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Deutsche Schauspielhoffnung 2018: An Paula Beer kommt dieses Jahr niemand vorbei

Frantz/Transit/Bad Banks/Werk ohne Autor
© Warner Bros./EuroVideo/ZDF/Arte/Disney
Frantz/Transit/Bad Banks/Werk ohne Autor
17.12.2018 - 08:25 UhrVor 2 Jahren aktualisiert
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2018 setzte Paula Beer mit Transit, Bad Banks und Werk ohne Autor ihre bis dahin schon beeindruckende Karriere konsequent fort. Wir stellen euch die deutsche Schauspielerin vor.

Paula Beer hat ihrer Karriere 2018 mit den Kinofilmen Transit und Werk ohne Autor sowie der aufwändigen TV-Serie Bad Banks den nächsten Schub verliehen. Die 23-Jährige hatte jedoch auch schon vorher mit Filmen wie Frantz oder Das finstere Tal von sich reden gemacht. Entsprechend wird ihr auch schon der Sprung nach Hollywood prophezeit, und auch bei uns wird Paula Beer in diesem Jahresrückblick als die deutsche Schauspielhoffnung geführt. Wie stellen euch die Berliner Schauspielerin und ihre Arbeit von 2018 kurz vor.

Paula Beer und ihre zufällige Entdeckung auf dem Schulflur

Paula Beer wird am 01.02.1995 in Mainz geboren. Ihre Eltern, beide Künstler im Bereich der abstrakten Malerei, schreiben sie in eine Montessori-Schule ein, wo sie schon als Achtjährige der Theatergruppe beitritt. Mit zwölf Jahren zieht sie mit ihren Eltern nach Berlin. Dort engagiert sie sich vier Jahre lang im Jugendensemble des Friedrichstadt-Palastes.

Im Alter von vierzehn Jahren wird Paula Beer auf dem Schulflur aus Zufall von ein paar Schauspielagenten angesprochen und zum Casting für den Film Poll eingeladen. So erhält sie an der Seite von Edgar Selge ihre erste Hauptrolle. Nach dem Abitur zieht sie für einige Zeit nach Paris und sorgt 2014 mit dem Film Das finstere Tal erneut für Aufsehen. Für die französische Produktion Frantz (2016) erhält sie bei den Filmfestspielen von Venedig sogar einen Nachwuchspreis.

Paula Beer in Transit

Paul Beer: Mystisch, verhuscht und elegant in Transit

2018 spielt Paula Beer neben Franz Rogowski die Hauptrolle im Film Transit. Der Film von Christian Petzold feierte auf der Berlinale Premiere und wurde von den Kritikern, auch wegen der Leistung von Beer, gelobt. Sie spielt in dem Film, eine lose Verfilmung des gleichnamigen Romans von Anna Seghers, eine junge Frau namens Marie, die ihren Mann verlassen hat und hin- und hergerissen ist, ob sie sich mit ihm versöhnen soll. Sie weiß jedoch nicht, dass sich ihr Mann bereits das Leben genommen hat. Es ist ein Film über Flucht und das Flüchtige und so ist die Figur der Marie auch entsprechend mystisch angelegt. Paule Beer gelingt es mit ihrem verhuschten und gleichzeitig eleganten Spiel, diese Simmungsfacette des Films gekonnt zu transportieren.

Paula Beer in Bad Banks

Paula Beer: Ehrgeizig, kühl und skrupellos in Bad Banks

In Bad Banks verwandelt sich Paula Beer in eine junge, ehrgeizige Investmentbankerin und begibt sich in der sechsteiligen 1. Staffel der Serie ins Haifischbecken der skrupellosen Finanzwelt. Beer gelingt es die kühle, kalkulierende Karrierefrau, die ihren Platz in einer von Profitgier getriebenen Branche erst noch finden muss, mehr als glaubwürdig zu verkörpern. Entsprechend wird ihr erster Ausflug ins TV-Serienfach 2018 prompt mit dem Deutschen Schauspielpreis und einem Bambi ausgezeichnet. Mit der von ZDF und Arte koproduzierten Serie erreicht Paula Beer ein breiteres Publikum als mit ihren bisherigen Arthouse-Filmen und kann ihren Bekanntheitsgrad gehörig steigern. Bad Banks könnt ihr euch übrigens jetzt auch auf Netflix anschauen.

Paula Beer in Werk ohne Autor

Paul Beer: Ausdrucksstark, sinnlich und hollywoodreif in Werk ohne Autor

Schließlich erreichte im Herbst mit Werk ohne Autor ein groß gedachter deutscher Kinofilm mit Paula Beer in einer bedeutenden Nebenrolle die Lichtspielhäuser. Florian Henckel von Donnersmarcks dritter abendfüllender Spielfilm, der für das kommende Oscar-Rennen für Deutschland an den Start geht, erzählt die Geschichte des Malers Kurt Barnert. Der Film beginnt im Jahr 1937, mit Kurt als kleinem Jungen, der den Verlust seiner Tante an die Euthanasie-Maschinerie der Nazis verkraften muss. Als er später an der Kunstakademie in der DDR studiert, lernt er Elisabeth (Paula Beer) kennen und lieben. Er weiß jedoch nicht, dass ihr Vater derjenige war, der seine Tante hat töten lassen. In den 1960er Jahren flieht Kurt zusammen mit Elisabeth in den Westen, wo er an der Kunstakademie in Düsseldorf seine Bestimmung findet. Elisabeth muss fürchten, nach einer unsachgemäßen Abtreibung keine Kinder mehr bekommen zu können. Diese hatte ihr Vater vor Jahren durchgeführt, um das Paar auseinanderzutreiben.

Paula Beer in Frantz

Auch wenn Paula Beer nur in einer Nebenrolle auftritt, hinterlässt sie in Werk ohne Autor wie auch in ihren vorherigen Rollen einen bleibenden Eindruck. Es gelingt ihr trotz ihrer Jugend, den Figuren stets eine gewisse Reife mitzugeben. Dabei ist ihr Spiel äußerst ausdrucksstark, sinnlich und wird vom Flair eines potentiellen Hollywood-Stars umweht. So wurde die Berlinerin in der französischen Presse schon mit Romy Schneider verglichen. Sie selbst wirkt in Interviews jedoch überaus bodenständig. Dies unterstreicht auch die Tatsache, dass sie sich aus sozialen Medien nichts macht und weder ein Facebook- noch ein Instagram-Konto ihr eigen nennt, was ihrer Karriere sichtlich keinen Abbruch getan hat.

Was haltet ihr von Paula Beer als Schauspielerin?

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