Batwoman bei Amazon Prime: Die neue DC-Superheldin hat großes Potential

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© DC Comics, The CW
Batwoman
20.12.2019 - 16:30 UhrVor 1 Jahr aktualisiert
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Ruby Rose erlebt ab heute auch hierzulande als Batwoman in der 1. Staffel ihrer Serie ihre eigenen Abenteuer in Gotham City. Was Batmans Cousine kann, erfahrt ihr hier.

Feierte Batwoman bereits vergangenes Jahr im Elseworlds-Crossover ihre Premiere im Arrowverse, entführt sie uns ab heute auch hierzulande nach Gotham City, wo sie den Verbrechern der Stadt den Kampf ansagt. Bei uns schnappte sich Amazon Prime die DC-Serie, die bereits in den ersten zwei Episoden einen guten Eindruck hinterlässt, obwohl hier und da noch kleinere Baustellen auf die Verantwortlichen warten.

Batwoman bringt uns in ein Batman-loses Gotham City

Die Ausgangslage von Batwoman: Von Batman fehlt seit drei Jahren jede Spur. Eines Tages war Gothams dunkler Ritter plötzlich fort und die Stadt versank zusehends im Chaos. Während das Verbrechen immer mehr erstarkte, verloren die Bewohner allmählich ihre Hoffnung, dass sich jemand für sie einsetzen wird, um sie und ihre Heimat zu beschützen. Die Dinge ändern sich jedoch, als Kate Kane (Ruby Rose) zurück nach Hause kommt.

Nachdem sie die Welt erkundete und ihre Fähigkeiten trainierte, findet sie ein Gotham City vor, welches sich nach einem Retter sehnt. Während sie sich auf die Suche nach einer alten Freundin macht, die von einer Verbrecherin namens Alice (Rachel Skarsten) entführt wurde, stolpert Kate über ein gewaltiges Geheimnis: Ihr Cousin Bruce Wayne war Batman! Sie beschließt, in seine Fußstapfen zu treten und fortan Gotham City zu beschützen.

Kate in ihrem ersten Batwoman-Kostüm

Nachdem sie in den Comics bereits seit Jahren ein fester Bestandteil der Bat-Familie ist, bringen uns die ersten beiden Batwoman-Episoden, welche zeitlich vor den Ereignissen des Elseworlds-Crossovers spielen, zurück an den Anfang ihrer Heldenreise. Die ersten beiden Episoden wissen dabei mit einem angenehm flotten Pacing sowie einem guten Mix aus Action, Drama und Humor zu gefallen.

Darüber hinaus werden zwei übergeordnete Handlungsstränge in Position gebracht, welche in der Zukunft der Serie hoffentlich näher ergründet werden. Einmal hätten wir da das Mysterium um Batmans plötzliches Verschwinden und dann gibt es noch das Geheimnis um die wahren Hintergründe zum Tode von Kates Schwester und ihrer Mutter. Beide Storylines bergen viel Potential, welches die Macher der Serie hoffentlich zu nutzen wissen werden.

Batwoman, die neueste Superheldin des Arrowverse

Batwoman orientiert sich stark an der Comic-Vorlage, was besonders für unsere Heldin gilt. Wichtige Facetten des Charakters wurden übernommen, beispielsweise ihre Vergangenheit als exzellent trainierte Ex-Militär sowie natürlich ihre Sexualität, schließlich entwickelte sich Batwoman in den vergangenen Jahren zu einer wahren LGBT-Ikone. Dabei ist es schön zu sehen, dass die Serien-Macher Kates Sexualität als eine absolute Selbstverständlichkeit behandeln und sie ein natürlicher Teil ihres Selbst ist.

Kate Kane

Wichtiger ist jedoch, dass es die Macher bereits zu Beginn der Serie verstehen, die emotionalen Auswirkungen der Geschehnisse, mit denen sich Kate konfrontiert sieht, in die Story einzuweben. Speziell Kates militärischem Background kommt dabei eine zentrale Rolle zu, ist sie doch gezwungen, diesen Teil ihres Lebens aufzugeben, um den Stolz auf ihr wahres Ich zu bewahren.

Mit ihrer Wandlung zu Batwoman entdeckt sie jedoch ein Ventil, diesen Teil ihrer Persönlichkeit ausleben zu können, was sie von vielen ihrer Arrowverse-Kollegen abhebt, denn anders als etwa bei Supergirl erwachsen Kates Beweggründe für ihre Heldentaten nicht aus reiner Selbstlosigkeit sowie einem tief verwurzelten Altruismus. Ihr Antrieb, um Gothams Verbrecher zu bekämpfen, ist elementarer Bestandteil ihrer Psychologie.

Batwoman und Schurkin Alice sind das pochende Herz der Serie

All ihre Fähigkeiten wird die noch unerfahrene Heldin auch brauchen, denn mit Alice lernen wir zu Beginn der Serie eine Schurkin kennen, die eine überaus persönliche Verbindung zu Kate Kane besitzt, welche das Herzstück der Serie bildet und bereits jetzt zu überzeugen weiß. Ihre Beziehung besitzt durchaus Potential für einige spannende wie emotionale zukünftige Momente.

Dies liegt insbesondere daran, dass Alice in den beiden Auftakt-Episoden der spannendste Charakter der Serie ist, vor allem deshalb, weil in Verbindung mit ihr früh komplexe wie düstere Themen angesprochen werden, beispielsweise Rache sowie die Frage, was aus einem Menschen ein mordendes Monster macht.

Kate und Alice

Die Kate-Alice-Kombination funktioniert so gut, weil beide Darstellerinnen schön miteinander harmonieren, auch wenn sie noch besser werden könnten: Ruby Rose spielt sympathischer als noch bei ihrem Elseworlds-Auftritt und kann gerade in den lockeren Szenen mit einem beachtlichen humoristischen Timing aufwarten.

Ansonsten ist sie jedoch noch nicht ähnlich charismatisch wie einige ihrer Arrowverse-Kollegen. Rachel Skarstens Performance hingegen wirkt ab und an noch etwas hölzern, auch wenn sie das tragische Schicksal ihrer Figur zumeist bereits glaubhaft zu transportieren versteht.

Batwoman hat einen vielversprechenden Serien-Start

Nach den ersten beiden Episoden bin ich zuversichtlich, dass Batwoman eine schöne Ergänzung zum bisherigen Arrowverse darstellen und mich auch in Zukunft noch gut unterhalten wird, auch wenn die Serie noch einige Baustellen hat.

Da hätten wir beispielsweise die Inszenierung der Kämpfe, welche noch recht leblos wirkt und in mir keinerlei Emotionen weckt, obwohl mir Kates harter Kampfstil durchaus zusagt, sowie die bereits erwähnten Performance-Problemchen.

Trotz allem bin ich positiv gestimmt und glaube, dass Batwoman diese Kinderkrankheiten im Laufe der Staffel allmählich in den Griff bekommen und seinen eigenen Rhythmus, seine eigene Identität finden und entfalten wird. Es ist eine willkommene Ergänzung des bisherigen Arrowverse sowie eine würdige Adaption der Batwoman-Comics.

Für unseren Seriencheck sahen wir uns vorab die ersten zwei Batwoman-Folgen an.

Was haltet ihr vom Anfang der Batwoman-Serie?

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