The Walking Dead-Ende: Niemand spricht über das vielversprechendste Spin-off

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The Walking Dead
15.09.2020 - 07:25 UhrVor 10 Tagen aktualisiert
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The Walking Dead endet und ebnet damit den Weg für eine zweite Welle an Spin-off-Serien. Das interessanteste Projekt hört auf den Namen Tales of the Walking Dead.

Warum spricht eigentlich niemand über Tales of the Walking Dead? Letzte Woche war einiges los in der Welt der lebenden Toten: Nicht nur erreichte uns die Nachricht, dass The Walking Dead nach der 11. Staffel endet. Nein, AMC setzt weiterhin auf die Ausbau des Franchise und präsentierte umfangreiche Pläne bezüglich der Zukunft von Carol und Daryl, die nach dem Ende der Mutterserie durch ein Spin-off gesichert ist.

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Es bleiben uns zudem Fear the Walking Dead, The Walking Dead: World Beyond, die Carol-Daryl-Serie und drei weitere (Kino-)Filme erhalten, die sich um das Schicksal von Rick Grimes drehen und mit der Rückkehr von Andrew Lincoln punkten. Das spannendste Projekt hat in diesem Sturm an Neuigkeiten jedoch kaum Aufmerksamkeit erhalten: die Anthologieserie Tales of the Walking Dead.

Viele kleine The Walking Dead-Geschichten erwarten uns

Geschaffen wurde die Serie von Scott M. Gimple, der bei AMC das The Walking Dead-Franchise beaufsichtigt und bereits mehrere Jahre als Showrunner des Flaggschiffs hinter sich hat. Gimple kennt die Zombie-Apokalypse quasi in- und auswendig. Mit Tales of the Walking Dead hat er sich nun eine Plattform geschaffen, um auch kleinere Geschichten abseits der großen Handlungsstränge zu erzählen.

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Jede Episode der frisch angekündigten Anthologieserie ist in sich abgeschlossen und soll den Fokus auf alte wie neue Figuren legen. Auf den ersten Blick ist das natürlich eine praktische Möglichkeit, um bereits verstorbene Charaktere noch einmal für ein unheilvolles Abenteuer zurückzubringen. Glenn (Steven Yeun), Abraham (Michael Cudlitz) und Merle (Michael Rooker) stehen da sicherlich auf der Wunschliste vieler Fans.

Tales of the Walking Dead und der Nostalgie-Bonus

Im Lauf der vergangenen Dekade hat uns The Walking Dead zahlreiche Figuren vorgestellt, die nun in Form eines kurzen Prequels erneut den Kampf gegen die Untoten aufnehmen könnten. Wer weiß, vielleicht erhalten wir auch noch einmal ein richtig verdorbenes Kapitel rund um den von David Morrissey verkörperten Governor, während in einer anderen Episode Jon Bernthals Shane durch die Gegend trampelt.

Nach zehn Jahren The Walking Dead profitiert eine solche Rückkehr nicht zuletzt von einem Nostalgie-Bonus, der auch die Fans wieder ins Boot holt, die längst ausgestiegen sind. Noch Viel reizvoller gestaltet sich der Ausblick auf neue Figuren, denn damit sind auch neue Geschichten und vor allem neue Blickwinkel verbunden. Tales of the Walking Dead könnte da gewinnen, wo Fear the Walking Dead scheiterte.

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Das erste Spin-off wählte seinerzeit einen völlig anderen Einstieg als die Mutterserie, entwickelte sich im Lauf der Zeit jedoch mehr und mehr zu einer unentschlossenen Kopie, die ihre eigene Identität aufgibt, um wieder mit dem Original auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Da sich Tales of the Walking Dead von Woche zu Woche völlig neu erfinden kann, keimt hier die Hoffnung auf deutlich mehr Experimente.

Hoffentlich wird Tales of the Walking Dead zur Spielwiese

Das kann ein völlig bizarrer Schauplatz sein, eine abgedrehte Handlung oder die merkwürdigsten Gestalten, die wir je in der Zombie-Apokalypse gesehen haben: Scott M. Gimple sollte hier auf keinen Fall auf Nummer sicher gehen, sondern Tales of The Walking Dead als wilde Spielwiese begreifen, die ebenso Ausflüge in andere Genres, Länder, Zeiten und Stilrichtungen ermöglicht. Hier versteckt sich jede Menge Potential.

The Walking Dead selbst verfügt bereits über eine schöne Tradition an Episoden, die sich aus dem übergeordneten Geschehen auskoppeln und auf einer deutlich intimeren Ebene funktionieren. Clear in der dritten Staffel ist nach wie vor eines der besten Beispiele dafür, doch auch zuletzt gab es solche Kapitel zu sehen, etwa mit Alphas düsterer Hintergrundgeschichte oder dem Abschied von Michonne.

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Wenngleich The Walking Dead stets von seiner reichen Mythologie zehrt, die sorgfältig seit zehn Staffeln ausgeweitet wird, lassen sich auch innerhalb von 45 überschaubaren Minuten profunde Geschichten erzählen, gerade im Angesicht eines solch extremen Settings, in dem die Menschheit jeden Tag aufs Neue mit ihren schlimmsten Albträumen konfrontiert wird. Tales of the Walking Dead kann hier definitiv eine große Chance ergreifen.

Mehr zu The Walking Dead gibt es im Moviepilot-Podcast

In der Zombie-Folge von Streamgestöber - auch bei Spotify  - knöpfen sich Max, Sebastian und Yves The Walking Dead vor:

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