Arrowverse: Das Beste im Elseworlds-Crossover ist nicht Batwoman

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© DC Comics, The CW
Barry, Oliver und Kara im Arrowverse-Crossover
12.12.2018 - 15:10 UhrVor 2 Jahren aktualisiert
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Die vergangenen drei Tage stand das Arrowverse ganz im Zeichen des diesjährigen großen Crossover-Events Elseworlds, das unseren Helden einmal mehr alles abverlangte.

Achtung, es folgen Spoiler zum gesamten Elseworlds-Crossover: Lange haben wir darauf gewartet, nun ist das aktuellste Crossover-Event des Arrowverse endlich da. Elseworlds zieht uns sowie unsere Helden Green Arrow, Flash und Supergirl noch tiefer ins DC-Multiversum hinein. Diesmal wartet eine noch größere Herausforderung auf sie als jemals zuvor, denn jemand hat den Lauf des Schicksals verändert und somit in die Realität selbst eingegriffen. Wie gut das Elseworlds-Crossover war und was es für die Zukunft des Arrowverse bedeutet, erfahrt ihr in den nachfolgenden Zeilen.

Freaky Friday? Elseworlds stellt die Arrowverse-Realität auf den Kopf

Die Strahlen der Sonne fallen durchs Fenster, der Geruch frischer Pfannkuchen erfüllt die Luft und eine Stimme ruft, das Frühstück sei fertig. Barry Allen kriecht unter der Decke hervor und betritt noch sichtlich verschlafen die Küche, in der seine Frau Iris bereits auf ihn wartet, doch etwas ist nicht richtig, denn in Barrys Körper steckt nicht Barry, sondern Oliver Queen. Jemand hat die Realität verändert und dafür gesorgt, dass Barry und Oliver die Körper getauscht haben. Dies soll jedoch nur der Anfang des neuesten Abenteuers unserer DC-Helden sein, denn schon bald stellt sich heraus, dass sich eine weitaus größere Bedrohung anbahnt, die das gesamte Multiversum in seinen Grundfesten zu erschüttern droht.

Elseworlds (Comic-Poster)

Was wie eine klassische Körpertausch-Komödie im Stile eines Freaky Friday - Ein voll verrückter Freitag beginnt und uns durchaus den einen oder anderen humoristischen, freudigen Moment bietet, schlägt im Laufe des drei Episoden umspannenden Crossover-Events in eine bedeutend ernstere Stimmung um. Zu sehen, wie unsere beiden Hauptdarsteller Stephen Amell und Grant Gustin einen zu ihren eigentlichen Charakteren konträren Part spielen, macht viel Spaß, auch da es die eine oder andere kleine Anspielung an ihre vorherigen Zusammentreffen gibt. Auch darüber hinaus weiß Elseworlds zu überzeugen, was besonders dem Fokus auf unsere drei Hauptcharaktere zu verdanken ist. Oliver, Barry und Kara gemeinsam Abenteuer erleben zu sehen, machte mir bereits in den vorherigen Crossovers viel Spaß und es ist schade, dass sie sich (fast) nur in diesen jährlichen Großevents zusammenschließen.

Elseworlds liefert uns Batwoman und noch mehr

Bereits während der Ankündigung des Elseworlds-Crossovers wurde enthüllt, wir würden im Rahmen dieses Events eine weitere Arrowverse-Superheldin kennenlernen: Kate Kane alias Batwoman. Sehen wir sie am Ende der 1. Episode nur in den letzten Sekunden hoch über den Dächern von Gotham stehen, hat Kate in der 2. Episode endlich ihren großen Auftritt. Nachdem unser Helden-Trio ungemütlich in Gotham willkommen geheißen wurde, ist es Kate, die ihnen hilft und ihnen wenig später unverblümt sagt, sie sollen die Stadt wieder verlassen. Ruby Rose macht als Kate/Batwoman eine gute Figur und es lässt sich bereits anhand dieser wenigen Szenen erahnen, dass dies ein anderes Gotham ist; das schlimmste Szenario. Speziell in ihrem Batwoman-Outfit ist Kate ein echter Badass und greift unseren Helden ordentlich unter die Arme. Potenzial für eine Batwoman-Serie ist auf jeden Fall vorhanden. Auch die Fans sind von Ruby Rose begeistert.

Batwoman

Doch Batwoman ist lediglich die Spitze des Eisbergs, denn im Rahmen des Elseworlds-Crossovers lernen wir noch weitere Charaktere kennen, die ebenfalls ihre Premiere feiern. Da hätten wir beispielsweise noch Lois Lane, die wir erstmals im Arrowverse zu Gesicht bekommen und das sogar an einem äußerst vertrauten Ort: der aus Smallville bekannten Kent-Farm. Besonders die Chemie zwischen ihr und Superman passt nahezu perfekt und lässt auf weitere Auftritte des Duos hoffen. Eine weitaus größere Rolle kommt indes dem Monitor zu. Dieses göttliche Wesen zeigt unseren Helden, dass es noch bedeutend größere Mächte in den Weiten des Multiversums gibt und wir dürften ihn nicht zum letzten Mal gesehen haben. Der eigentliche Bösewicht des Crossover-Events, John Deegan, fällt hingegen leicht ab, denn abgesehen von seinen Machtphantasien, die er Dank des Buchs des Schicksals, das ihm der Monitor aushändigte, ausleben darf, bleibt der Charakter erschreckend blass und eindimensional.

"Welten werden sterben!" - Elseworlds ist nur der Anfang

Wie wir es mittlerweile von sämtlichen Arrowverse-Serien kennen, sind auch die Episoden des Elseworlds-Crossovers bis zum Bersten gefüllt mit unzähligen Easter Eggs. Die wichtigsten Anspielungen sind hierbei jedoch die Worte des Monitor, der sagt, er teste die Welten des Multiversums, da eine Krise unmittelbar bevorstehe und sich ein Wesen nähere, das bedeutend mächtiger sei als er selbst. Diese Worte in Kombination mit dem bedrohlichen roten Himmel sowie vorherigen Anspielungen, speziell in The Flash, verweisen auf das vermutlich einschneidendste Event in der Geschichte von DC Comics: Crisis on Infinite Earths. Dieses Crossover wird uns nächstes Jahr erwarten und dürfte das Arrowverse wie wir es bisher kannten, für immer verändern, denn Helden werden fallen und Welten werden sterben.

Crisis on Infinite Earths

Elseworlds gelingt es, eine Vielzahl bekannter Charaktere gekonnt unter einen Hut zu bringen und uns dabei ein wahrlich bildgewaltiges Superhelden-Spektakel zu kredenzen. Die größte Stärke bleibt aber unser Helden-Trio, bestehend aus Barry, Oliver und Kara, die gemeinsam exzellent funktionieren und sich charakterlich weiterentwickeln, besonders Oliver, der eine mitreißende Entwicklung durchmacht und so womöglich das Schicksal selbst verändert hat. Obgleich es nicht das beste Arrowverse-Crossover bisher ist, so konnte Elseworlds in einigen Punkten überzeugen und weckt vor allem Vorfreude auf das, was da noch kommen mag. Denn das Arrowverse blickt einer spannenden wie ungewissen Zukunft entgegen.

Wie gefiel euch das große Elseworlds-Crossover?

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