Marvel-Erfolgsrezept: Avengers 4-Autoren verraten die wichtigsten Geheimzutaten

04.11.2019 - 12:15 UhrVor 1 Jahr aktualisiert
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Avengers: Endgame - Trailer 2 (English) HD
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© Disney
Avengers 4: Endgame
Der Erfolg des großen MCU-Höhepunkts Avengers: Endgame ist ein Meilenstein der Filmgeschichte. Was diesen Erfolg ausmacht, erklärten jetzt die Autoren des erfolgreichsten Avengers-Films.

Im Kino führt spätestens seit Avengers 4: Endgame einfach kein Weg mehr an Marvel vorbei. Wie es aussieht, werden wir auch in den kommenden Jahren bis zum Overkill mit der inzwischen so vertrauten Superheldenkost gefüttert. Denn Marvel verkauft sich in unvergleichlich erfolgreichem Ausmaß. Für diesen Mega-Erfolg gibt es laut den Autoren von Avengers 4 ein paar ganz spezielle Geheimzutaten, die sie jetzt näher erläuterten.

Marvel-Filme haben eine Erfolgsformel - mit drei Geheimzutaten

Obwohl die Superhelden und ihre formelhafte Übernahme des Kinos von großen Meistern wie Martin Scorsese und Francis Ford Coppola heftig kritisiert wurden, sind nach wie vor Milliarden Menschen gefesselt von Marvel-Filmen. Sie scheinen irgendetwas besser oder zumindest anders zu machen als andere Heldengeschichten.

Die Endgame-Autoren Stephen McFeely und Christopher Markus, die ihr Werk bereits vor der Erfolgskritik verteidigten, erklärten nun im Interview mit Deadline , was ihrer Meinung nach die Erfolgsformel für Marvel-Filme ausmacht. Laut Markus und McFeely sind diese vor allem aus drei Gründen so ansprechend:

  • Das Erzählen einfacher, kleiner Geschichten in aufregendem, großem Rahmen.
  • Die Entfernung von der geheimen Superhelden-Identät.
  • Die Schwächen und Stärken ihrer Charaktere.
Avengers 4: Endgame

Marvel erzählt von der Menschlichkeit im Superhelden

Zunächst einmal seien die Geschichten in Avengers 4 und eigentlich dem gesamten MCU nichts Ausgefallenes. Vielmehr seien sie getrieben von den kleinsten, aber auch wichtigsten menschlichen Konflikten, die laut Markus mithilfe des Superhelden-Genres sehr viel beeindruckender und emotionaler in Szene gesetzt werden könnten:

Man kann sich das Genre als einen Verstärker für eine kleine, menschliche Geschichte vorstellen.

Dann sei es ein entscheidender Schritt gewesen, dass man sich (außer im Fall von Peter Parker) gänzlich von der Geheimidentität der Helden gelöst habe. Das begann bereits 2008 im ersten MCU Film Iron Man.

McFeelys Schätzung nach müsse ein Superheld mit geheimer Identität etwa ein Drittel seiner Geschichte mit dem Wahren dieses Geheimnisses verbringen, was die Erzählmöglichkeiten massiv einschränke. Durch die Verabschiedung von diesem Konzept habe Marvel sehr viel mehr Freiheiten.

Anders als Spider-Man müssen MCU-Helden ihre Identität nicht verstecken.

Zu guter Letzt zollten die Endgame-Autoren Stan Lee ihren Respekt. Er habe etabliert, dass oft die Schwäche eines Helden gleichzeitig seine größte Stärke sei. So brächte Captain America bzw. Steve Rogers seine Sturheit und Verbissenheit immer wieder Ärger ein, mache ihn aber auch zum Fels in der Brandung, der niemals aufgibt.

Diese Formeln scheinen sich tatsächlich durch alle MCU-Filme zu ziehen. Ob sie wirklich allein für den gigantischen Erfolg der Marvel-Werke verantwortlich sind, ist natürlich nicht gesagt. Wir werden sehen, ob sie sich in der nächsten Geschichte aus dem MCU wiederfinden: Black Widow startet am 30. April 2020.

Wie ansprechend findet ihr die Erfolgsformel der Marvel-Filme?

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