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Abschied vom Praktikum: Den Hut nehmen und Danke sagen

Der Colonel zieht den Hut in Für ein paar Dollar mehr
© Constantin Film
Der Colonel zieht den Hut in Für ein paar Dollar mehr
30.06.2017 - 08:50 UhrVor 3 Jahren aktualisiert
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Nachdem ich drei Monate täglich Texte verfasst habe, fühle ich mich absolut leergeschrieben. Jetzt fällt mir nichts mehr ein, außer Danke zu sagen und mich auf den Weg zu machen.

Die vergangenen Tage über habe ich noch an diversen Thementexten gearbeitet. Gestern erschien einer zur Kraft von Jugendfilmen und nächste Woche dürft ihr euch über einen Geburtstagsgruß an Tom Cruise freuen. Entsprechend habe ich darin all meine Energie gelassen und kann zu meinem Abschied nichts anderes tun, als noch ein paar dankbare Grüße auszurichten.

Als erstes bin ich Ines, unserer Chefredakteurin, enorm dankbar, dass sie mir tatsächlich dieses Praktikum angeboten hat. Als ich mich letzten Herbst bewarb, wollte ich natürlich alles auf einmal haben und bat sie - ohne überhaupt eine Zusage zu haben - bereits, meinen Starttermin zu verschieben, weil ich davor noch unbedingt ein weiteres Praktikum bei einer politischen Organisation machen wollte. Zu meinem Erstaunen hat sie mir diese Sperenzchen durchgehen lassen. Am 03.04.2017 saß ich dann tatsächlich hier im Büro. Das weiß ich ehrlich zu schätzen.

Thementexte entstehen dank der Hilfe vieler Redakteure

Als ich hier angefangen habe, war es mir wichtig, die Chance zu bekommen, längere Texte und Meinungen - sogenannte Thementexte - auf meine eigene Art und Weise zu schreiben. Die Möglichkeit habe ich dann wirklich auch zuhauf erhalten; und oft durfte ich an ihnen feilen, anstatt wichtige News zu verfassen oder Klickstrecken anzulegen. Dieses Entgegenkommen hat mich sehr gefreut. Für das Verfassen der Texte selbst brauchte es aber die tatkräftige Unterstützung der Redakteure, deren Zeit und Geduld ich für viele Fragen und längere Feedback-Sitzungen in Anspruch genommen habe.

Abschied von Garance und Baptiste in Kinder des Olymp

Insbesondere Jenny bin ich dankbar für ihre Ehrlichkeit. Sie hat ein wirklich gutes Gespür für abstrakte Luftschlösser und blumige Irrwege. Ganz zu Anfang schrieb ich einen Thementext über Good Bye, Lenin! und war mir noch sehr unsicher. Jenny half mir, meine Gedanken zu strukturieren und vor allem zu kürzen. Mein Herz für Klassiker zu Kinder des Olymp wäre ohne sie wirklich nicht möglich gewesen. Auf dem Weg zur finalen Fassung machte sie mir mehrmals klar, was der Kern dieses Textes sein sollte und worauf es bei so einem Artikel ankommt.

Die meiste Zeit in meine längeren Arbeiten hat aber wohl Hendrik investiert. Fast keiner meiner Thementexte ist raus, ohne dass er zumindest einmal drübergeguckt hat. An meinem Portrait über Spike Jonze hat er großen Anteil, denn das war vor seinem Feedback noch eine äußerst gedankenverlorene Angelegenheit. Noch mehr seiner Arbeitszeit hat er aber in meine besonders langen Texte über Dokumentarische Biopics und Jugendfilme investiert. Mit immer wieder neuen Fassungen kam ich bei ihm an und er stand mir jedes Mal Rede und Antwort und erklärte mir, was daran überhaupt nicht funktionierte und verändert werden musste.

Manchmal sind es die Kleinigkeiten, die noch fehlen

Dazu bin ich ihm noch dafür dankbar, dass er Mein Herz für Klassiker zu Der Pate 2 sowie meinen Abschiedsgruß an Roger Moores James Bond poliert hat. Mein Stil kann sich gerne einmal in Nebensätzen und nebensächlichen Gedankengängen verlieren. Da hilft es, wenn jemand das ein wenig begradigt. Außerdem fand ich es schön, jedes Mal nach getaner harter Arbeit seinen "Like" oben auf der Seite vorzufinden.

Auch wenn ich mit Christoph nie direkt an einem meiner Texte gearbeitet habe, so war ich froh über viele seiner Notizen und Anmerkungen, die ihnen oft den letzten Schliff verliehen. Meine Herzen für Serie zu Horace and Pete und A Young Doctor's Notebook waren vor seiner Korrektur nicht so sauber lesbar, wie sie es jetzt sind. An den Portraits zu Fred Astaire und Tom Cruise hat er noch einmal Korrektur gelesen und viele Schwächen ausgemerzt. Wenngleich ich mit Andrea keinen meiner Texte länger analysiert habe, hat sie sowohl für Horace and Pete als auch für Kinder des Olymp wichtige Vorarbeit geleistet. Insbesondere bei letzterem wäre ich ohne ihre Hilfe erstmal tief in die falsche Richtung gelaufen.

Jetzt ist erst mal Schluss

Die letzten Monate habe ich so viele Filme gesehen und so viel Text getippt, dass ich erst einmal eine Pause brauche. Mein Kopf platzt, wenn ich auch noch einen Gedanken mehr über Film denken muss. Die nächsten Wochen werde ich erstmal nur Romane lesen und vielleicht eine Serie gucken. Vor allem aber werde ich kein Wort über Filme verlieren.

Das Dschungelbuch sagt auf Wiedersehen

Das liegt aber daran, dass ich bei der Arbeit hier im Team immer großen Spaß hatte und meine Motivation nie nachgelassen hat. Filme an sich sind immer noch mein größtes Hobby, auch wenn ich jetzt ein bisschen Abstand brauche. Da es mir große Freude bereitet hat, mich in längeren Texten über Filme und Geschichten auszulassen, habe ich mir fest vorgenommen, meinen Blog weiter zu betreiben und immer wieder etwas zu posten. Dann fehlt mir zwar die Unterstützung der Redaktion, aber ich werde trotzdem mein Bestes geben.

Zuletzt wollte ich mich noch bei der Community bedanken für die warmen Worte, die ich unter manchem Text, den ich geschrieben habe, lesen durfte. Es ist ein schönes Gefühl, wenn eine andere Person Freude an der eigenen Arbeit hat und das auch mitteilt. Wer immer diese Kommentare schreibt, seid euch sicher: Sie kommen an.

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