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Schöne Fernsehtradition zu Weihnachten

27.12.2012 - 08:55 UhrVor 8 Jahren aktualisiert
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Weihnachtsklassiker
© Disney/VPS/moviepilot
Weihnachtsklassiker
Auch noch kurz vor dem Jahresende gibt es genügend Gründe, Lob zu verteilen. Vor allen Dingen so kurz nach den Festtagen.

Weihnachten ist vorbei, die Eindrücke sind logischerweise noch frisch. Mir ist in den letzten Tagen etwas aufgefallen, was mich recht froh gestimmt hat. Eigentlich etwas Normales, nicht sehr spektakulär, aber trotzdem lobenswert. Eine Tradition, die sich eingeschlichen hat, eine Fernsehtradition: Die senderübergreifende Programmanpassung zu den Feiertagen. Klassiker, nette Filme, kein Asozialengepöbel – angenehm, besinnlich, lobenswert.

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Festtags-Filme
Heutzutage geben einige Leute nicht mehr viel auf Traditionen jedweder Art. Häufig werden sie sogar offen abgelehnt. Dabei gehen auch diese Menschen höchstwahrscheinlich Traditionen nach, ohne es jedoch bewusst wahrzunehmen. Die Weihnachtstage sind ein Beispiel dafür. Auch diejenigen, die ein Glaubensbekenntnis ablehnen, nehmen die besinnlichen Tage wahr. Wenn schon nicht in Form von traditionellen Feierlichkeiten, dann zumindest in der Auswahl des Programms, das sie sich im Fernsehen angucken. Ja, auch das hat etwas mit Tradition zu tun. Moderner zwar, aber trotzdem traditionell. Es sind die Filme, die oftmals seit vielen Generationen an den Festtagen angeguckt werden und vermutlich auch in Zukunft die Weihnachtszeit versüßen. Und an diesem Punkt kommt das Lob ins Spiel: Die Programmplaner, so häufig sie – mit Fug und Recht – harscher Kritik ausgesetzt sind, besitzen ein gutes Gespür für die richtigen Festtags-Filme.

Programmtradition
Kein Weihnachten bei Hoppenstedts? Kein Drei Haselnüsse für Aschenbrödel? Der kleine Lord fällt aus? Undenkbar! Diese Filme gehören genauso dazu wie der geschmückte Baum, das Gebäck auf dem Tisch und die hübsch eingepackten Geschenke. Nein, niemand muss sich von der Weihnachtsstimmung anstecken lassen und urplötzlich zum Glauben finden. Aber selbst Weihnachtsfestverweigerer können nicht leugnen, dass ein solches Programm einfach dazugehört. Mindestens einmal muss eine Verfilmung der Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens laufen – am liebsten Die Muppets Weihnachtsgeschichte -, Pippi Langstrumpf und Michel aus Lönneberga gehören unbedingt dazu und irgendwann nach Familie Heinz Becker und Sissi kommt Schöne Bescherung mit Chevy Chase. Ok, das ist jetzt die neumodischere Variante der Programmtradition, aber es muss ja nicht starr zugehen. Wichtig ist, dass die Mischung jedes Jahr stimmt. Und zumindest an Weihnachten passt es. Für andere Feiertage gilt das meist nicht, weshalb die Feiertage im Dezember doch noch etwas besonderes sind.

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Gewohnheiten zur Weihnachtszeit
Wiederholungen, nur Wiederholungen! Richtig, es gibt viele Wiederholungen zu dieser Zeit. Na und? Genau diese Konstanz zeichnet eine Tradition doch aus. Die Programmplaner haben es schon richtig erkannt. Zumal Jahr für Jahr die Älteren unter uns sich mit den nachwachsenden Filmeguckern vor die Glotze hocken und ihnen ihre Dauerlieblinge zu Weihnachten vorführen. Ob das für ein Lob reicht? Durchaus. Dass es so einheitlich nett im Fernsehen zugeht, gibt es selten. Sehr selten. Aber an den Feiertagen haben sich wirklich mal alle zusammengerissen und zumindest den größten Käse für ein paar Tage verbannt. Das soll nicht heißen, dass überall großes Kino zu sehen war. Kazaam – Der Geist aus der Flasche, Der rosarote Panther 2 oder I Spy sind nun wirklich keine Highlights. Aber es sind keine Gerichtsshows, scripted Reality-Formate oder ähnliches, es sind nette Filmchen. Passend für die besinnlichen Tage, die für die ganze Familie da sind. Es gäbe sicherlich zahlreiche potenzielle Zuschauer für Krawallsendungen. Da ist die Versuchung groß, das Programm damit vollzustopfen. Zur Weihnachtszeit halten sich aber auch die meisten Sender an die Tradition. Glücklicherweise, denn wir wollen doch alle nicht auf unsere Gewohnheiten zur Weihnachtszeit verzichten. Und ein bisschen profitieren ja auch die Sender davon.

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