Noch eine Trilogie für den langweiligsten Spider-Man?! Tom Holland muss Platz machen für Tobey Maguire und Andrew Garfield

Spider-Man: No Way HomeSony
27.11.2022 - 11:00 UhrVor 2 Monaten aktualisiert
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Sony investiert fleißig in Tom Hollands Spider-Man-Zukunft – und lässt damit die große Marvel-Rückkehr von Tobey Maguire und Andrew Garfield in No Way Home komplett verbrennen.

"Wenn ich mit 30 Jahren noch Spider-Man spiele, habe ich etwas falsch gemacht", gab Tom Holland letztes Jahr im November zu Protokoll . Dem mittlerweile 26-jährigen Schauspieler bleiben somit vier Jahre, um sich als freundliche Spinne aus der Nachbarschaft im Marvel Cinematic Universe auszutoben. Inzwischen ist jedoch klar, dass bei Sony deutlich größere Pläne für seinen Spider-Man geschmiedet werden.

Holland wird nicht nur für eine neue Spider-Man-Trilogie zurückkehren. Auch weitere Auftritte in anderen MCU-Filmen sind geplant. Möglich wäre etwa seine Beteiligung an dem bereits angekündigten Avengers-Doppel Avengers 5: The Kang Dynasty und Avengers 6: Secret Wars, das 2025 und 2026 in die Kinos kommt. Klingt alles nicht übel. Dennoch hat sich Sony für den langweiligsten Weg nach Spider-Man: No Way Home entschieden.

Wo bleiben die neuen Spider-Man-Filme mit Tobey Maguire und Andrew Garfield?

Der Marvel-Überflieger öffnete das Tor zum Multiversum auf der großen Leinwand und brachte die ausgedienten Spideys von Tobey Maguire und Andrew Garfield zurück. Ein nie vorhergesehenes Crossover, das uns eine kleine Kostprobe von dem gab, was dank erzählerischen Kniffen (Multiversum) und Marken-Vereinigung (Sonys Legacy-Figuren im MCU) in Hollywoods größtem Franchise aktuell möglich ist.

Hier könnt ihr Andrew Garfields Spider-Man-Rückkehr schauen:

Spider-Man: No Way Home - The Amazing Peter #3 Trailer (English) HD
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Plötzlich wirkte der Traum von The Amazing Spider-Man 3 mit Garfields Peter Parker wieder realistisch, nachdem die vielversprechende Fortsetzung Mitte der 2010er Jahre bei Sony unter die Räder geraten ist und im Zuge von The First Avenger: Civil War durch den Holland-Reboot ersetzt wurde. Selbst Sam Raimi, der Regisseur der Maguire-Filme, zeigte sich nach seinem in die Brüche gegangenen Spider-Man 4 offen für einen zweiten Anlauf.

Mit Spider-Man: No Way Home hat Sony über Nacht zwei totgeglaubte Marvel-Reihen reaktiviert und sogar in den großen MCU-Kanon überführt. Doch selbst nach einem weltweiten Einspielergebnis von fast zwei Milliarden US-Dollar warten wir auf eine Marvel-Ankündigung mit Maguire und/oder Garfield vergebens. Sony versteift sich auf Holland als alleinigen Fackelträger, obwohl deutlich mehr möglich wäre.

Sony zögert mit seinen wiederbelebten Spider-Man-Reihen

DC hat in den vergangenen Jahren eindrucksvoll den Reiz mehrerer parallel existierender Universum demonstriert. Als das MCU-Äquivalent DCEU strauchelte, kamen unabhängig Filme wie Joker und The Batman zur Rettung und sorgten für Abwechslung. Genau diese Abwechslung ist nicht gegeben, wenn Sony Holland durch die nächste Spidey-Trilogie jagt und wieder bei den Avengers vorbeischaut.

Spider-Man: No Way Home

Sony klammert sich an das Erfolgskonzept, mit dem das Studio seit Spider-Man: Homecoming gut fahren ist: Alle Jahre bringt es einen Spider-Man-Film heraus und leiht die Figur für diverse Crossover an Marvel/Disney aus. Mit Maguire und Garfield könnte Sony dagegen auf seinen eigenen Beinen stehen, ohne sich vor dem nächsten Morbius zu fürchten, der das wackelige Venom-Universum komplett hinrichtet.

Die MCU-Anbindung ist für Hollands Spider-Man Fluch und Segen zugleich. Schlussendlich kann die Figur jedoch nie aus dem Schatten des übergeordneten Franchise treten. Am deutlichsten wird das durch Figuren wir Iron Man, Nick Fury und Doctor Strange, die in den Holland-Solofilmen wie von Marvel-Chef Kevin Feige abgestellte Wächter wirken, damit sich der junge Peter Parker auch ja an die MCU-Regeln hält.

No Way Out: Tom Holland ist für immer im MCU gefangen

Früher oder später beugen sich alle Elemente, die Hollands Spidey besonders machen (Coming-of-Age-/Highschool-Setting etc.), dem austauschbaren MCU-Bombast und seiner deprimierenden Ästhetik. Von der Energie, mit der Marc Webb Garfields Netzschwinger in 3D-Bildern durch die Häuserschluchten von New York schleuderte, ist hier nichts zu erkennen. Von Raimis raffinierter wie verspielter Inszenierung ganz zu schweigen.

Spider-Man: No Way Home

Spider-Man: No Way Home hat verlockende Möglichkeiten in Aussicht gestellt, die schlimmstenfalls nie ausgeschöpft werden. Stattdessen bekommen wir mehr von Holland, der viel zu sehr Teil einer großen Franchise-Maschinerie ist, als dass er sich wie Maguire in einem todtraurigen Blick verlieren kann. Sein Spider-Man ist ein Gefangener, der nie bleiben kann, weil er immer schon die nächste MCU-Verabredung hat.

Maguire und Garfield versprechen dagegen eine deutlich aufregendere Zukunft. Sie haben ihre jeweiligen Versionen von Peter Parker greifbarer geformt als Holland. Die Rückkehr nach all den Jahren birgt gewaltiges Erzählpotential. Nur Sony hat das scheinbar (noch) nicht verstanden.

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