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Johnny Depp laut Forbes zum zweiten Mal in Folge überbezahltester Schauspieler

08.12.2016 - 11:00 UhrVor 5 Jahren aktualisiert
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Pirates of the Caribbean: Dead Men Tell No Tales - Teaser (Englisch) HD
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Johnny Depp in MortdecaiAbspielen
© Studiocanal
Johnny Depp in Mortdecai
Dass Superstars in Hollywood exorbitante Gagen bekommen, ist kein Geheimnis. In der Regel lohnt sich die Investition für das Studio auch. Bei Johnny Depp jedoch nicht.

Schauspieler wie Johnny Depp oder Will Smith haben lange und hart daran gearbeitet, an den Ruf zu kommen, den sie heute genießen. Beide haben eine derart lange Geschichte voll mit ausgewiesenen Kino-Hits, dass es kein Problem für sie ist, achtstellige Gagen für ihre neuen Filme zu fordern. Das könnte laut einer Untersuchung von Forbes  jedoch mittlerweile ziemlich unangemessen sein. Demnach ist Johnny Depp der überbezahlteste Schauspieler des Jahres - und zwar mit Abstand und zum zweiten Mal in Folge. Auf dem zweiten Platz folgt Will Smith.

Die Zahlen sind folgendermaßen entstanden: Forbes hat von jedem Schauspieler/jeder Schauspielerin die letzten drei Filme vor Juni 2016 betrachtet, in denen er oder sie nicht nur eine Nebenrolle spielt. Außerdem musste der Film in den USA auf mindestens 2000 Leinwänden Premiere gefeiert haben. Dann wurde mit Hilfe von Box Office Mojo  das Einspielergebnis des jeweiligen Films ermittelt und anschließend durch die geschätzte Gage geteilt. Das Ergebnis sagt dann also aus, wie viel die Produzenten für jeden US-Dollar, den sie in den Schauspieler investieren, zurückbekommen.

Und so sieht die vollständige Top Ten aus (die Zahlen stellen die Beträge dar, die für jeden investierten US-Dollar zurückkommen):

Aus Produzenten-Sicht sind die Zahlen besonders bitter, wenn man bedenkt, dass von dem Gesamteinspielergebnis, das für diese Berechnung verwendet wurde, nur etwa die Hälfte an die Studios geht, und nicht die Marketingkosten mit einberechnet sind. Bei Johnny Depp war es vor allem Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln, das seinen Schnitt runtergezogen hat. Der Film hat bei einem Budget von 170 Millionen US-Dollar weltweit nicht einmal 300 Millionen eingespielt. Bei Johnny Depp bleibt das Verhältnis allerdings relativ konstant, wohingegen beispielsweise Channing Tatum mit Magic Mike XXL einen waschechten Hit hatte. Er hat sich allerdings vor allem dank Jupiter Ascending auf der Liste gefunden (Budget: 176 Millionen; weltweites Einspielergebnis: 183 Millionen).

Ein interessanter Fall ist Leonardo DiCaprio, dessen Filme nie wirklich als Flops bezeichnet werden können. Seine Platzierung liegt daran, dass er in der Regel an dem Gewinn der Filme beteiligt ist und seine Gagen dadurch dermaßen in die Höhe schellen, dass das Verhältnis zwischen Bezahlung und Einnahmen darunter leidet. Dafür bringt er aber auch Medien- und Oscar-Rummel mit, worin wohl jeder Produzent gerne ein bisschen mehr investiert.

Zu Will Smith sollte vielleicht angemerkt werden, dass nach den Kriterien von Forbes Suicide Squad nicht berücksichtigt wurde, da er erst im August startete. Der Film nahm bei einem Budget von 175 Millionen US-Dollar fast 750 Millionen ein und hätte den Schauspieler sicher in eine bessere Position gebracht. Auch Johnny Depp darf hoffen, seinen Schnitt zu verbessern, wenn er in den nächsten beiden Jahren in Pirates of the Caribbean 5: Salazars Rache und Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind 2 zu sehen sein wird.

Seid ihr von der Liste mit Spitzenreiter Johnny Depp überrascht?

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