Harley Quinn erobert das Kino: Margot Robbie ist der Superstar unserer Zeit

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09.02.2020 - 11:00 UhrVor 9 Monaten aktualisiert
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Von Martin Scorsese bis Quentin Tarantino - alle wollen sie mit Margot Robbie arbeiten. Kein Wunder, schließlich ist sie der Superstar unserer Zeit.

Quasi über Nacht hat sich Margot Robbie einen Platz in Hollywoods A-Riege gesichert. Wobei diese Formulierung vermutlich sogar noch ein Stück weit untertrieben ist. Momentan nämlich gibt es an Margot Robbie schlichtweg kein Vorbeikommen mehr. Vollkommen zu Recht, versteht sich, ist die Frau doch postwendend zum Superstar unserer Zeit aufgestiegen.

Nicht nur ist der Name Margot Robbie inzwischen fester Bestand der alljährlichen Award Season. Sie hat sich auch mit ihrem ikonischen Auftritt als psychopathische Harley Quinn in Suicide Squad geradewegs zum DC-Liebling heraufgeschwungen. Ein interessanter Spagat, der sich nun in Bombshell und Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn niederschlägt, die beide nur eine Woche versetzt voneinander in den Kinos anlaufen.

Superstar über Nacht: Margot Robbie und ihre schlagartige Weltkarriere

Nachdem Margot Robbie in der Zeitreise-Romanze Alles eine Frage der Zeit noch in einer kleinen Nebenrolle zu sehen war, engagierte sie der The Irishman-Macher Martin Scorsese im selben Jahr für sein exzessives Geld-Epos The Wolf of Wall Street. An der Seite von Leonardo DiCaprio meisterte die damals 23-Jährige ihre erste große Bewährungsprobe auf der Leinwand mit der leidenschaftlichen Souveränität einer Grande Dame.

The Wolf of Wall Street

Auch wenn es an dieser Stelle noch nicht für eine Oscar-Nominierung gereicht haben sollte, standen der australischen Schauspielerin nun alle (Hollywood-)Türen sperrangelweit offen. Ihre nächsten Projekte, das Endzeit-Drama Z for Zachariah, die Gauner-Komödie Focus sowie die Medien-Satire Whiskey Tango Foxtrott, erwiesen sich sicherlich nicht als cineastische Hochgenüsse. Sie lieferten aber die adäquate Vorbereitung, um Margot Robbie für ihre absolute Paraderolle warmlaufen zu lassen.

Selbstverständlich handelt es sich dabei um die Queen of Diamonds, Fables & Gotham: Harley Quinn. Kaum ein gutes Haar ließ das internationale Feuilleton an der Comic-Adaption aus dem Jahre 2016. In einem Punkt allerdings waren sich alle einig: Margot Robbie spielt Harley Quinn nicht nur, sie ist Harley Quinn.

Ihr unberechenbarer, von faszinierenden (Charakter-)Brüchen geprägter Wahnsinn, der die Lust an Zerstörung mit einer absonderlich mädchenhaften Fragilität kombinierte, erschuf eine neue Leinwand-Legende.

Ob als irrer Harlekin oder auf Schlittschuhen: Margot Robbie versetzt die Welt in Euphorie

Selbst einige vergessenwerte Ausrutscher wie Legend of Tarzan, Goodbye Christopher Robin oder der in Deutschland ausschließlich im Heimkino veröffentlichte Terminal - Rache war nie schöner konnten dem strahlenden Renommee Margot Robbies etwas anhaben. Ganz im Gegenteil: 2018 sollte bereits ihre (nächste) große Stunde schlagen, nachdem sie nicht nur Comic-Enthusiasten auf der ganzen Welt als Harley Quinn in Ekstase brachte.

I, Tonya

Ihre aufopferungsvolle, ungemein ambivalente Darstellung der amerikanischen Eiskunstläufern Tonya Harding in I, Tonya, erwies sich als weiterer Meilenstein innerhalb ihres Schaffens. Das zwiespältig-schmerzliche Porträt einer von ihrer Mutter (ebenfalls herausragend und Oscar-prämiert: Allison Janney) zu Höchstleistungen gedrillten Frau, die unbedingt den amerikanischen Traum leben soll, sich letztlich aber in einem waschechten Alptraum wiederfindet, brennt sich definitiv in das Gedächtnis seiner Zuschauer.

Hiermit lieferte uns Margot Robbie nicht nur den endgültigen Beweis, dem Anspruch einer nuanciert agierenden Charakter-Darstellerin mehr als nur gerecht zu werden. Sie brachte es auch zu ihrer ersten Oscar-Nominierung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin, musste letztlich aber gegen Frances McDormand und Three Billboards Outside Ebbing, Missouri den Kürzeren ziehen. Verschmerzbar, denn eines ist sicher: Auch in diesem Fall wird ihre Zeit kommen.

Ein zeitloses Idol: Margot Robbie bringt das Kino zum Strahlen

Im letzten Jahr sollte es dann – wer auch sonst – Quentin Tarantino sein, der in Once Upon a Time ... in Hollywood zwei Kino-Idole der Gegenwart und Vergangenheit aufeinandertreffen ließ. Margot Robbie nämlich schlüpfte in die Rolle der Sharon Tate und brachte den Saal des Lichtspielhauses derartig zum Scheinen, dass dem Zuschauer nicht nur die ungeheure Kraft des Medium Films vor Augen geführt wurde. Auch Margot Robbies Präsenz erwies sich ein weiteres Mal als schlichtweg berauschend.

Nun aber treffen wir wieder auf den Karriere-Balanceakt, den Margot Robbie seit jeher aufleben lassen darf: Als anarchische Anti-Prinzessin Harley Quinn wird sie in Birds of Prey erneut für Jubelchöre sorgen und über dem Film, mag er letztlich auch möglicherweise enttäuschend sein, mit einer geradezu angsteinflößenden Selbstsicherheit thronen.

Für Bombshell – Das Ende des Schweigen hingegen darf sie auf eine Oscar-Auszeichnung hoffen. Ob es am Ende für einen Goldjungen reicht, bleibt abzuwarten. Eine große Gewinnerin ist Margot Robbie aber so oder so.

Wie gut ist Birds of Prey? Hört den Podcast unserer Kollegen:

In ihrem Podcast Leinwandliebe  liefern sich unsere Kollegen von FILMSTARTS eine hitzige Diskussion darüber, ob Birds of Prey einen Kinobesuch wert ist oder nicht.

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Anlässlich des Birds of Prey-Starts wird in der neuen Folge von Leinwandliebe im Anschluss an die Diskussion über das DC-Abenteuer außerdem ein Blick in die Film-Zukunft der Comic-Schmiede geworfen, in der uns Blockbuster wie Aquaman 2, Black Adam und The Batman erwarten.

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