Gegen Disneys Sequel-Wahn: Pixar kehrt zu seinen kreativen Wurzeln zurück

Findet Dorie, Die Unglaublichen, Toy Story, Alles steht Kopf
© Pixar
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Chefredakteurin von Moviepilot, sozialisiert von Gerippchen Unsterblich, David Lynch und Kirk aus Stars Hollow. Einziges Redaktionsmitglied, welches Mathe mag. Wertet deshalb am liebsten Daten aus.

Seit 2006 gehört Pixar zum Disney-Konzern. Das Animationsstudio ist groß geworden mit Filmen wie Toy Story (1995), Die Monster AG (2001) und Findet Nemo (2003). Überzeugt haben neben den Animationen in vielen Fällen die kreativen Ideen, aus denen eigenständige, originäre Geschichten gebastelt wurden.

Nun lesen wir beim The Hollywood Reporter, dass Pixar zu dieser Strategie zurückkehren möchte und nach A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando, der vierten Auflage der Geschichten um Spielzeuge, wieder nur an originären Stoffen arbeiten will. Darüber freuen wir uns im Zeitalter von Sequels, Remakes und Reboots besonders.

Pixar-Fortsetzungen: So sah es bis dato aus

Seit 2016 hat Pixar insgesamt vier Filme dem weltweiten Publikum präsentiert. Von diesen vier Filmen bot uns mit Coco nur einer eine originäre Geschichte. Die anderen drei waren Sequels oder sogar Teil von Reihen, die zu Franchises ausgebaut werden sollten.

Das schmerzt besonders bei einem Studio wie Pixar, welches durch seine außergewöhnlichen Ideen für Furore sorgte. Der neue Pixar-Chef Pete Docter sieht das wohl ähnlich. Jedenfalls animiert er seine Mitstreiter, neue Geschichten zu entwickeln. So heißt es unter anderem vom Produzenten Mark Nielsen, dass viel Optimismus im Studio existiere, weil Pete Docter neue Stimmen im Entwicklungspool zulasse.

Wie bei Disney: Kasse macht auch Pixar mit Fortsetzungen

Ob die Strategie finanziell aufgeht, ist offen. Wer nachschaut, wird feststellen, dass mit Die Unglaublichen 2 (2018), Findet Dorie (2016) und Toy Story 3 (2010) drei Pixar-Filme die magische 1-Milliarde-Hürde genommen haben. Dabei handelt es sich aber in allen drei Fällen um Fortsetzungen.

Sequels haben es deutlich einfacher an den Kinokassen, werden von viele Filmemachern aber auch als kreative Beschränkung begriffen. Zudem fällt bei Pixar auf, dass die originären Filme ebenfalls mit hohen Einspielergebnissen punkten, wie Coco (2017), Alles steht Kopf (2015) und Findet Nemo (203) beweisen. Der Abstand ist nicht groß - im Gegensatz zum Risiko, dieses Kassenergebnis letztlich auch zu erzielen.

Toy Story 4 kommt am 15.08.2019 in die deutschen Kinos. Der nächste Pixarfilm wird Onward heißen. Erzählt wird von zwei Elfenbrüdern, die auf einer Reise herausfinden wollen, ob es noch genügend Magie in unserer Welt gibt. Das hört sich nach einer schönen Idee an, die Regisseur Dan Scanlon umsetzt. Er ließ sich von Kindheitserinnerungen inspirieren.

Was meint ihr: Ist die Entscheidung von Pixar die richtige?

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