The Walking Dead: Maggies Rückkehr ist die einzige Hoffnung für das Serienfinale

The Walking Dead: Lauran Cohan als Maggie
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The Walking Dead: Lauran Cohan als Maggie
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Die Rückkehr von Maggie (Lauren Cohan) zu The Walking Dead ist schon länger bestätigt. Nun sieht es sogar so aus, dass nach der raschen Absetzung von Whiskey Cavalier Lauren Cohan noch früher zu der Serie zurückkehren wird als bisher gedacht. Dieser Umstand darf alle Fanherzen höherschlagen lassen.

Maggies Rückkehr bedeutet die Rettung von The Walking Dead

Zur Erinnerung: Lauren Cohan stieß in der 2. Staffel zur Serie, als Rick (Andrew Lincoln) und seine Gruppe auf Hershel Greenes Farm Zuflucht suchten. Maggie verliebt sich in Glenn (Steven Yeun) und die Beiden werden ein Paar. Später wird Maggie schwanger, kurz bevor Bösewicht Negan (Jeffrey Dean Morgan) ihren Freund Glenn theatralisch ermordet. Dieser Zwischenfall treibt einen tiefen Graben zwischen Rick und Maggie, die sich nach Hilltop zurückzieht und dort selbst Führungsambitionen entdeckt.

Dann jedoch endet Maggies Reise abrupt. Aufgrund vertraglicher Probleme schied Schauspielerin Lauren Cohan aus der Serie aus, ihrer Figur wurde aber ein Hintertürchen offengelassen - ähnlich wie Andrew Lincoln, der mit den The Walking Dead-Filmen zurückkehren wird.

Wie es das Schicksal so haben will, wird Lauren Cohan zukünftig wieder ein Teil der Serie sein. Es folgen vier Gründe, wieso das eine absolut willkommene Rückkehr ist. Vor dem Weiterlesen sei aber gewarnt: Es folgen milde Spoiler für Maggies Handlungsstrang in den Comics.

Maggie verleiht The Walking Dead mehr Gewicht

Serien sind der neue Roman. Das serielle Erzählen lebt von seiner Langlebigkeit und innigeren Auseinandersetzung mit den Charakteren, die über Jahre Teil des Wohnzimmers werden. Dabei ist die Dauer nicht dringend notwendig, manche Figuren spielen sich binnen kürzester Zeit in die Herzen der Zuschauer. Aber gerade eine lang angelegte Serie wie The Walking Dead profitiert davon, dass wir die Figuren über einen langen Zeitraum in der Zombie-Apokalypse begleiten.

Wie oft wird beispielsweise Carols (Melissa McBride) Entwicklung für die Genialität der Serie herangezogen? Und die Fans liegen richtig: Hätte die Figur nicht so lange überlebt, hätte Carol sich nicht glaubhaft von einer misshandelten Ehefrau zur Badass-Zombie-Queen entwickeln können.

The Walking Dead verlor in den letzten Staffeln viele Hauptcharaktere. Das allein kann einer Serie schaden. Hinzu kommt aber der Umstand, dass viele dieser Figuren noch zentrale Rollen im Endspiel zu erfüllen hätten. Rick, Carl, Dwight, Andrea, Maggie und bald auch Michonne sind entweder durch den Tod oder andere Umstände aus der Handlung ausgeschieden, dabei wären die Figuren bei einer treuen Adaption des Comics in zukünftigen Staffeln dringend benötigt. Das wäre ungefähr so, als hätte Game of Thrones Tyrion Lannister in der 4. Staffel abnippeln lassen.

Neue Figuren können diese Rollen sicher übernehmen, aber nie ganz zufriedenstellend ausfüllen. Priester Gabriel (Seth Gilliam) mag sicherlich seine Fans haben, aber niemand ist doch ernsthaft emotional in den Ausgang seiner Geschichte investiert. Maggie, mit denen die Zuschauer seit fast einem Jahrzehnt mitleiden, ist einfach Teil einer ganz anderen Kategorie.

Maggie hat noch eine Rechnung mit Negan offen

Mit dem angekündigten Abschied Lauren Cohans wurde der Handlungsstrang von Maggie auf die Überholspur gesetzt. Die Autoren traten aufs Gaspedal, um die wichtigsten Eckpunkte der Comicvorlage noch vor dem Ausscheiden abzuhaken. Wirklich gepasst hat das nicht, aber es ging nicht anders.

Dass Glenn nicht gerächt, sondern Negan in eine Zelle wandern sollte, kam für sie nicht infrage. Zuvor wurde Maggies emotionaler Bruch mit Rick noch im Finale der 8. Staffel verfestigt. Ultimativ stellte sie zeitgleich mit Ricks vermeintlichem Tod aber fest, dass er richtig lag. Diese Erkenntnis trägt die Figur in neue Geschichten. Gleichzeitig markieren Lauren Cohans vertraglichen Probleme das vorzeitige Ende von Maggies Arc.

Negan werden aber nach dem Zeitsprung diverse Privilegien freigestellt, inklusive Freigang und Gartenarbeit. Langfristig bildet sich womöglich hier sogar eine Kritik des amerikanischen Justizsystems heraus, indem Negan nicht die Todesstrafe, sondern die Chance zur Rehabilitation erhält. Wie würde Maggie damit umgehen?

Das Aufeinandertreffen der Figuren im Midseason-Finale kann nur ein Zwischenfazit gewesen sein; das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Die Figuren sind schicksalshaft miteinander verbunden und die Autoren brauchen Maggie, um Negans Geschichte schlüssig abzuschließen.

Maggies Herz erhält eine zweite Chance

In The Walking Dead dreht sich seit einigen Staffeln alles um den Wiederaufbau. Der potenziell endloseZyklus aus neuen Unterkünften, neuen Gefahren und der Flucht zu neuen Ufern wurde von Autor Robert Kirkman durchbrochen. Seine Figur Rick Grimes glaubte an eine bessere Zukunft, an eine zweite Chance der Menschheit.

Glenns brutaler Tod war eine traumatische Erfahrung für alle, für Maggie natürlich ganz besonders und das in unterschiedlicher Hinsicht. Die schwangere Frau musste ihr Kind allein zur Welt bringen und ohne ihren Mann in Hilltop zurechtkommen. Mit Jesus' Tod verlor sie erneut eine rechte Hand und den Mann, der treu an ihrer Seite half.

Wäre es nicht schön, wenn Ricks Hoffnung auch für Maggie gilt und wenigstens eine Figur mal ein Happy End bekommt? Maggie dürfte nach all den Jahren vielleicht bereit sein für eine neue Liebe. Robert Kirkman gab seiner Figur eine zweite Chance und auch Showrunnerin Angela Kang hat bereits angekündigt, dass entsprechende Comicfiguren in der 10. Staffel eingeführt werden.

Maggies kontroverses Comic-Schicksal wird real

Der Trailer zur neuen The Walking Dead-Serie sieht nicht nur nach einem charmanten Mix à la Stand by Me - Das Geheimnis eines Sommers mit Zombies aus, sondern spielt auch in der weit entfernten Zukunft des Franchises. Die Serien spielen zwar zu unterschiedlichen Zeiten, sind aber alle Teil des gleichen Universums. Die Prämisse des Trailers schmiegt sich klar an das Ende des Comics, in dem Maggie - ohne zu viel zu verraten - eine sehr wichtige und imposante Rolle spielen wird.

Nun muss es natürlich nicht Maggie sein, die in dieser Rolle fungiert. Doch Kirkman gelang mit ihrer Entwicklung ein erschreckender Kniff, der trotzdem viel Mitleid und Kontroversen hervorrief. Dies funktioniert am besten bei einer Figur, die dem Zuschauer bereits lange vertraut ist. Dazu spielt auch ihr Sohn Hershel eine ganz entscheidende Rolle, deren ebenso schmerzliche Auflösung eine neue Perspektive auf Glenns Tod eröffnet.

Schlussendlich könnten die Autoren von The Walking Dead also wie schon immer die gleichen Handlungsstränge, teilweise Punkt für Punkt, aus dem Comic erzählen und dabei eine treue Adaption kreieren, dabei jedoch andere Figuren verwenden. Wodurch sich natürlich alles wieder verändert, positiv wie negativ. Es ist aber gut, dass sie dies in Maggies Fall nicht mehr müssen.

Es ist gut, dass The Walking Dead Lauren Cohan wiederhat.

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