Legend of Tarzan und 14 Reboots, die kein neues Franchise geboren haben

Reboots der 2010er Jahre
© Warner/Paramount/Universal
Reboots der 2010er Jahre
Moviepilot Team
Beeblebrox Matthias Hopf
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Redakteur bei Moviepilot. Schaut zu viel ins Internet, mag den Weltraum und fühlt sich auf Tatooine genauso zu Hause wie in Hogwarts und Mittelerde.

Wer in Hollywood gerade kein Franchise wie das Marvel Cinematic Universe besitzt, das einen erfolgreichen Blockbuster nach dem anderen produziert, muss sich nur in seinem Rechtekatalog umschauen oder gegebenenfalls eine Lizenz einkaufen und eine alte Marke zu neuem Leben erwecken. Jedes Jahr erwarten uns zahlreiche Remakes und Reboots aus der Traumfabrik, doch nicht alle finden ihr Publikum. Legend of Tarzan, die heutige Free-TV-Premiere um 20:15 Uhr auf ProSieben, gehört dazu.

Ungeachtet seiner Qualität konnte der Abenteuerfilm mit Alexander Skarsgård und Margot Robbie an den Kinokassen nicht überzeugen, wodurch die Gerüchte hinsichtlich potentieller Fortsetzungen schlagartig verstummten. Passend dazu haben wir 14 weitere Reboots der 2010er Jahre herausgesucht, die ihrerzeit durchaus für Schlagzeilen sorgten, bisher aber keine neue Filmreihe oder ein Franchise zum Vorschein gebracht haben.

Gescheiterte Reboots: Nightmare on Elm Street (2010)

  • Produktionsbudget: 35 Millionen Dollar
  • Einspielergebnis: 115 Millionen Dollar

Nach dem Freitag der 13.-Remake von Platinum Dunes folgte 2010 mit A Nightmare on Elm Street der Neuaufguss einer weiteren beliebten Horrorreihe. Obwohl der damalige Watchmen-Star Jackie Earle Haley eine durchaus vielversprechende Besetzung für Freddy Krueger war, versandete das Reboot genauso wie die lahme Jason Voorhees-Wiederbelebung.

Gescheiterte Reboots: Total Recall (2012)

  • Produktionsbudget: 125 Millionen Dollar
  • Einspielergebnis: 198 Millionen Dollar

Das Original mit Arnold Schwarzenegger ist ein Kultfilm. Der durchwachsene Total Recall von Len Wiseman vermochte jedoch keineswegs die kernige Attitüde von Paul Verhoevens Science-Fiction-Film für eine neue Generation in Position zu bringen. Das enttäuschende Einspielergebnis erstickte jegliche Sequel-Pläne im Keim.

Gescheiterte Reboots: Dredd (2012)

  • Produktionsbudget: 50 Millionen Dollar
  • Einspielergebnis: 35 Millionen Dollar

Ein Dredd-Universum mit Karl Urban? Nach diesem starken Reboot wäre das ein Traum gewesen, doch an den Kinokassen ging der sagenhafte 3D-Film komplett unter. Jahre später ist die Fangemeinde zwar immer noch vorhanden, doch auf ein Sequel sollten wir uns keine Hoffnungen mehr machen, zumal sich aktuell die Serie Judge Dredd: Mega City One auf dem Vormarsch befindet.

Gescheiterte Reboots: RoboCop (2014)

  • Produktionsbudget: 100 Millionen Dollar
  • Einspielergebnis: 242 Millionen Dollar

Schon wieder Paul Verhoeven: So ikonisch die Science-Fiction-Filme des niederländischen Regisseurs sind, so wenig war den Neuauflagen seiner Werke bisher ein längeres Leben vergönnt. RoboCop ereilte das gleiche Schicksal wie Total Recall, sodass sich inzwischen schon das nächste RoboCop-Reboot in Planung befindet.

Gescheiterte Reboots: Jack Ryan: Shadow Recruit (2014)

  • Produktionsbudget: 60 Millionen Dollar
  • Einspielergebnis: 135 Millionen Dollar

Nach Harrison Ford, Alex Baldwin und Ben Affleck schlüpfte Chris Pine in die Rolle des CIA-Analysten Jack Ryan. Inszeniert von Kenneth Branagh, der mit Thor und zuletzt Mord im Orient Express bewiesen hat, dass er eine Filmreihe starten kann, wusste Jack Ryan: Shadow Recruit allerdings in keinem Aspekt zu überzeugen und geriet dank Tom Clancy's Jack Ryan von Amazon endgültig in Vergessenheit.

Gescheiterte Reboots: Fantastic 4 (2015)

  • Produktionsbudget: 120 Millionen Dollar
  • Einspielergebnis: 167 Millionen Dollar

Die Kritiker waren unbeeindruckt, das Publikum ebenso - und dann ging Josh Tranks durchaus interessantes Fantastic Four-Reboot an den Kinokassen baden, von dem Chaos hinter den Kulissen ganz zu schweigen. Obwohl ein Sequel zu Fantastic 4 schon von 20th Century Fox angekündigt wurde, verschwand dieses im November 2015 aus dem Terminkalender. Ein neues Reboot unter Disney ist nur noch eine Frage der Zeit.

Gescheiterte Reboots: Terminator: Genisys (2015)

  • Produktionsbudget: 155 Millionen Dollar
  • Einspielergebnis: 440 Millionen Dollar

Obwohl sich bereits Terminator: Die Erlösung nicht zwischen Reboot und Fortsetzung entscheiden konnte, sahen die Macher von Terminator 5: Genisys großes Potential für eine neue Trilogie mit Emilia Clarke als Sarah Connor. Doch ein Jahr später distanzierte sich die Hauptdarstellerin von dem Projekt, ehe ein sechster Film als direkte Fortsetzung zu Teil 2 angekündigt wurde.

Gescheiterte Reboots: The Transporter Refueled (2015)

  • Produktionsbudget: 22 Millionen Dollar
  • Einspielergebnis: 72 Millionen Dollar

Drei Filme und eine Serie war das Transporter-Franchise stark, bevor Ed Skrein in die Fußstapfen von Jason Statham trat. Nach The Transporter Refueled gefragt hatte aber keiner, und so verschwand das vergessenswerte Reboot trotz internationalem Erfolg genauso schnell von der Leinwand, wie es dort aufgetaucht war.

Gescheiterte Reboots: Mad Max: Fury Road (2015)

  • Produktionsbudget: 150 Millionen Dollar
  • Einspielergebnis: 378 Millionen Dollar

Neue Schauspieler, alte Mythologie: Ähnlich wie Terminator balancierte Mad Max: Fury Road auf dem schmalen Grat zwischen Fortsetzung und Reboot. Entgegen aller künstlerischen Erfolge, die George Miller mit seiner gewaltigen Bestie von Actionfilm feiern konnte, lässt die offizielle Ankündigung einer offiziellen Fortsetzung aus den unterschiedlichsten Gründen bis heute auf sich warten.

Gescheiterte Reboots: Ghostbusters (2016)

  • Produktionsbudget: 144 Millionen Dollar
  • Einspielergebnis: 229 Millionen Dollar

Den weiblichen Ghostbusters blieb wirklich nichts erspart. Seit seiner Ankündigung kämpfte Paul Feigs Reboot gegen Vorurteile aufgebrachter Fans und musste sich schließlich auf finanzieller Ebene an den Kinokassen geschlagen geben, sodass inzwischen von einem Ghostbusters 3 mit der alten Besetzung die Rede ist. Hoffentlich erfährt wenigsten Ocean's 8 ein besseres Schicksal.

Gescheiterte Reboots: King Arthur: Legend of the Sword (2017)

  • Produktionsbudget: 175 Millionen Dollar
  • Einspielergebnis: 148 Millionen Dollar

Ein gigantischer Flop für Warner, der eigentlich Startschuss des nächsten großen Fantasy-Franchise werden sollte: King Arthur: Legend of the Sword war wohl für keinen der Beteiligten eine erbauliche Erfahrung, vor allem aber nicht für das Studio, das sich die Arthussage schon als pralles Cinematic Universe mit Spin-offs und Sequels ausgemalt hatte.

Gescheiterte Reboots: Power Rangers (2017)

  • Produktionsbudget: 100 Millionen Dollar
  • Einspielergebnis: 142 Millionen Dollar

Power Rangers ist sicherlich nicht der schlechteste Film, der bei einer Leinwand-Adaption der gleichnamigen Fernsehserien herauskommen hätte können. Eine Storyline für sechs Filme wurde ganz bescheiden geplant. Wie es aussieht, kommt aber nicht einmal der zweite Teil in die Kinos. Da ist das Reboot von Hasbro schon eher in Reichweite.

Gescheiterte Reboots: Die Mumie (2017)

  • Produktionsbudget: 125 Millionen Dollar
  • Einspielergebnis: 409 Millionen Dollar

Der prophezeite Totalausfall ist Die Mumie an den Kinokassen nicht geworden, ein Motivationsschub für die Verantwortlichen des kurz zuvor großspurig angekündigten Dark Universe von Universal blieb trotzdem aus. Zwar gibt es hier und da noch ein Lebenszeichen der Monster, vorerst kann diese Unternehmung jedoch als gescheitert angesehen werden.

Gescheiterte Reboots: Tomb Raider (2018)

  • Produktionsbudget: 94 Millionen Dollar
  • Einspielergebnis: 274 Millionen Dollar

Tatsächlich war das Tomb Raider-Reboot mit Alicia Vikander in der Hauptrolle rund 20 Millionen Dollar günstiger in der Produktion als der erste Film mit Angelina Jolie und konnte es auf das gleiche Einspielergebnis bringen. Ein Großteil der Einnahmen stammte jedoch nicht aus den USA. Seitdem ist es erschreckend ruhig um die Videospielverfilmung geworden.

Von welchem Reboot hättet ihr euch eine Fortsetzung gewünscht?

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