200-Millionen-Deal: Netflix, Amazon & Disney kämpfen um Game of Thrones-Schöpfer

26.07.2019 - 14:50 UhrVor 3 Jahren aktualisiert
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© HBO
Game of Thrones
Nach Game of Thrones werden die Schöpfer David Benioff und D.B. Weiss HBO verlassen. Es könnte die beiden in einem Megadeal zu Netflix, Amazon oder Disney ziehen.

Nach über acht Jahren endete im Mai die von David Benioff und D.B. Weiss kreierte Erfolgsserie Game of Thrones. Nach acht Staffeln Westeros werden die Schöpfer ihre langjährige Fernsehheimat HBO verlassen. Demnächst könnte es das Duo mit einem Megadeal Richtung Amazon, Netflix oder Disney ziehen.

Einem Bericht des Hollywood Reporter  zufolge könnte die Übereinkunft mit den Game of Thrones-Machern 200 Millionen US-Dollar schwer sein. Noch bis vor zwei Wochen seien die Amazon Studios der Favorit gewesen, die erst im April die Westworld-Macher Lisa Joy und Jonathan Nolan für 150 Millionen Dollar für fünf Jahre zu sich holten. Das Blatt habe sich nun aber gewendet.

Netflix vs. Amazon vs. Disney: Der heiße Tanz um die Game of Thrones-Schöpfer

Netflix sei nämlich mit einem "konkurrenzfähigen" Angebot wieder aufgetaucht. In jüngerer Zeit habe sich schließlich Disney in das Wettbieten um Game of Thrones' David Benioff und D.B. Wiess eingeschaltet.

D.B. Weiss, Jason Momoa und David Benioff am Set von Game of Thrones

Für die zum Mäusekonzern gehörende Produktionsfirma Lucasfilm arbeiten die beiden bereits an einer neuen Star Wars-Filmtrilogie, deren erster Teil am 14.12.2022 startet. Die neue Offerte umfasst einigen Stimmen zufolge einen Fernsehdeal mit FX sowie ein Filmangebot.

Zu teuer und wegen Star Wars: HBO hat sich schnell aus dem Rennen verabschiedet

Mit allen drei Umwerbern habe es bereits Treffen gegeben, jedoch sei der Abschluss eines Deals aktuell in weiter Ferne. Bereits zu einem früheren Zeitpunkt in diesem Jahr trafen sich die Game of Thrones-Macher mit großen Medienunternehmen. Dem Report zufolge gehörten hierzu der HBO-Mutterkonzern Warner Media, Disney, Comcast, Amazon und Apple.

Auch HBO selbst habe sich mit rechtlichen Vertretern seiner langjährigen Schützlinge getroffen, aber sich schnell darauf festgelegt, nicht in das Rennen einzusteigen. Dies liege zum einen am Volumen des Deals sowie an ihrer Vereinbarung mit Disney bezüglich der bevorstehenden Star Wars-Trilogie.

Gleichwohl wird HBO David Benioff und D.B. Weiss als Ausführende Produzenten bei allen Game of Thrones-Spin-offs nennen, obwohl sie daran nicht direkt beteiligt sind.

Star Wars 9: Der Aufstieg Skywalkers

Schon im Mai nach dem Game of Thrones-Finale äußerte sich HBO-Programmchef Casey Bloys gegenüber The Hollywood Reporter  und zeigte Verständnis für die aktuelle Suche Benioffs und Weiss' nach einer neuen Heimat: "Es ist eine großartige Zeit, ein Schöpfer zu sein. Leute öffnen Türen und werfen mit Geld um sich." Sie machten das Richtige, so Bloys.

Für HBO planten Benioff und Weiss die Dramaserie Confederate, die von einer alternativen amerikanischen Geschichte erzählt, in der sich die Südstaaten erfolgreich von der Union trennen und eine Nation bilden konnten, in der Sklaverei weiterhin legal ist. Nachdem Kritik laut wurde, machte Bloys vor einem Jahr noch Hoffnung, dass die Serie irgendwann erscheint. Was aus ihr vor dem Hintergrund eines Deals für die Game of Thrones-Schöpfer jenseits von HBO wird, bleibt abzuwarten.

Was erhofft ihr euch in Zukunft von den Game of Thrones-Machern?

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