Angefixt: Warum hat The Blacklist eigentlich so viele Fans?

12.07.2020 - 11:00 UhrVor 1 Tag aktualisiert
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The Blacklist Staffel 7Abspielen
© Sony Pictures Television/Netflix
The Blacklist Staffel 7
Aktuell läuft die 7. Staffel von The Blacklist bei Netflix. Fast wäre mir die unterhaltsame Crime-Serie entgangen, wenn ein Freund mich nicht auf sie aufmerksam gemacht hätte.

The Blacklist ist bis dato an mir vorbeigegangen. Es gab einfach zuviel anderes zu sehen: Science Fiction bei Amazon, Teenie- und Fantasy-Serien bei Netflix, Stars Wars bei Disney+. Da blieb keine Zeit für eine Crime-Serie, die nicht durch besonders hohe Bewertungen und Öffentlichkeit auffiel.

Aber dann erhielt ich eine Whatsapp-Nachricht von einem Freund. Der hatte gerade die 7. Staffel von The Blacklist auf Netflix in einem Ritt durchgeschaut, vorzugsweise in der seit kurzem vorhandenen deutschen Synchronisation, und musste mir unbedingt mitteilen, dass sein Leben nun keinen Sinn mehr habe.

The Blacklist bei Netflix

Letzteres glaube ich zwar nicht, aber erstaunt war ich schon, dass Vater und sogar Tochter (16 Jahre) gemeinsam die Crime-Serie mit derartiger Leidenschaft verfolgen. Dann stellte sich raus, dass auch aus der Redaktion einige die Serie mit Wohlwollen verfolgen. Also gab ich ihr ebenfalls eine Chance. Ich bin zwar noch gar nicht weit fortgeschritten, aber kann jetzt schon sagen: The Blacklist ist gute Unterhaltung, auch für Späteinsteiger.

Was The Blacklist auszeichnet - Die Besetzung

An allererster Stelle fällt die Besetzung der Hauptrolle mit James Spader auf. Ich vermisse den Schauspieler schmerzlich auf der großen Leinwand, in der Crime-Serie kann er als Raymond "Red" Reddington aus dem Vollen schöpfen. Er ist charismatisch und geheimnisvoll, intelligent und manipulativ, höflich und charmant, soziopathisch und egozentrisch, skrupel- und respektlos, beschützend, sogar mitfühlend ... und mörderisch.

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Mehr James Spader

Die sich häufig widerstrebenden Eigenschaften füllt der Schauspieler bestens aus und gibt dem Kriminellen damit ein Gesicht. Vielleicht würde The Blacklist ohne James Spader gar nicht so gut funktionieren, denn immerhin ist bereits eine 8. Staffel in Planung.

The Blacklist punktet durch gute Action-Choreografie

In einer Crime-Serie erwarte ich Ermittlungen über Motive, Rätseln über Hinweise, Auftritte bei Gericht etc. Das bekomme ich auch bei The Blacklist, aber dazu gibt es auch noch sehr gut choreografierte Actionszenen, die in einem fulminanten Tempo dargeboten werden. Das ist bei TV-Produktionen nicht unbedingt üblich, trägt aber definitiv zum positiven Eindruck der Serie bei.

Hier ein Beispiel für die gute Action in The Blacklist

The Blacklist - Clip "Car Attack" (English) HD
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Spannung gibt es gratis in The Blacklist

Ein Mitfiebern über den einzelnen Episoden-Fall hinaus gibt es nicht bei jeder Crime-Serie. Aber The Blacklist bietet einiges auf, um den Zuschauer bei der Stange zu halten. Zum einen wäre da die Spannung zwischen Red und FBI-Agentin Elizabeth "Liz" Keen (Megan Boone). Hier kommt fast ein bisschen Schweigen der Lämmer-Quid pro quo-Feeling auf. Wie sind die beiden Schicksale miteinander verquickt? Haben die beiden ein verwandtschaftliches Verhältnis?

Auch die Beziehung zwischen der FBI-Agentin und ihrem Ehemann Tom Keen (Ryan Eggold) steht anfangs im Fokus und birgt so manche Überraschung. Jeder der drei versteckt in seiner Vergangenheit einige Geheimnisse. Von Folge zu Folge werden uns Puzzle-Teile präsentiert, die nach und nach ein größeres Bild ergeben. Zugleich kann sich dieses aber auch als trügerisch erweisen. Raum für Spekulationen gibt es so genug.

Ein Fazit nach meinem verspäteten Einstieg in die Serie ist schnell formuliert: The Blacklist hat so viele Fans, weil sie gut besetzt, spannend erzählt und temporeich inszeniert ist. Jetzt hat sie noch einen mehr und ich hoffe, dass es so weiter geht mit Red.

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Was sagt ihr zu The Blacklist? Bleibt die Crime-Serie auf dem Niveau des Anfangs?

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