Willkommen bei den Hartmanns - Das sagen die Kritiker zur Komödie

Willkommen bei den Hartmanns
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In Willkommen bei den Hartmanns setzt sich bei Senta Berger als Angelika Hartmann eine ungewöhnliche Idee in den Kopf. Als sie ein nahegelegenes Flüchtlingsheim besucht, fasst sie den Entschluss, einen der dortigen Bewohner bei sich aufzunehmen und in den vier Wänden von ihrem Mann Richard (Heiner Lauterbach) und ihr selber Unterschlupf zu gewähren. Richard ist zunächst nur mäßig begeistert von dem Plan, stimmt dem Ganzen schließlich aber doch zu und so begrüßen die beiden bald den Asylsuchenden Diallo (Eric Kabongo) bei sich. Doch als plötzlich sowohl ihre Tochter (Palina Rojinski) als auch ihr Sohn (Florian David Fitz) vor der Tür stehen, ist das Chaos vorprogrammiert.

Schauspieler Simon Verhoeven tritt bei Willkommen bei den Hartmanns erneut hinter die Kamera und arbeitet dafür zum wiederholten Male nach Männerherzen und Männerherzen - und die ganz, ganz große Liebe mit den Darstellern Florian David Fitz und Palina Rojinski zusammen. Doch auch der Rest des Casts der Ensemble-Komödie kann sich mit Senta Berger, Heiner Lauterbach, Uwe Ochsenknecht und Elyas M'Barek blicken lassen. Wie das Ganze bei den Kritikern hierzulande ankommt und wie sie Simon Verhoevens Ansatz zur Auseinandersetzung mit der Flüchtlingskrise sehen, könnt ihr nachfolgend erfahren.

Zunächst kommen aber die harten Fakten zu Willkommen bei den Hartmanns:

  • 2 Kritikerbewertungen mit einem Durchschnittswert von 5,8
  • 0 x Lieblingsfilm und 2 x Hassfilm
  • 35 Vormerkungen, 10 sind nicht interessiert

Das sagen die Kritiker zu Willkommen bei den Hartmanns:

Cinema.de lobt die unkonventionelle Mischung, mit der Simon Verhoeven das schwierige Thema Flüchtlingskrise angeht, und lässt sich von dem gelungen Mix überzeugen:

Wie die familiären Konflikte nach der Ankunft des Flüchtlings Diallo eskalieren, das schildert „Männerherzen“-Regisseur Simon Verhoeven mit Dialogwitz und einem feinen Gespür für die absurd-komischen Situationen, die sich aus dem Zusammenprall der Kulturen ergeben. Die Flüchtlingskrise mit all ihren Widersprüchen ist dabei nur eins von vielen Themen.

Oliver Armknecht von Film-Rezensionen.de lobt zwar den Mut von Regisseur Simon Verhoeven, aus dem Stoff der Flüchtlings-Debatte eine Komödie zu machen – doch genau diese Herangehensweise ist es schließlich, an der für ihn Willkommen bei den Hartmanns krankt:

Das ist in der Summe immer noch ein nettes Porträt einer verkorksten Familie, nicht besser oder schlechter als das übliche deutsche Massenkino. Und vielleicht braucht es so etwas auch zur Beruhigung der besorgten bürgerlichen Seele. Schade ist es trotzdem, dass am Ende nicht mehr daraus wurde, sich Willkommen bei den Hartmanns in so viele Bereiche stürzt und dadurch die eigenen Stärken nicht wirklich würdigt.

Auch Sonja Hartl von kino-zeit.de ist nicht wirklich begeistert und findet, dass der Stoff letzten Endes zu oberflächlich angegangen wird:

Dieser Film unterstützt das Merkelsche "Wir schaffen das", er will deutlich machen, dass wir das tatsächlich schaffen. Jedoch wird diese gute Absicht in einem Meer von Wohlfühl-Witzen und München-Tourismus-Bildern begraben.

Fazit zu Willkommen bei den Hartmanns:

Mit seinem neuen Film Willkommen bei den Hartmanns bescheinigen die Kritiker Simon Verhoeven durchaus einen guten Willen, doch damit überzeugt der Film letztendlich nur bedingt. Denn während das Ganze als Wohlfühl-Komödie und deutsches Massenkino durchaus funktioniert, bleibt es bei seinem Aufgreifen des Themas Flüchtlingskrise zu oberflächlich.

Werdet ihr euch Willkommen bei den Hartmanns anschauen?

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