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Oscar-Kandidaten

The Social Network überzeugt Filmkritiker amerikaweit

13.12.2010 - 09:45 Uhr
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The Social Network
© Sony Pictures
The Social Network
Gestern kündigten amerikanische Filmkritiker aus Los Angeles, New York und Boston ihre Award-Entscheidungen an. Der Beste Film ist nach deren einstimmiger Meinung The Social Network.

Gemeinsam mit den Golden Globe Awards gelten die Filmpriese, die alljährlich von amerikanischen Filmkritikern verliehen werden, als wichtiger Wegweiser für die Academy Awards. Gestern wurden die Entscheidungen über die Awards von Los Angeles Film Critics Association (LAFCA), Boston Society of Film Critics (BFSCA) und New York Film Critics Online (NYFCO) bekannt gegeben. Sie können als Indikator für mögliche Oscar-Nominierungen dienen, denn die sind noch immer nicht veröffentlicht. Seit gestern muss The Social Network als heißer Anwärter für einen Oscar gelten. Alle drei Kritikervereinigungen kürten ihn zum Besten Film.

Schauen wir uns die Königskategorie etwas genauer an. In Los Angeles konnte Hye-ja Kim mit ihrer in Mother verkörperten Rolle einer um ihren unschuldig inhaftierten Sohn bangenden Mutter ziemlich unerwartet die schauspielerische Leistung von Jennifer Lawrence in Winter’s Bone übertrumpfen und in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin punkten. Letzterer hatte bei den kürzlichen Independent-Awards die Auszeichnungen nur so abgestaubt. Bei den Indie-Preisen hatte The King’s Speech – Die Rede des Königs nichts ausrichten können, weil sein Budget zu hoch war. Die Los Angeles Critics Association ehrte Colin Firth nun aber als Besten Hauptdarsteller, der damit Édgar Ramírez als Carlos – Der Schakal überholte. Auch in der Königskategorie des Besten Films wurde Carlos – Der Schakal übertrumpft, und zwar von The Social Network, mit dessen Regisseur David Fincher sich Carlos-Regisseur Olivier Assayas die Regie-Auszeichnung teilen muss.

In Boston erhielt The Social Network insgesamt fünf Auszeichnungen. Der Beste Film setzt sich laut Meinung der Bostoner Kritiker aus Bestem Regisseur, Bestem Hauptdarsteller und Bestem Drehbuch zusammen und wird von der Besten Musik unterstützt. Zur Besten Hauptdarstellerin schaffte es Natalie Portman in Black Swan.

Die New Yorker Kritiker zeichneten Black Swan insgesamt dreimal aus. Auch hier lobten die Kritiker Natalie Portman als Beste Hauptdarstellerin, die von Matthew Libatique s Bester Kamera gefilmt wurde und zu Clint Mansell s Bester Musik tanzte. Die Regie-Trophäe ging allerdings wieder an David Fincher. Für seine bemerkenswerte Darstellung des Abenteurers Aron Ralston in 127 Hours wurde James Franco von den New Yorkern als Bester Hauptdarsteller geehrt. Ihnen war auch der rasante Aufstieg von Noomi Rapace eine Erwähnung wert, die sie mit dem Breakthrough Performer Award auszeichneten.

Alle Kategorien und Auszeichnungen findet ihr direkt hier:
LAFCA | BFSCA | NYFCO

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