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Ernüchternd: Die ersten Kritiken zu Die Eiskönigin 2 sind da

Die Eiskönigin - Trailer 3 (Deutsch) HD
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© Walt Disney
Frozen 2
15.11.2019 - 10:35 UhrVor 1 Jahr aktualisiert
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Nach den ersten Tweets fanden jetzt auch zahlreiche Filmkritiken zu Die Eiskönigin 2 ihren Weg ins Netz. Die internationale Presse hält sich mit Begeisterung aber eher zurück.

Die Disney Animation Studios setzen mit Frozen, hierzulande Die Eiskönigin, vor sechs Jahren ein Denkmal im Animationsgenre. Lediglich das ebenfalls durchgehend aus dem Computer stammende König der Löwen-Remake schaffte es seitdem, in dieser Kategorie die Schneekönigin-Interpretation an den weltweiten Kinokassen zu überholen. Nun will Teil 2 die Spitze zurück.

Dass Die Eiskönigin 2 mühelos die 1,27 Milliarden US-Dollar Einspielergebnis des Vorgängers übertreffen wird, kann man kaum bezweifeln. Vielmehr stellt sich die Frage, ob das heiß erwartete Sequel auch qualitativ mit seinem umjubelten Vorgänger mithalten kann? 7,1 von 10 Punkten gilt es, in der Moviepilot-Community zu knacken, doch was sagen die Kritiker zum neuen Frozen?

Zahlreiche Pressevertreter durften das jüngste Animationsspektakel aus dem Dornröschenschloss bereits begutachten und haben auch bereits ihre Meinungen ins Netz gestellt. Nach den ersten Twitter-Reaktionen daher nun eine Zusammenfassung der spannendsten Filmkritiken.

Frozen 2: Ein Film für die Generation Greta?

Für Peter Debruge von Variety  fühlt sich Die Eiskönigin 2 viel mehr wie eine Fortsetzung zu Pixars Merida als zum Debüt-Frozen an. Der neue Film wäre demnach ganz anders als sein Vorgänger, vor allem erwachsener und würde speziell gezielt eine von Greta Thunberg geprägte Jugend ansprechen. Dabei bezieht sich Debruge auf die beiden Geschwister Elsa und Anna, die mit den Konsequenzen aus dem Fehlverhalten ihrer Königsfamilie leben müssen und umso selbstbestimmter und individueller handeln.

Die Frozen-Helden gehen diesmal auf große Reise

Für Josh Spiegel von Slashfilm  steht fest: Das Frozen-Sequel toppt sogar seinen Vorgänger, da die Geschichte "kohärenter" sei und mehr Herz hätte. Vor allem Sidekick Olaf (Josh Gad), der natürlich auch wieder am Start ist, hat es dem Kritiker angetan. “Wer den sensiblen Schneemann mag, der auf liebevolle Umarmungen steht, der ist hier genau richtig.” Die größte Stärke der Disney-Produktion sei aber der grandiose Animationsstil, der einem “die Kinnlade herunterklappen” lassen soll.

In Die Eiskönigin 2 gibt es mehr Olaf

Auch Justin Chang von der Los Angeles Times  ist von Olaf, der im Deutschen von Hape Kerkeling vertont wird, fasziniert. Für ihn stellt der wohl berühmteste Schneemann der Welt einen “kindlich naiven Charakter mit einem angeborenen Talent der Selbstreflexion” dar und sei ein “wandelndes Plädoyer für positives Denken und geistige Gesundheit”.

Etwas nüchterner sieht es da schon der Hollywood Reporter . Kritiker Todd McCarthy meint enttäuscht: “Der Film hat alles, was man erwartet: Neue, griffige Songs, mehr Zeit mit sympathischen Figuren, starke Kulissen, süße kleine Gags, eine typische Heldenreise und weibliches Selbstbewusstein, wo hin man sieht - nur eben nichts Unerwartetes.”

Anna und Olaf voll im Mittelpunkt

Zwar würde der Titel erst auf überraschend düsteren Pfaden wandeln und hätte sogar das Zeug zu einem “The Revenant für Kinder” - in seinem weiteren Verlauf sollen die Macher jedoch den deutlich sichereren Weg einschlagen. All die Mühen, die in das Projekt gesteckt wurden, würde man der neuen Eiskönigin zwar anmerken, trotzdem fände sich bei einem eigentlich guten Rezept immer noch “ein Haar in der Suppe”.

Nach Let it Go: Die neuen Songs sind Geschmackssache

Für Entertainment Weekly -Autor Chrsitian Holub hat der Film eine schwere Aufgabe zu lösen. Denn er muss in die Fußstapfen eines Werkes treten, das "die Vorstellungskraft von Millionen von Kindern für immer geprägt hat". Teil 2 würde nun alles versuchen, um dem gerecht zu werden und um sich in Zeiten von Cinematic Universes "wie der Teil einer größeren Mythologie" anzufühlen.

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Letztendlich soll Die Eiskönigin 2 jedoch "seinem eigenen Schatten nicht entkommen". Vor allem zweifelt Holub daran, dass die neuen Songs so einschlagen werden, wie es noch bei Let it Go (bei uns Lass jetzt los) der Fall war. Auch Debruge von Variety resümierte zur Musik eher unsicher: "Die einen werden die neuen Songs lieben, andere schnell vergessen."

Alles in allem erwartet uns offenbar eine vor allem visuell gelungenen Fortsetzung, die sich auch teils von ihrem Vorgänger abhebt, aber eben mit diesem dann doch nicht ganz mithalten kann, wodurch sich Ernüchterung ausbreitet. Fans dürfen sich schon bald selbst ein Bild machen: Am 20. November 2019 startet Die Eiskönigin 2 bundesweit in den Kinos.

Was glaubt ihr? Wird Die Eiskönigin 2 noch besser als Teil Eins?

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