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Moviepilot Speakers' Corner

Zeit für Spekulatius!

16.05.2012 - 08:50 UhrVor 9 Jahren aktualisiert
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George, Peter & Steven
© moviepilot
George, Peter & Steven
Nicht jedes ernste Thema muss auch steif präsentiert werden. Das dachte sich wohl auch moviepilot-User J!GS4W, der sich auf komische Art und Weise durch die Filmwelt spekuliert.

Hier darf jeder User schwärmen und seine Meinung kundtun, denn dies ist der paradiesische Ort, an dem die Community eine etwas größere Stimme erhält. Ist doch schön, oder? Darunter könnte auch dein Text sein, wenn du dich doch nur dazu aufraffen würdest mal einen zu schreiben. Themen gibt es da sicherlich genug! Sonst wird diese Corner bald tatsächlich in die Bollians’ Corner umbenannt. Apropos: .:.

Doch nun genug der Werbung, schließlich geht es heute um meinen Text. Und nach all den schönen Bewunderungsmitteilungen über Schauspieler, Regisseure, Filme, Serien und sonstige Phänomene, wird es heute endlich mal Zeit sich gesund zu echauffieren, zu proklamieren, ja sogar etwas zu spekulieren. Kurzum: Heute haue ich mal auf die – verzeiht den Jargon – Kacke. Wir alle lieben ja Verschwörungstheorien, jedenfalls manchmal, wenn man die Wahrheit einfach nicht wahrhaben möchte und sich an Altes klammern möchte. Da redet man sich gerne mal ein, dass Elvis Presley zusammen mit Jim Morrison und Kurt Cobain auf den Seychellen eine Bar leitet oder dass James Cameron nur der künstlerische Wert seiner Filme interessiert.
Also los, begeben wir uns in das Reich der Eskalation und des Spekulatius!

Viele Menschen glauben noch immer, George Lucas lebe noch auf der Erde. Ein fataler Fehler! Dabei ist Lucas schon vor Jahren in einer anderen Galaxie gelandet, denn es wird in der Tat vermutet, dass der Schöpfer der “Indiana Jones”-Trilogie (Ja, es ist eine Trilogie!) bei einer seiner Konvertierungen und Änderungen bezüglich seiner “Star Wars”-Trilogie (Ja, es ist eine Trilogie!) zu sehr mit der Elektrik herumgespielt habe und dabei eine alte Replik der Maschine aus dem Film Howard, ein tierischer Held, welche bei Lucas in der Ecke als Staubfänger fungierte, Starkstrom ausgesetzt habe. Bei diesem Unfall habe die Maschine Lucas ins All und durch die Zeit katapultiert, bis er letztlich auf einem kleinen Planeten namens Alderan seinen Exilsitz fand. Doch ein Freund von George witterte ein Geschäft. Steven Spielberg, welcher Lucas bei besagtem Unfall über die Schulter schaute, wurde selbst einer ordentlichen Portion Strom ausgesetzt und ist seitdem nie wieder derselbe gewesen. Er setzte sich alsbald daran, der breiten Masse vorzugaukeln, dass Lucas noch immer auf der Erde lebe. Indes flimmerten kurze Ausschnitte aus Star Wars über den Schirm, in welchen Lucas Prinzessin Leias Hologramm eine etwas üppigere Oberweite generiert hatte. Und schon hatte Spielberg einen Plan! Er vertraute James Cameron diesen an, welcher angesichts der vielversprechenden Summe sich sofort daran machte, ein möglichst überzeugendes Hologramm von Lucas zu erstellen. Seitdem werden die Menschen immer wieder von diesem Abbild in die Irre geführt und sind entsetzt angesichts der Tatsache, dass George Lucas ein lebendes Fossil sei.
Doch auch, wenn anfängliche Konvertierungen tatsächlich noch vom echten Lucas angefertigt wurden, können wir dem Mann dennoch für sein Lebenswerk danken. Schöne Ferien auf Alderan wünsche ich!

Doch ist dies erst der Anfang einer Reihe von seltsamen Verstrickungen, die sich in unserem Metier immer weiter ausbreiten. Ich rede nicht von den allgemein bekannten Theorien um die Infiltrierung der US-amerikanischen Regierung durch schlangenköpfige Aliens, sondern um einen seltsamen Wahn, der sich immer weiter durch die Branche zieht: Sonnenbrillen!
Der Kinosaal ist weiß Gott kein Ort um solche zu tragen, und doch sind immer mehr Filmemacher der Meinung, dass das flimmernde Licht auf der Leinwand zu hell für ihre Netzhäute sei. Erst kürzlich verkündete der alteingesessene Meister Martin Scorsese, dass er sich auch Citizen Kane als Sonnenbrillenfilm vorstellen könne und am liebsten alle seine Filme dieser Geißel unterjoche. Doch leidet merklich die Qualität! Sein letzter Kassenschlager Hugo Cabret (hat nichts mit dem liebenswerten gelben Dschungeltier zu tun) war zwar ein bombastisches Optikum, doch schlummerte hinter der Fassade scheinbar der kleine kapitalistische Filmkobold, der immer häufiger für das ganze Tohuwabohu verantwortlich gemacht wird. Dieser sei laut Zeugenaussagen „dreister als drei Dreiste“ und niste sich immer wieder in den Gehirnen von bekannten Filmemachern ein. Selbst bei Peter Jackson himself wird dieser Kobold derzeit angesichts der 48fps/3D Debatte zu seinem Hobbit vermutet, wobei die einschlägigen Beweise wohl erst im Dezember folgen werden. Doch hoffen wir das Beste! Wobei bei manchen Regisseuren hingegen ohnehin nichts mehr zu retten war (Bsp. Michael Hafen), ist es doch merklich schade, wenn alte Haudegen, die verantwortlich für Filmschätze wie Schindlers Liste, Terminator 2 – Tag der Abrechnung oder GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia waren, nun immer weiter abdriften und im Meer der Unkenntnis versinken.

So können wir nur hoffen, dass nicht nur alte Schiffswracks aus dem alten Millennium, sondern diese scheinbar Verblichenen aus besagtem Meere gefischt werden. Besinnung ist manchmal viel wert und stellt euch vor, ich würde euch zum Dank sogar zu einem Tee und Spekulatius einladen. Apropos: Das war jetzt genug Spekulatius für heute, oder nicht?

Doch lasst mich wissen, sind euch auch solche schaurigen Verschwörungstheorien bekannt über ehemals geliebte Filmemacher, die heute nur noch Marionetten der Effekthascherei und des Dollarzeichens sind? So lasst es mich doch in den Kommentaren wissen.


Vorschau: Nächste Woche wird ein Film thematisiert, der beweist, dass das deutsche Kino noch lebt.


Dieser Text stammt von unserem User J!GS4W. Wenn ihr die Moviepilot Speakers’ Corner auch nutzen möchtet, dann werft zuerst einen kurzen Blick auf die Regeln und schickt anschließend euren Text an ines[@]moviepilot.de

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