Joker: Macher stellt klar, ob Figur lebt oder tot ist

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© Warner Bros.
Joker mit Joaquin Phoenix
25.10.2019 - 09:25 UhrVor 1 Jahr aktualisiert
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DC Comics' Joker-Film lässt Raum für allerlei Spekulationen und Theorien. Doch zumindest eine Szene sei laut einem der Macher klarer, als wohl viele Fans denken.

Achtung, massive Spoiler für Joker: Derzeit sorgen Jared Letos Versuche, Joker zu stoppen, für massig Gesprächsstoff. Dessen ungeachtet setzt die düstere DC-Adaption mit Joaquin Phoenix in der Hauptrolle ihre Rekordjagd fort und ist auf dem besten Wege, bald Deadpool zu überflügeln. Einer der Macher des Films konzentrierte sich indes auf eine bestimmte Joker-Szene, die seiner Meinung nach wenig Interpretationsraum lasse.

Wichtige Figur in Joker "wurde nicht getötet"

Joker stellt mit Arthur Fleck einen psychisch kranken Mann in den Mittelpunkt, bei dem die Grenzen zwischen Realität und Fantasie allmählich zu verschwimmen drohen. Ein Grund, weshalb er kein sonderlich glaubhafter Erzähler ist, was wiederum für einige offene Fragen sorgt. Eine dieser Fragen bezog sich auf das Schicksal zweier Figuren, die Arthur recht früh im Film kennenlernt: seine Nachbarin Sophie (Zazie Beetz) und ihre Tochter.

/Film  hatte kürzlich die Gelegenheit, mit Joker-Kameramann Lawrence Sher zu sprechen, unter anderem über eine Szene im finalen Akt des Films. Während uns Zuschauern darin offenbart wird, die Beziehung mit Sophie habe sich Arthur lediglich eingebildet, gesteht er ihr, er habe einen "schlimmen Tag" gehabt. Kurz darauf verlässt er das Zimmer - doch was war mit Sophie? Sher hat dazu eine klare Meinung:

Wir wollten die Interpretation des Realen gegenüber dem Unwirklichen zu einem Teil der Zuschauererfahrung machen. Zum Beispiel ist seine Beziehung zu Sophie für ihn eine Fantasie. [...] Todd [Phillips] macht deutlich, dass sie nicht getötet wurde. Arthur tötet Menschen, die ihm auf eine bestimmte Weise Unrecht getan haben, und Sophie hat ihm nie Unrecht getan.
Zazie Beetz als Sophie in Joker

Wie Sher anschließend nochmal betont, hätten er und Todd Phillips bewusst visuell mit dem Realen und Unwirklichen gespielt. So gibt es immer wieder Callbacks und kleine Szenen, die als Hinweise dienen können. Davon abgesehen gefalle es Sher jedoch, "dass die Leute das Gespräch führen und zu ihren eigenen Schlussfolgerungen kommen können."

Joker läuft seit dem 10. Oktober 2019 in den deutschen Kinos.

Wie habt ihr die letzte Szene zwischen Arthur und Sophie interpretiert?

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