Avengers 4: Endgame-Dreh war chaotischer als gedacht

Avengers 4: Endgame
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Avengers 4: Endgame

Angeblich 900 Stunden Material sollen im Zuge der Dreharbeiten von Avengers 3: Infinity War und Avengers 4: Endgame entstanden sein. Die beiden Marvel-Filme wurden im so genannten Back-to-Back-Verfahren, also nacheinander, gedreht. Vielleicht gingen die Regisseure Anthony und Joe Russo auf Nummer sicher.

Denn vergangenes Wochenende hat sich Thor-Darsteller Chris Hemsworth auf der ACE Comic-Con zu den Dreharbeiten von Avengers 4: Endgame geäußert. Dabei ging der Schauspieler vor allem auf den Umstand ein, dass sie ein unfertiges und teils offenbar gar kein Skript erhalten hätten (via Comic Book). Hemsworth bestätigt frühere Aussagen von Avengers-Kollegen, allerdings klingen seine Ausführungen noch chaotischer.

Zweiter Teil des Avengers 4-Drehs verlief ohne Drehbuch

Chris Hemsworth zufolge hätten er und seine Schauspielkollegen für Avengers 4: Endgame "ein Drehbuch oder Teile des Drehbuchs" erhalten. Es sei eine "ziemlich merkwürdige Version des Skripts" gewesen, so der 36-jährige Australier. Die Vorlage des Marvel-Streifens sei nicht komplett gewesen. Die zweite Hälfte der Dreharbeiten sei dann ohne konkrete Vorlage über die Bühne gegangen:

Man konnte sich in einen Raum setzen und das Drehbuch lesen, aber um ehrlich zu sein, es war noch nicht einmal fertig. Die zweite Hälfte der Dreharbeiten war komplett in ihren Händen und wurde geleitet von dem, was sie eben für dich hatten.

Ein großer Teil der Besetzung habe bis zur Premiere von Avengers 4: Endgame zudem nicht um den kompletten Handlungsbogen des Films gewusst. So verweist auch Hemsworth auf den Dreh der teuersten Szene im MCU, die als Hochzeit kommuniziert wurde. Erst bei Ansicht des Films merkten die Darsteller, dass es sich tatsächlich um eine Beerdigung handelte.

Comic Book zitiert vor diesem Hintergrund frühere Aussagen von Spider-Man: Far From Home-Co-Autor Chris McKenna, demzufolge Marvel sich sehr bedeckt halte, "aber sie haben uns erzählt, was wir wissen mussten hinsichtlich der Hauptpunkte des Plots." Der Spidey-Film mit Tom Holland in der Titelrolle erschien etwa zwei Monate nach Endgame.

Holland erhielt für Avengers 4 von vornherein kein Skript, wie Joe Russo im April erklärte. Dies begründete er mit der Redseligkeit des Schauspielers. Damals erklärte der Regisseur, dass Holland nur seinen Text erhalten habe und manchmal nicht wusste, mit wem er überhaupt spielen würde. Demnach erhielt er nur vage Szenenbeschreibungen, wie Comic Book berichtete.

Allzu ungewöhnlich sind die Ausführungen von Chris Hemsworth grundsätzlich nicht. Jeder Filmprozess ist ein anderer und funktioniert nicht streng nach der einen oder der anderen Herangehensweise. Manche Filmemacher planen ihr Werk minutiös im Voraus, andere verzichten beispielsweise komplett auf ein Drehbuch. Veränderungen am Skript während der Dreharbeiten sind ebenfalls Usus.

Avengers 4: Endgame kam ohne fertiges Drehbuch aus: Was sagt ihr zu Chris Hemsworths Aussagen?

Moviepilot Team
NeonFox Alexander Börste
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