The Jungle Book - Zeichentrick- und CGI-Figuren im Vergleich

Die Poster zum Zeichentrick-Dschungelbuch und dem CGI-Jungle Book
© Walt Disney
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Update, 25.12.2018: Heute Abend zeigt ProSieben um 18:10 Uhr Disneys Remake The Jungle Book, der kürzlich am 09.12. seine Free-TV-Premiere feierte. Aus diesem Anlass haben wir den folgenden Artikel vom 15.04.2016 noch einmal hervorgeholt.

Mit The Jungle Book setzt Disney seine erfolgreiche Reihe von Realfilm-Adaptionen bzw. -Variationen ihrer Zeichentrick-Klassiker fort, die mit Alice im Wunderland begann und zuletzt Cinderella hervorbrachte. Wobei Realfilm bei The Jungle Book nicht ganz richtig ist, denn außer dem von Neel Sethi dargestellten Mogli stammt alles aus dem Computer: Tiere, Dschungel, Himmel, Höhlen.

Gerade deshalb ist es interessant, zu sehen, für welches Design der Figuren aus Bits und Bytes sich die Computerkünstler jeweils entschieden haben. Wie sehr die bekannten Figuren in ihrer CGI-Variante ihren Zeichentrick-Vorgängern aus Das Dschungelbuch nach der Vorlage von Rudyard Kipling ähneln bzw. sich von diesen unterscheiden, haben wir für euch im Folgenden zusammengestellt.

Baghira der Panther

Der Panther Baghira ist seinem gezeichneten Vorbild fast wie aus dem Gesicht geschnitten. Gelb leuchtend die Augen, schwarz das Fell (wenn auch in der CGI-Version mit einem deutlich seidigeren Schimmer versehen), zweifelnd bis verschlossen der Gesichtsausdruck. In der neuen Originalfassung von The Jungle Book spricht ihn Ben Kingsley, auf Deutsch Joachim Król. Im Zeichentrick-Dschungelbuch waren es 1967 Sebastian Cabot bzw. Joachim Cadenbach.

Balu der Bär

Balu der Bär sieht in seiner CGI-Form seinem Zeichentrick-Vetter hingegen nicht ganz so ähnlich: Der Kopf ist deutlich runder und felliger, die Ohren sitzen weiter oben, und vor allem ist sein computergeneriertes Fell viel, viel flauschiger und wuscheliger als der handgezeichnete Pelz. Zumindest auf dem obigen Bild wartet er jedoch mit einem Gesichtsausdruck auf, der ebenso viel Freude an Gemütlichkeit suggeriert wie im 1967er Dschungelbuch, wenn auch ein wenig resignierend. Statt Phil Harris spricht ihn nun Bill Murray, auf Deutsch Armin Rohde statt Edgar Ott.

Kaa die Schlange

Noch größer fällt der Unterschied bei Kaa der Schlange aus: Saßen deren Augen in der Zeichentrick-Version oben auf ihrem Kopf, befinden sie sich in der CGI-Variante anatomisch korrekt an der Seite des Schädels. Eine noch wesentlich tiefgreifendere Veränderung lässt sich auf Bildern hingegen nicht wahrnehmen: Aus dem männlichen Python der Dschungelbuch-Romane und der Zeichentrickversion ist ein Weibchen geworden, dem im Original Scarlett Johansson ihre Stimme leiht, in der deutschen Version Jessica Schwarz. 1967 waren es hingegen Sterling Holloway bzw. Erich Kestin.

King Louie der Affe

Affenkönig King Louie weist wohl die größten Abweichungen zum Vorbild auf: Statt einem Sumatra- ähnelt er nun eher einem Borneo-Orang-Utan. Außerdem ist er, wie hier nicht zu sehen ist, von wesentlich gewaltigerer Statur als der gezeichnete Louie. Vor allen Dingen verfügt der CGI-Affenkönig unverkennbar über die Augen seines US-Sprechers Christopher Walken, während die 1967er-Variante Louis Prima nicht so sehr ähnelte. In Rudyard Kiplings Dschungelbuch-Romanen taucht King Louie wiederum überhaupt nicht auf. In Deutschland schlüpft Christian Berkel statt Klaus Havenstein stimmlich in die Affenrolle.

Shir Khan der Tiger

Gegen die Bedrohlichkeit des computeranimierten Tigers Shir Khan wirkt der handgezeichnete fast wie ein fluffiges Schoßhündchen. Wären die ebenso zahlreichen wie riesigen Zähne und der furchteinflößende Gesichtsausdruck nicht schon genug, vermittelt darüber hinaus sein kaputtes Auge, dass die Raubkatze nicht zum Scherzen aufgelegt ist. Die Stimme von Idris Elba bzw. Ben Becker dürfte ihr Übriges tun, wobei sie George Sanders bzw. Siegfried Schürenberg aus dem gezeichneten Dschungelbuch ersetzt.

Raksha die Wölfin

Wölfin Raksha hat im CGI-Dschungelbuch nicht nur eine wesentlich größere Rolle als im gezeichneten, sondern auch deutlich kuscheligeres und helleres Fell. Hinzu kommt, dass Raksha 1967 nicht einmal eine Sprechrolle hatte, in der neuen Dschungelbuch-Variante hingegen von Lupita Nyong'o bzw. Heike Makatsch vertont wird.

Mogli der Mensch

Das einzige Wesen aus Fleisch und Blut im neuen Dschungelbuch, Mogli der Mensch, weist gleichzeitig die wohl größte Ähnlichkeit mit seinem Zeichentrick-Verwandten auf. Das Gesicht, die Frisur, der Körper: Wüsste man nicht, dass es sich um Schauspiel-Newcomer Neel Sethi handelt, könnte man glatt vermuten, hier hätten sich die CGI-Künstler selbst übertroffen. Im Zeichentrickfilm lieh Bruce Reitherman Mogli die Stimme, seines Zeichens Sohn des Regisseurs Wolfgang Reitherman. Neel Sethi wird auf Deutsch von Pablo Ribet-Buse synchronisiert.

Welche Paarung von CGI- und Zeichentrick-Figur aus The Jungle Book ist euer Favorit?

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