In Fluch der Karibik 3 überschlägt sich ein Schiff und es ist einfach der Wahnsinn

Fluch der Karibik 3
© Disney
Fluch der Karibik 3
23.01.2021 - 09:00 UhrVor 1 Monat aktualisiert
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In Fluch der Karibik 3 versteckt sich eine der besten Szenen der gesamten Reihe. Sie ist gleichermaßen verspielt wie episch - und fasst perfekt die Essenz der Reihe zusammen.

Als ich das letzte Mal über den Pirates of the Caribbean 3 geschrieben habe, bin ich zu dem Fazit gekommen, dass es der beste Fluch der Karibik-Film ist. Der Abschluss der ursprünglichen Trilogie führt bis ans Ende der Welt und gipfelt in einen gewaltigen Strudel, der jedes Piratenschiff zu verschlingen droht. Besonders eine Szene fasst die Essenz der Reihe für mich perfekt zusammen.

Die ultimative Fluch der Karibik-Szene in Teil 3

Im ersten Drittel von Fluch der Karibik 3 befinden sich Elizabeth (Keira Knightley), Will (Orlando Bloom) und Co. auf der Suche nach Jack Sparrow (Johnny Depp), der von Davy Jones' (Bill Nighy) furchteinflößendem Kraken verschluckt wurde. Am Ende der Welt werden sie fündig, denn dort führt ein unendlicher Wasserfall ins Jenseits, wo Jack in einer gottverlassenen Wüstenlandschaft haust und mit sich selbst spricht.

Nach der mehr oder weniger harmonischen Wiedervereinigung stellt sich die große Frage, wie die Pirat*innen dem trostlosen Ort der Einsamkeit entkommen. Ein Blick auf die Karte verrät: "Oben ist unten." So kryptisch dieser Hinweis klingt, Jack weiß ihn dank seiner ungezügelten Vorstellungskraft geschickt zu interpretieren. Er stachelt die Crew der Black Pearl an, das Schiff mitten im Ozean zum Kentern zu bringen.

Hier könnt ihr euch die Fluch der Karibik 3-Szene anschauen:

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Der wahnwitzige Einfall lässt uns einmal mehr den Geisteszustand des Piratenkapitäns infrage stellen. Doch Jacks verrücktes Manöver hat Erfolg: Die Pearl dreht sich um 180 Grad und treibt daraufhin kopfüber auf hoher See. Sobald die letzten Strahlen der untergehenden Sonne am Horizont verschwunden sind, fließen die Wassermassen - je nach Kameraperspektive - von unten nach oben oder von oben nach unten.

Die Drehung der Black Pearl ist Peak Fluch der Karibik

Es ist ein unglaublicher Moment, der keine Sekunde an vermeintlicher Logik interessiert ist, sondern sich komplett von der ausgestellten Bewegung mitreißen lässt. Die Drehung der Black Pearl steht stellvertretend für all die übertriebenen Augenblicke der Fluch der Karibik-Reihe, die dermaßen stark in Szene gesetzt sind, dass ihre Wahrhaftigkeit gar nicht zur Debatte steht. Meisterhaft orchestriert Gore Verbinski den Überschlag.

Aus einem neugierigen Blick ins Wasser wird eine unaufhaltsame Bewegung, die schließlich die komplette Piratenwelt auf den Kopf stellt. Figuren hasten über das Deck der Black Pearl, Kanonen rollen durch die Gegend und plötzlich kippt das Schiff - angestoßen von einem letzten Schubser seitens Hans Zimmer, der mit Up Is Down das perfekte Musikstück für die Szene geschrieben hat.

Fluch der Karibik 3

Zuerst tänzeln ein paar verspielte Noten um die vertrauten Motive der Fluch der Karibik-Reihe, ehe die Komposition ihre gesamte Kraft entfesselt und die unfassbare Bewegung der Szene glaubhaft macht. Aus etwas völlig Unscheinbaren entsteht etwas Gigantisches: Die Szene nimmt quasi vorweg, wie sich Fluch der Karibik 3 steigert und steigert, bis im tosenden Strudel im Finale alles auf dem Spiel steht.

Fluch der Karibik 3: (Alb-)Traumhafte Bilder zum Staunen

Gore Verbinski verlässt sich dabei nicht nur auf die nach wie vor extrem beeindruckenden CGI-Effekte. Viele weitere Elemente schaffen ein Gefühl für das wuchtige Pearl-Manöver, angefangen bei der Figurendynamik bis hin zu den aufmerksamen Beobachtungen der Kamera, die uns über jedes Detail an Bord der Pearl informieren. Besonders in Erinnerung bleibt die Kanone, die einen Matrosen unter sich zerquetscht.

Obwohl sich die Szene leichtfüßig und humorvoll entfaltet, kommt hier eine andere Qualität der Fluch der Karibik-Filme zum Vorschein: ihre Unangepasstheit. Klar, auf der einen Seite reden wir hier von millionenschweren Fantasy-Blockbustern, die kaum mainstreamiger sein könnten. Auf der anderen Seite tragen die ersten drei Filme eindeutig die Handschrift von Gore Verbinski und fallen mit ihrer Vorliebe für albtraumhafte Bilder auf.

Die Drehung der Black Pearl ist mehr als Spektakel, mehr als ein Trick. Die Konsequenzen der überwältigenden Bewegung verstecken sich in jedem einzelnen Frame. Auf das Staunen folgt das Mitfiebern. Denn nachdem wir wissen, wie es dem armen Matrosen ergangen ist, wirken die Bilder unter Wasser, in denen die Figuren orientierungslos nach etwas Handfestem greifen, noch dramatischer und aufwühlender.

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Was ist für euch die ultimative Fluch der Karibik-Szene?

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