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3D für Hogwarts

Harry Potter 5 & 6 soll in 3D nochmals verzaubern

15.10.2010 - 09:30 Uhr
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Ralph Fiennes in Harry Potter und die Heiligtümer des Todes
© Warner
Ralph Fiennes in Harry Potter und die Heiligtümer des Todes
Obwohl 3D für Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1 erstmal vertagt wurde, ist der Hype noch nicht vom Tisch. Warner Bros. will die alten Harry Potter-Teile überarbeiten lassen.

Das Studio Warner Bros. hatte kürzlich verkündet, es wolle keine nachlässig zusammen geschusterte 3D-Version von Harry Potter 7 übereilt ins Kino bringen. Die Entscheidung brachte dem Studio jede Menge Sympathien ein, denn 3D ist nur dann gut, wenn es sorgfältig geplant und bewusst eingesetzt wird. Dennoch ist das Thema 3D noch nicht vom Tisch.

Der Start von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2 in 3D ist weiterhin für 2011 angesetzt. Außerdem werden die alten Harry Potter-Filme eine 3D-Überarbeitung für Blu-ray bekommen. Bisher ist dies nur für die beiden von David Yates inszenierten Teile Harry Potter und der Orden des Phönix und Harry Potter und der Halbblutprinz angekündigt worden. Unter seiner Direktion wird die Konvertierung von Warner Bros. 3D-Partner Prime Focus bearbeitet, allerdings nicht, bevor Harry Potter 7 nicht im nächsten Jahr im Kasten sind. Bekannt ist Prime Focus bereits für seine Arbeit an Avatar – Aufbruch nach Pandora und Kampf der Titanen. Mit letzterer bekleckerte sich das Studio allerdings nicht gerade mit Ruhm.

Bisher ist noch nichts darüber bekannt gegeben worden, ob Harry Potter 1 – 4 ebenfalls noch nach 3D konvertiert werden. Die ersten vier Teile setzte nicht David Yates in Szene, sondern Chris Columbus, Alfonso Cuarón, und Mike Newell. Sie müssten für eine nachträgliche Überarbeitungen erstmal von Warner Bros. ins Boot geholt werden.

Neben diesem organisatorischen Problem, bleibt aber vor allem die Frage, die auch Sandy Schäfer von Screen Rant stellt: Passt 3D überhaupt ins Konzept der alten Harry Potter-Teile? Mit den Darstellern sind auch die Filme gewachsen. Seit Harry Potter und der Gefangene von Askaban ist es ziemlich düster in Hogwarts geworden. Die Kamera bewegt sich seitdem schneller, dynamischer und plastischer, was für eine dreidimensionale Bearbeitung spräche. Chris Columbus Arbeiten Harry Potter und der Stein der Weisen und Harry Potter und die Kammer des Schreckens bleiben hingegen eher ruhig und auf der Erzählung und den Charakteren verhaftet.

Wohl deshalb ist von Seiten Warner Bros. zur Konvertierung früherer Teile noch nichts bekannt gegeben worden. Dort überlegen die Entscheidungsträger wahrscheinlich noch, ob sich die Verfälschung filmischer Sprache und der ökonomische Nutzen gegeneinander aufrechnen.

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