Warcraft im TV: Darum ist die erfolgreichste Videospiel-Verfilmung ein Flop

18.11.2018 - 14:00 Uhr
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Warcraft The Beginning - Trailer 2 (Deutsch) HD
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© Universal
Warcraft: The Beginning
Heute strahlt RTL Warcraft: The Beginning im Free-TV aus. Auch wenn der Film die erfolgreichste Videospielverfilmung aller Zeiten ist, stellt er doch einen finanziellen Flop dar. Wir erklären euch die Gründe.

Von der Videospielverfilmung Warcraft: The Beginning, die RTL heute Abend um 20:15 Uhr ausstrahlt, versprachen sich Regisseur Duncan Jones und das Studio Universal ursprünglich einen garantierten Hit. Bei seiner Veröffentlichung 2016 schien der Film stark in diese Richtung zu gehen und entwickelte sich auch dank der Besucherzahlen in China zur erfolgreichsten Videospielverfilmung aller Zeiten. Nichtsdestotrotz hat sich Warcraft: The Beginning, den wir damals zu unseren schlechtesten Filmen 2016 zählten, im Nachhinein als Flop erwiesen. Nachfolgend erklären wir euch verschiedene Gründe, die zum finanziellen Versagen des Films führten.

Der finanzielle (Miss-)Erfolg der Videospiel-Verfilmung Warcraft

Weltweit spielte Warcraft: The Beginning gut 430 Millionen Dollar  ein. 89 Prozent davon stammen aus internationalen Einnahmen, von denen noch einmal gut die Hälfte alleine durch China erzielt wurden. Von diesen ungefähr 220 Millionen Dollar erhielt Universal jedoch nur ungefähr 25 Prozent zurück, weshalb das Studio trotzdem etwa 15 Millionen Verlust in Kauf nehmen musste. Weitere Gründe, weshalb sich Warcraft: The Beginning zu einem finanziellen Misserfolg entwickelte, bestehen aus der problembehafteten Produktionsgeschichte sowie kritischen Rezeption des Films.

Warcraft: The Beginning

Duncan Jones konnte seine Warcraft-Vision nicht umsetzen

Bevor Warcraft: The Beginning 2016 in die Kinos kam, befand sich der Film zuvor ganze 3,5 Jahre in einer mühsamen Phase aus Vorbereitungen, Verzögerungen, Dreharbeiten und Nachbearbeitungen. Duncan Jones sprach in einem Interview nach Erscheinen des Films darüber, dass er bei seiner Vision für die Verfilmung des Spiels, das er schon immer liebte, gewaltige Eingriffe durch das Studio Universal hinnehmen musste.

Als einen Tod durch 1000 Schnitte bezeichnete der Regisseur die Fassung, die letztlich fürs Kino angefertigt wurde und die deutlich kürzer sein soll als Jones' ursprünglich geplante Version. Damit reiht sich der Regisseur in eine moderne Tradition ein, bei der vielversprechende Indie-Regisseure wie Josh Trank bei Fantastic 4 hinter den Kulissen in einen großen Kampf mit dem Studio gerieten. Das Resultat in Jones' Fall schlug sich sogleich auf die Rezeption des Films nieder.

Warcraft: The Beginning

Kritiker straften den Warcraft-Film mit Verrissen

Wie aus einem Artikel von Rolling Stone  hervorgeht, war Warcraft: The Beginning von Duncan Jones von Anfang an als Film von einem Fan für Fans gedacht. Während sich diese dem Werk gegenüber anscheinend begeistert zeigten, blieben die restlichen Zuschauer sowie Kritiker bei der Euphorie außen vor. Der überwiegend vorgebrachte Kritikpunkt an Warcraft: The Beginning bestand folglich darin, dass sich die geschilderte Fantasy-Welt einem Publikum, das mit den Spielen nicht vertraut ist, kaum erschließen würde. Der Handlungsverlauf des Films wirkt derweil so, als würde der Zuschauer einem anderen Spieler tatenlos zuschauen.

Aufgrund der Verkettung der problematischen Produktionsgeschichte, der negativen Rezeption des Films und der finanziellen Situation im Zusammenhang mit China ist Warcraft: The Beginning zu einem gescheiterten Film geworden, dessen Zusatztitel vermutlich ins Leere laufen wird, da es um ein geplantes Sequel eher schlecht bestellt ist.

Was haltet ihr von Warcraft: The Beginning?

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