brennenden Ölfelder nach dem ersten Golfkrieg als Ausgangspunkt für ästhetische, religiöse und philosophische Gedanken.
- Sans Soleil - UnsichtbareSonne7.78.429716Mockumentary von Chris Marker mit Arielle Dombasle und Florence Delay.
Dokumentation eines Weltreisenden: Eine Frau erzählt in Briefform die Gedanken eines Weltreisenden, der auf seinem Weg unter anderem in Japan, Afrika und Amerikaunterwegs war.
- F wieFälschung77.521111Mockumentary von Orson Welles mit Richard Wilson.
In Orson Welles Essay-Film F wie Fälschung dreht sich alles um die Frage was echt ist, was gefälscht und was überhaupt der Unterschied zwischen beiden ist.
- Auch Zwerge haben kleinangefangen6.17.813215Drama von Werner Herzog mit Helmut Döring und Gerd Gickel.
Die Bewohner eines Erziehungsheimes in einer abgelegenen kargen Provinz planen einen Ausflug. Aus disziplinarischen Gründen dürfen einige der kleinwüchsigen Insassen nicht teilnehmen. Die Zurückgelassenen nutzen die Abwesenheit des Direktors und der meisten seiner Zöglinge zum Ausbruch aus der gewohnten Ordnung. Ohne angreifbaren Gegner von außen, reagieren die Zwerge mit blinder Wut und ziellosen Vernichtungsaktionen. Der Aufsicht führende Erzieher nimmt einen der Rädelsführer in Gewahrsam und verschanzt sich auf dem Gelände. Als die Aggression der Aufrührer auch untereinander zunimmt und sinnlose Aktionen im Kreis laufen, bricht die Revolte schließlich zusammen. Der Film schildert den eigenwilligen Ausbruchsversuch aus den Hierarchien und Konventionen der umgebenden Ordnung.
- Abendland6.77.94612Dokumentarfilm von Nikolaus Geyrhalter.
Die poetische Dokumentation Abendland von Nikolaus Geyrhalte führt uns ins nächtliche Europa. Hier, in der westlichen Zivilisation, haben wir einen großen Teil des menschlichen Lebens in die Zeit nach Sonnenuntergang verlagert. Menschen feiern, sie entspannen sich, aber manche müssen auch arbeiten und sind, während andere schlafen, teils mit Situationen zwischen Leben und Tod konfrontiert.
- Scorseses Reise durch den amerikanischenFilm7.9726810Dokumentarfilm von Michael Henry Wilson und Martin Scorsese mit Martin Scorsese und Brian De Palma.
Kann ein Dokumentarfilm über das Kino spannender sein als ein Kinofilm selbst? Kann ein Essayfilm mehr Thrill haben als ein Thriller? Martin Scorseses wundervolle Reise durch das amerikanische Kino macht die Antwort leicht: Aber natürlich, ja! Fast vier Stunden lang und doch höchst kurzweilig, so manisch wie präzise, so enzyklopädisch wie radikal subjektiv: ein hinreißender Trip - und ein brillanter Kommentator. Denn Scorsese verknüpft die offizielle Geschichte Hollywoods mit der geheimen Geschichte ihrer Abweichungen und heimlichen Revolten: Mit den Attacken der B-Movies, mit dem erotischen Schweiß der Wüsten-Western, mit den Delirien der monumentalen Historienspektakel, mit den surrealen Arrangements der großen Musicals und mit den schwarzen Sarkasmen der Gangsterfilme - bis hin zum Gesamtkunstwerk Stanley Kubricks und zum unverputzten Kino von John Cassavetes.
- Joschka und HerrFischer5.85.96530Dokumentarfilm von Pepe Danquart mit Joschka Fischer und Hans Koschnick.
Joschka und Herr Fischer von Pepe Danquart ist eine Dokumentation über einen der beeindruckendsten Politiker Deutschlands.
- The Story ofFilm881997Dokumentarfilm von Mark Cousins mit Knut Elstermann.
Die In seiner Dokumentation The Story of Film gibt uns Mark Cousins einen persönlichen Überblick über die Geschichte des Kinos von seinen Anfängen bis zur Gegenwart.
- Workingman'sDeath7.76.713912Dokumentarfilm von Michael Glawogger.
Der Dokumentarfilm Workingman’s Death von Michael Glawogger zeigt in beeindruckenden Bildern, wie Arbeiter auf der ganzen Welt unter extremsten Bedingungen ausgebeutet werden.
- Lenin kam nur bis Lüdenscheid - Meine kleine deutscheRevolution77.5386Dokumentarfilm von André Schäfer mit Richard David Precht.
Der freie, fast naive Blick aus der Sicht eines Kindes rückt die “68er” im Jubiläumsjahr 2008 in ein neues, erhellendes Licht. Der Film ist eine provozierende Abrechnung mit der ideologischen Erziehung, die so fortschrittlich daherkam und doch im Wunsch der Kinder erstickte, endlich erwachsen zu werden. Mit ironischem Blick und feuilletonistischer Handschrift zeichnen der Autor Richard David Precht und der Kölner Dokumentarfilmregisseur André Schäfer eine Kindheit in der westdeutschen Provinz nach – und bringen die großen Ereignisse jener Jahre in ganz andere, kleinere und sehr private Zusammenhänge.
(omdb)
- Offene Wunde deutscherFilm6.65.6122Dokumentarfilm von Dominik Graf und Johannes Sievert.
Dominik Graf und Johannes Sievert beleuchten in Offene Wunde deutscher Film erneut die Geschichte des deutschen Films in Kino und Fernsehen, diesmal ab den 1960ern.
- Francofonia66286Inszenierter Dokumentarfilm von Aleksandr Sokurov mit Aleksandr Sokurov und Louis-Do de Lencquesaing.
Aleksandr Sokurov zeigt in Francofonia die Bewahrung der Kunst während der Besatzung von Paris durch die Deutschen im Zweiten Weltkrieg sowie in Deutschland selbst.
- Heimat ist ein Raum ausZeit6.57.5464Dokumentarfilm von Thomas Heise.
Die Dokumentation Heimat ist ein Raum aus Zeit folgt als Zusammenstellung aus Bilder und Tönen den sich überschneidenden und wieder verlierenden Pfaden einer Familie.
- Heart of aDog6.36.3346Essay-Film von Laurie Anderson.
In ihrer Essay-Dokumentation Heart of a Dog thematisiert Regisseurin Laurie Anderson das Thema Leben und Sterben durch ihre persönlichen Erfahrungen.
- Lucie etMaintenant?5Dokumentarfilm von Simone Fürbringer und Nicolas Humbert.
Im Mai des Jahres 1982 brechen der argentinische Schriftsteller Julio Cortàzar und seine Lebensgefährtin Carol Dunlop in ihrem VW Bus zu einer Reise auf der Autobahn von Paris nach Marseille auf, die für sie beide die letzte sein sollte. Sie geben dieser Reise folgende Spielregeln: Auf ihrer Fahrt jeden Rastplatz zu besuchen - allerdings nicht mehr als zwei pro Tag - an jedem zweiten Rastplatz ihr Nachtlager aufzuschlagen und während der ganzen Reise die Autobahn nicht zu verlassen. Normalerweise fährt man die Strecke von Paris nach Marseille in 7 Stunden. Für die beiden dauerte die Reise 33 Tage. Fast 25 Jahre später machen sich Océane Madelaine und Jocelyn Bonnerave auf den Weg, um diese Reise noch einmal zu unternehmen. Der Film ist auch ein Road Movie, jedoch ein Road Movie, bei dem kaum gefahren wird, denn die Aufenthalte auf den Rastplätzen nehmen sehr viel mehr Raum ein, als die Fahrtbewegungen zwischen ihnen. Auch da findet eine Verwandlung statt: Ein Raum, der zunächst durch seine äusseren Bewegungen definiert ist, wird plötzlich zu einem Raum des Verweilens, in dem es vielmehr um die inneren Bewegungen geht, um das Da-Sein, um die Wahrnehmung des Umliegenden, und um den Raum, den zwei Menschen miteinander kreieren. Auf den Spuren zweier Liebender bringen sie ihre eigene Liebe zum Ausdruck.
- FlyingHome(2011) | Essay-Film?11Essay-Film von Tobias Wyss.
Im Dokumentarfilm Flying Home versucht Tobias Wyss die Lebensgeschichte seines versorbenen Onkels Walter Otto Wyss anhand von Fotos zu rekonstruieren. Obwohl er nie verfolgt wurde, schien sein wohlhabender Onkel ständig getrieben zu sein und wechselte scheinbar grundlos seine Wohnorte.
- The Four Ends OfBerlin?2Dokumentarfilm von Sven Boeck.
Die 4 Enden der Stadt ist eine Reise an die Ränder der Großstadt. Eine Wanderung durch 4 Stadtteile, durch die Historie des einst geteilten und wiedervereinten Berlins. Begegnungen mit Persönlichkeiten wie der Dichterin Gertrud Kolmar prägen diesen poetischen Bilderfluss.
Der Film zeigt ein eigenes, anderes Bild der Stadt Berlin und den persönlichen Blick des Filmemachers auf deutsche Geschichte. - largo emesto?1Inszenierter Dokumentarfilm von Ingo J. Biermann mit Lydia Gorstein.
Ingo J. Biermanns Portrait der Pianistin Lydia Gorstein.
- Que Viva Mexiko - Es lebeMexiko7.3402Drama von Sergei M. Eisenstein und Grigori Aleksandrov mit Grigori Aleksandrov.
1932 mußte Eisenstein die Arbeiten zu seinem ehrgeizigen monumentalen Film-Opus über Mexiko nach Differenzen mit amerikanischen Geldgebern abbrechen und ohne das bereits gedrehte Filmmaterial in die Sowjetunion zurückkehren. In einem Prolog, vier Episoden und einem Epilog wollte er den Geist Mexikos einfangen und darstellen, wie die treibenden Kräfte – Leben und Tod, Schönheit und Korruption, Freiheit und Unterdrückung, heidnische Kultur und Christentum – die Geschicke des Landes prägten. Die Episode Sadunga" schildert Sitten und Gebräuche, “Fiesta” erinnert an die Zeit der Konquistadoren, “Magney” erzählt die tragische Geschichte eines jungen Bauernpaares, “Die Soldatenfrau”, ein unvollendetes Fragment, sollte den revolutionären Kampf der Mexikaner zeigen. Die in den 60er Jahren hierzulande verliehene, von Marie Seton besorgte Zusammenstellung (Originaltitel: “Time In The Sun”) zeigte nur einen kleinen Teil der unmontierten Aufnahmen und vermittelte einen unvollständigen Eindruck von Eisensteins Absichten; hinzu kamen Veränderungen, die das Gesamtbild zusätzlich verzerrten. 1979 erarbeitete Grigori Alexandrow eine “offizielle” russische Version, die eindrucksvoll vermittelt, mit welch erstaunlicher Kraft und Schönheit die Bilder des Films komponiert sind. Der neue Ton prellt den Zuschauer durch Kommentar und Musikdramaturgie jedoch um eine eigene Einsicht, da jedes Bild in seinem Gehalt verdoppelt, erschlagen oder in seichter Musik ertränkt wurde.
- Balaou(2007) | Essay-Film?1Essay-Film von Gonçalo Tocha.
Balaou heißt das Segelboot von Florence und Beru aus Frankreich, auf dem sie leben und monatelang im Atlantik kreuzen. Für einige Wochen wird die “Balaou” auch zum Zuhause des jungen portugiesischen Filmemachers Gonçalo Tocha. Als er nach dem frühen Tod seiner Mutter ihre Familie besucht, die auf der Azoreninsel Saõ Miguel lebt, lernt er dort auch Beru und Florence kennen, die auf ihrem Schiff ein Nomadenleben abhängig von Wind und Wellen führen. Die beiden laden Gonçalo Tocha ein, sie auf ihrer Fahrt von den Azoren zurück zum portugiesischen Festland zu begleiten. Auf ihrem Boot wird er vieles verstehen lernen, auch die alte Seefahrerweisheit, dass man nur die Zeit der Abfahrt kenne, niemals aber die der Ankunft. “Balaou” ist eine Hommage an die verstorbene Mutter, ein Reisetagebuch, ein Essay. Es geht um Verlust, Freundschaft, Glück, aber auch um die Beziehung zur Natur, zum Meer und zu den Inseln. Die 1.500 Kilometer lange Fahrt über den Atlantik wird für den Filmemacher Gonçalo Tocha zu einer Reise ins eigene Ich und zu einer Auseinandersetzung mit dem Vergessen und der Vergänglichkeit.