Im Herzen der See - Kritiken zum Film mit Chris Hemsworth

04.12.2015 - 10:00 UhrVor 6 Jahren aktualisiert
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Im Herzen der See - Finaler Trailer (Deutsch) HD
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© Warner Bros.
Im Herzen der See
Ron Howard und Chris Hemsworth wagen sich nach dem Rennsportfilm Rush hinaus auf hohe See. Aber wie schneidet das Walfängerdrama Im Herzen der See bei den Kritikern ab?

Für Rush - Alles für den Sieg begaben sie sich auf Rennstrecken rund um die Welt, in Im Herzen der See schippern Ron Howard und Chris Hemsworth nun hinaus auf den Atlantik. Der Historienfilm begleitet im Jahr 1820 den Walfänger Essex auf hohe See, wo Kapitän Pollard (Benjamin Walker) und der Erste Offizier Chase (Chris Hemsworth) mit Wind, Wetter und gegenseitigen Animositäten zu kämpfen haben. Als ein riesiger Wal das Schiff zerstört, beginnt der knallharte Überlebenskampf.

Nathaniel Philbrick schilderte die aufreibende Geschichte in seinem Sachbuch In the Heart of the Sea: The Tragedy of the Whaleship Essex und lange vor ihm diente sie schon Herman Melville als Inspiration für seinen Roman Moby-Dick. Ob Ron Howard seinen eigenen künstlerischen Wal erlegen kann oder dabei Schiffbruch erleidet, erfahrt ihr in unserem Blick auf die deutschen und internationalen Kritiken zum Film mit Chris Hemsworth, Cillian Murphy, Tom Holland und Ben Whishaw.

Hier die harten Fakten zu Im Herzen der See:

  • 9 Kritiker-Bewertungen mit einem Durchschnittswert von 5,6
  • Community-Durchschnitt von 6,5
  • 10 Kommentare und 7 Kritiken
  • 469 haben den Film vorgemerkt und 10 sind uninteressiert

Das sagen die englischsprachigen Kritiker zu Im Herzen der See:

"Wer interessiert sich überhaupt noch für das Meer, Seeleute oder Wale, die sich mit einer Art biblischer Rachelust entscheiden, dass es Zeit ist zurückzuschlagen?", fragt Stephanie Zacharek beim Time Magazine  und findet schnell die Antwort: "[Ron] Howard interessiert sich dafür und sein Film, so unvollkommen er ist, geht derart an der aktuellen Mode vorbei, dass er fast schon wieder mutig ist."

Weniger begeistert zeigt sich Jordan Hoffman vom Guardian , der Im Herzen der See 3 von 5 Sternen gibt: "Es ist eben so, dass das Hin-und-her-Schwanken vom ernsten Drama zum Action-Abenteuer und wieder zurück zum Drama einen seekrank machen kann. Hinzu kommt, dass viele Actionszenen einige auffällig schlechte Computereffekte enthalten." Dabei stören Hoffman vor allem die computergenerierten Wale, während er die Star-Qualitäten des Harpunen schwingenden Chris Hemsworth positiv hervorhebt.

"Hölzern" und "ungelenk" nennt hingegen Justin Chang von der Variety  Ron Howards Seefahrerabenteuer, das auch ohne die Vergleiche zu Moby-Dick selten punktet: "Trotz all der Sorgfalt und des Aufwands, die in die Produktion geflossen sind, [...] fühlt sich Im Herzen der See steif und wenig überzeugend, seltsam unförmig an und wird von Schablonen bevölkert, die in erster Linie in der schwerfälligen Sprache der Exposition sprechen."

Das sagen die deutschsprachigen Kritiker zu Im Herzen der See:

"Die Geschichte der Essex, die Nickerson nur widerwillig erzählt, hält sich fern von biblischen Bezügen und Mythologisierungen", schreibt Karsten Munt bei critic.de . Stattdessen inszeniere Ron Howard eine Geschichte von den "Superhelden der Ölindustrie": "Man vermisst die fanatische Kraft eines Ahab, die ideologischen Duelle mit seinem besonnenen Quäker-Steuermann Starbuck, die fremden und düsteren Harpuniere, die aus einer gemeinsamen Nacht geborene Freundschaft zwischen zwei Männern, die biblischen Prophezeiungen und die Weiße des Wals."

"Wenn doch nur kein Erbauungskino draus geworden wäre!", beklagt sich Jörg Schönig beim Spiegel  und vermisst die "tatsächlich ungeheuerlichen" Elemente der Geschichte, die dem Abenteuer untergeordnet werden: "So faszinierend es auch ist, im Kino dem Wal in die Tiefsee zu folgen - in die Abgründe der menschlichen Psyche taucht er nicht ein."

Fazit zu Im Herzen der See:

Wenn etwas Im Herzen der See nicht entgegen kommt, dann die thematische Nähe zu Moby-Dick. Während einige Kritiker den geopolitischen Subtext des Films rund um die frühe Ölindustrie auf hoher See hervorheben, bemängeln andere, dass Ron Howards Abenteuer im Vergleich zu den dramatischen Abgründen von Herman Melville einfach flach wirkt. Charmant altmodisch hin oder her, hinsichtlich der tierischen Effekte wird der Film ebenfalls gerügt.

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