Nach Kevin Spacey-Rauswurf: So rettete Robin Wright House of Cards vor dem Aus

03.09.2018 - 09:45 UhrVor 2 Jahren aktualisiert
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House of Cards - S06 Teaser Trailer (English) HD
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Robin Wright in House of CardsAbspielen
© Netflix
Robin Wright in House of Cards
Nach den Belästigungsvorwürfen gegen Kevin Spacey stand House of Cards offenbar näher vor dem Aus, als wir es bisher angenommen haben. Doch dann schritt Robin Wright ein.

Als im Oktober vergangenen Jahres Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen Kevin Spacey laut wurden, zeigte sich Netflix "tief besorgt" ob der Anschuldigungen gegen seinen Hauptdarsteller in House of Cards. Kurz darauf folgte ein Produktionsstopp der Serie auf unbestimmte Zeit, woraufhin sich Netflix vom Darsteller des machthungrigen Frank Underwood trennte. In einem Interview mit Net-a-Porter  verriet Co-Star Robin Wright nun, dass die Serie nur knapp am vorzeitigen Aus vorbeischrammte. Die gebürtige Texanerin verkörpert Franks Ehefrau Claire, die in der finalen 6. Staffel im Zentrum der Geschehnisse stehen wird. Ihr ist es demnach zu verdanken, dass wir überhaupt noch eine Staffel zu Gesicht bekommen.

House of Cards im Angesicht der MeToo-Bewegung

House of Cards war einer Absetzung "sehr, sehr nahe", so Robin Wright in dem Gespräch. Im Zuge dessen verwies die Schauspielerin auf das gesellschaftliche Klima zu jener Zeit, in der die MeToo-Bewegung durch zahlreiche Belästigungs- bzw. Missbrauchsvorwürfe gegen teils große Namen der Industrie ins Rollen gebracht wurde, angefangen mit Produzent Harvey Weinstein:

Wegen des Klimas zu der Zeit. Die Luft war dick, weißt du. Harvey Weinstein ... Leute sagten: 'Wir müssen alles stilllegen oder andererseits wird es so aussehen, als würden wir diese Sache, die schmutzig ist, glorifizieren und ehren.'
Robin Wright und Kevin Spacey in House of Cards

Robin Wright und ihr Glaubenskampf für House of Cards

In Gesprächen mit Netflix um die Zukunft von House of Cards habe die Darstellerin, die auch als ausführende Produzentin beteiligt ist, um die Serie gekämpft, denn: "Unsere Serie ist nicht dreckig." Robin Wright habe an die Fertigstellung der Serie geglaubt, die schon vor dem Bekanntwerden der Vorwürfe gegen Kevin Spacey mit Staffel 6 enden sollte, wie eine Sprecherin des Streaming-Dienstes damals bekanntgab. Grund hierfür seien vor allem die Fans sowie die vielen Mitarbeiter gewesen. Während Berichte die Anzahl der Beteiligten an House of Cards auf 600 Leute beziffert hatten, sei die tatsächliche Zahl um ein Vielfaches höher gewesen:

Sie druckten, dass 'nur' 600 Leute ihre Arbeit verlieren würden, aber wenn man Sicherheit, Polizisten, Vor-Ort-Drehs in Baltimore und alles andere mit einschließt, hätten 2500 Leute ihren Job verloren. Und das ist nicht fair. Diesen Leuten die Sicherheit zu nehmen ... Sie haben nichts [Falsches] getan.
Robin Wright in House of Cards

Als ausführende Produzentin habe sich Robin Wright verantwortlich für alle Mitwirkenden an House of Cards gefühlt: "Ein gutes, hart arbeitendes Team. [Leute mit] Kindern auf dem College, zu ernährenden Kindern, zu bezahlenden Häusern. Komm schon!" Der Kampf hat sich offenbar ausgezahlt. Netflix veröffentlicht die letzten acht Episoden in einer symbolträchtigen Zeit, nämlich kurz vor den US-Halbzeitwahlen am 02.11.2018.

Werdet ihr euch die 6. Staffel von House of Cards ansehen?

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