Flop für Margot Robbie: Birds of Prey ist aber deutlich besser als Suicide Squad

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© Warner Bros. Pictures
Margot Robbie als Harley Quinn
28.02.2020 - 11:20 UhrVor 1 Monat aktualisiert
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Margot Robbie ist mit Harley Quinn nicht das gelungen, was Gal Gadot mit Wonder Woman schaffte: ein Kassenerfolg. Schade. Aber dafür gab es auch Gründe.

Harley Quinn in einem großen Solo-Auftritt würde es ohne Margot Robbie nicht geben. Die Hauptdarstellerin, die auch als Produzentin mit an Bord ist, hat nach dem Suicide Squad-Desaster das federführende Studio Warner Bros. überzeugt und für die Figur sowie den Film gekämpft. Leider hat Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn an den Kinokassen und bei den Fans nicht wirklich überzeugt.

Birds of Prey ist für DC am schlechtesten an den Kinokassen gelaufen

Seit dem 6. Februar 2020 ist der DC-Film in den Kinos und hat bis dato knapp 180 Millionen Dollar eingespielt. Bei einem geschätzten Budget von 84,5 Millionen Dollar sind etwas mehr als die Produktions- und Marketingkosten zusammengekommen. Das ist sehr schade für den DC-Film, der die neue Richtung des Studios hervorragend unterstützt.

Damit ihr einschätzen könnt, wie das Kassenergebnis von Birds of Prey im gesamten DC-Universum ausschaut, haben wir für euch wieder eine interaktive Statistik:

Weder zuhause noch im Rest der Welt war Margot Robbie mit ihrer Harley Quinn an den Kinokassen überzeugend. Nach Erfolgen wie Wonder Woman und Aquaman ging es also für DC holprig weiter. Shazam! wie auch Birds of Prey haben gezeigt, dass es nicht so einfach ist, neue Figuren auf der Leinwand zu etablieren.

Dabei ist Birds of Prey deutlich besser als Suicide Squad

Unverständlich ist es schon, dass die Zuschauer die Comic-Verfilmung derart abgestraft haben. Gerade wenn wir Birds of Prey mit dem ersten Harley Quinn-Auftritt in Suicide Squad vergleichen, spiegelt das Kassenergebnis in keiner Weise die Qualität des Films wider.

Zum Beweis haben wir uns die knapp 42.000 Bewertungen der Moviepiloten zu den DC-Filmen angeschaut. Ihr zeichnet ein eindeutiges Bild: Suicide Squad steht knapp nach Justice League am Ende der DC-Liste. Keiner der beiden Film schaffte es über einen Durchschnitt von 6 Punkten. Selbst die beiden Batman-Filme werden von Birds of Prey dank eurer Bewertungen aktuell noch übertroffen.

Die Kritiker auf Moviepilot sind da sogar noch eindeutiger. Während Suicide Squad gerade einmal einen Durchschnittswert von 4,3061 einsammeln kann, bringt es Birds of Prey auf einen Wert von 6,6563. Das sind Welten. Obwohl Kritiker überzeugt waren, hat die Harley Quinn-Geschichte nicht funktioniert. Bei Suicide Squad war es genau umgekehrt.

Gründe für das schlechte Abschneiden von Birds of Prey

Margot Robbie möchte weiter Harley Quinn spielen, wird es aber wohl deutlich schwerer haben, ihre Ideen umzusetzen. Das ist schade, denn eigentlich sind Heldin wie Produzentin exakt den Weg gegangen, denn Warner Bros. sich für die Entwicklung des DC-Universums vorstellt: individuelle Solofilme, die mit eigenwilligen Handschriften überzeugen.

Gründe, warum die Comic-Verfilmung nicht so gut bei den Zuschauern ankam, müssen wir gar nicht lange suchen.

  • Komplizierte Filmtitel schrecken eher ab. Warner Bros. hat dies erkannt und eine Woche nach Kinostart den Titel geändert in Harley Quinn: Birds of Prey. Viel zu spät.
  • Ein R-Rating ist auf dem US-Markt immer noch ein großes Risiko und schließt viele Zielgruppen aus. Gerade bei der Einführung neuer Figuren ist dies zu beachten.
  • Der unkonventionelle Blockbuster-Stil hat das traditionelle Publikum eher vom Kauf einer Kinokarte abgehalten.
  • Leider wurde ein schlechtes Startdatum mit dem 6. Februar 2020 in Deutschland und dem 7. Februar 2020 in den USA gewählt. An dem Wochenende konzentrierte sich alles auf den Oscar und auf den großen DC-Favoriten Joker. Damit hat der Ex von Harley Quinn ihr die Show gestohlen. Ob bewusst oder unbewusst, sei dahingestellt.
  • Ein oder sogar mehrere Cameos hätten dem Film gut getan, denn damit wäre noch mehr Star-Zugkraft vorhanden gewesen. Suicide Squad hatte immerhin einen Ben Affleck sowie Will Smith und zog durch Margot Robbie.

Bestimmt lassen sich noch einige weitere Gründe finden. Aber die Augen der DC-Fans und Warner Bros.-Verantwortlichen sind nun bereits auf Wonder Woman 1984 gerichtet (Kinostart: 4. Juni 2020).

Hier wird sich zeigen, ob das Kassenergebnis von Birds of Prey nur ein Ausrutscher war oder ob sich vielleicht sogar erste Anzeichen von Superhelden-Müdigkeit zeigen.

Wie gut ist Birds of Prey? Hört den Podcast unserer Kollegen:

In ihrem Podcast Leinwandliebe  liefern sich unsere Kollegen von FILMSTARTS eine hitzige Diskussion darüber, ob Birds of Prey einen Kinobesuch wert ist oder nicht.

Anlässlich des Birds-of-Prey-Starts wird in der neuen Folge von Leinwandliebe im Anschluss an die Diskussion über das DC-Abenteuer außerdem ein Blick in die Film-Zukunft der Comic-Schmiede geworfen, in der uns Blockbuster wie Aquaman 2, Black Adam und The Batman erwarten.

Habt ihr euch Margot Robbie als Harley Quinn im Kino angeschaut?

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