Von Spinnen und Motten

Top 7 der gigantischen Film-Monster

19.07.2013 - 08:50 UhrVor 8 Jahren aktualisiert
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Pacific Rim
© Warner
Pacific Rim
Mit Pacific Rim startete diese Woche ein echter Monsterfilm in den deutschen Kinos, in dem Kaijus gegen Jaeger kämpfen und diverse Städte in Schutt und Asche legen. Wir blicken deswegen auf die besten Monster der Filmgeschichte.

In Pacific Rim lässt Guillermo del Toro riesige Monster gegen riesige Roboter kämpfen und damit ist zum Inhalt eigentlich schon alles gesagt. Der Monsterfilm, ein Subgenre von Science Fiction- und Horrorfilm, hat eine lange Tradition, die bis in die Stummfilmzeit zurückreicht. Anlässlich des Kinostarts von Pacific Rim haben wir uns durch filmische Trümmerhaufen gewühlt, die Spuren riesiger Kreaturen verfolgt und sind auf einige Schätze gestoßen. Dabei zählte in der Vorauswahl vor allem die Größe. Gewaltiger als die menschlichen Helden sollen die Monster sein, weswegen etwa die Glibberwürmer aus Slither – Voll auf den Schleim gegangen oder die bösen Gremlins – Kleine Monster von vornherein ausgeschlossen waren.

Der Fokus sollte also auf die filmischen Vorfahren von Pacific Rim liegen. So wurden klassischere Horrorfilme von Frankenstein bis hin zu Der weiße Hai, Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt und Das Ding aus einer anderen Welt ausgeschlossen, was deren monstermäßige Qualität keineswegs mindern soll. Anlässlich der Kaiju-Attacken in Pacific Rim blicken wir also auf die größten, absurdesten und vor allem besten Film-Monster, die über die Jahre auf den Leinwänden dieses Planeten gebrüllt, gefaucht und geschnauft haben.

Platz 7: Tarantula
Bevor er eine langjährige Karriere im Fernsehen antrat, führte Jack Arnold bei einigen Klassikern des B-Films der 50er Jahre Regie. Zu seinen berühmtesten Werken zählen Gefahr aus dem Weltall, Der Schrecken vom Amazonas und Die unglaubliche Geschichte des Mister C.. Unser monsterverliebtes Herz gewann Jack Arnold allerdings durch den Science Fiction-Film Tarantula aus dem Jahr 1955, der neben überlebensgroßen Meerschweinchen (Meerschweinchen!) natürlich durch seine titelgebende Riesenspinne bezaubert, die Angriff auf eine Stadt in Arizona macht. Wer sein Herz an großes Ungeziefer verloren hat, sei zudem auf die Riesenameisen in Formicula verwiesen.

Platz 6: Mothra
Pacific Rim verbeugt sich vor den Kaiju eiga, japanischen Monsterfilmen, die sich nach dem Erfolg von Godzilla 1954 großer Beliebtheit erfreuten. Eine ganze Reihe weiterer Riesenviecher machte in der Folgezeit das Kino unsicher, darunter der dreiköpfige Drache King Ghidora, die Megaschildkröte Gamera und der Flugsaurier Rodan. Mit der Riesenmotte Mothra, die 1961 ihr erstes eigenes Kinoabenteuer bestritt (Mothra bedroht die Welt), kann es keiner von ihnen aufnehmen. Okay, vielleicht doch, immerhin handelt es sich hier um eine Motte, aber diese Tatsache allein und die Sehnsucht nach wenigstens einem halbwegs fluffigen Wesen in dieser Liste, sichert Mothra den sechsten Platz. Mothras Kraft ist im Übrigen nicht zu unterschätzen, denn die meist gute Schmetterlingsmotte besiegte den König der Kaiju schon mehrmals im Kino.

Platz 5: Gwoemul – Das Monster
Springen wir ein paar Jahrzehnte weiter, finden wir mit dem koreanischen Beitrag The Host von Joon-ho Bong eine erstklassige Modernisierung des Monsterfilms. Kombiniert mit einem Familiendrama wird durch die monströse Zerstörung in The Host auch ein satirischer Blick auf Südkoreas Politik nach Ende der Militärdiktatur geworfen, insbesondere die Beziehung des Landes zu den USA. Können die japanischen und amerikanischen Genrebeiträge aus den 50ern als Reaktion auf die Traumata und Ängste im Atomzeitalter gelesen werden, nimmt The Host diese Doppelbödigkeit des Monsterfilms auf, um einen durch und durch koreanischen Hit abzuliefern. Spaß macht der Streifzug der mutierten Kaulquappe übrigens auch.

Platz 4: Tyrannosaurus rex
Ursprünglich sollten Dinosaurier aus dieser Liste ausgeschlossen werden aus Angst vor einer unkontrollierten Dino-Überschwemmung, die jede Konkurrenz auf die hinteren Plätze verweist. Mit viel Selbstdisziplin und der Hoffnung auf eine Top 25 der besten Dinosaurier aller Zeiten wo gibt zum Kinostart von Jurassic World 2015 wurde dem entgegengewirkt. So findet sich auf Platz 4 der Tyrannosaurus rex aus Jurassic Park, der 1993 auf der Suche nach seinem Lieblingsfutter (Ziegen!) von aufdringlichen Wissenschaftlern, gierigen Anwälten und dauerplappernden Kinder-Nerds in die Ecke gedrängt wurde und leicht überreagierte. Wer kann es ihm verübeln? Unter anderem dank der animatronischen Modelle von Stan Winston leiden wir auch zwanzig Jahre später mit dem armen Karnivoren.

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