Trailer-Analyse zu Spider-Man: Far From Home - Keine Spur von Avengers 4 und Thanos

Trailer zu Spider-Man: Far From Home
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Trailer zu Spider-Man: Far From Home
Moviepilot Team
Beeblebrox Matthias Hopf
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Redakteur bei Moviepilot. Schaut zu viel ins Internet, mag den Weltraum und fühlt sich auf Tatooine genauso zu Hause wie in Hogwarts und Mittelerde.

Eigentlich sollte er schon letztes Jahr die Pforten des Internets erobern, doch dann wurde der erste Trailer zu Spider-Man: Far From Home nur auf der Comic Con Experience in São Paulo gezeigt, während der erste Trailer zu Avengers 4: Endgame die gesamte Aufmerksamkeit der Marvel-Fans an sich riss. Jetzt ist er aber endlich da und gewährt uns Einblick in den Startschuss der vierten Phase des Marvel Cinematic Universe. Im Trailer zu Spider-Man: Far From Home verschlägt es Peter Parker im Zuge einer Klassenfahrt nach Europa. Kaum hat die freundliche Spinne ihre Nachbarschaft verlassen hat, kommt es zu Problemen. Alles weitere erfahrt ihr in unserer Trailer-Analyse.

Spider-Man: Far From Home lässt New York hinter sich

Der größte Unterschied zu allen bisherigen Spider-Man-Filmen ist fraglos der Locationwechsel. Wenngleich Tom Holland in den ersten Sekunden des Teaser-Trailers fröhlich durch die Straßen von New York City schwingt, verschwindet die US-amerikanische Metropole spätestens in der zweiten Hälfte komplett aus dem Fokus. Europa ist das Ziel der Klassenfahrt, auf die sich Peter zusammen mit seinen Freunden Michelle (Zendaya), Flash (Tony Revolori), Ned (Jacob Batalon) und Betty (Angourie Rice) begibt. Prag, London, Venedig, Berlin und die Schweizer Alpen zieren passend dazu das Teaser-Poster von Spider-Man: Far From Home.

Im Trailer kristallisieren sich vor allem zwei ikonische Schauplätze heraus, die im Verlauf der Geschichte eine großere Rolle spielen werden. Zuerst präsentiert sich die Tower Bridge als verheißungsvolles Set piece - immerhin haben sich auf Brücken die mitunter packendsten Momente in Spider-Man-Filmen abgespielt. Sowohl Sam Raimi als auch Marc Webb wussten die tiefen Abgründe links und rechts einer solch mächtigen Überführungen für nervenaufreibende Action zu nutzen. Einerseits kann Spider-Man hier perfekt seine Fähigkeiten in Action-Sequenzen ausspielen. Andererseits bietet sich ebenfalls Raum, um eine schicksalhafte Entscheidung zu treffen.

Spider-Man, Mysterio und die Elementals

Neben der Tower Bridge profitiert der Teaser-Trailer von der prächtigen venezianischen Kulisse. Hier kommt richtiges Urlaubsfeeling auf - zumindest bis an den Punkt, an dem sich eine mächtige Kreatur aus den Elementen erhebt und für Angst und Schrecken sorgt. Die sogenannten Elementals werden in Spider-Man: Far From Home für Unordnung sorgen - so viel steht fest. Interessant ist dabei die Integration von Mysterio (Jake Gyllenhaal), der im klassischen Kostüm erscheint, allerdings zuerst ohne Helm. Erst später sehen wir sein reizendes Fischglas. Spider-Man gegenüber spricht er eine Warnung aus, bevor er sich in den Kampf mit der Wasserkoloss aka Hydro-Man stürzt. Auf welcher Seite steht der also?

Auf der Comic Con Experience in São Paulo hat Jake Gyllenhaal bereits angedeutet, dass er im Gegensatz zu seinem Vorbild als Verbündeter von Spider-Man auftritt. Im Angesicht der Übermacht an Elementals, die sich ebenfalls in steiniger und feuriger Form präsentieren, ist das kein Wunder. Dennoch sollten wir an dieser Stelle skeptisch bleiben, schließlich kann sich im Rahmen einer Europareise einiges verändern, sodass auch Vertraute zu Feinden werden. Nick Fury (Samuel L. Jackson) könnte dabei keine unbedeutende Rolle spielen. Abseits seiner fragwürdigen Methoden, sich in die Hostelzimmer von Jugendlichen zu schleichen, könnte er mit Mysterio einen unglücklichen Deal ausgehandelt haben.

Avengers 4: Endgame und Iron Man sind auffällig abstinent

Am Ende des Teaser-Trailers fallen kurz die Namen Iron Man (Robert Downey Jr.) und Thor (Chris Hemsworth) - ansonsten wird auf aktuellen Ereignisse im MCU keinen Bezug genommen. Aussagen von Amy Pascal zufolge soll Spider-Man: Far From Home nur wenige Minuten nach Avengers 4: Endgame spielen. Fraglich ist allerdings, warum niemand über die schockierenden Taten von Thanos redet oder einen möglichen Avengers-Tod beklagt. Gerade Tony Stark, der in Spider-Man: Homecoming indirekt zum Onkel Ben des MCU aufgestiegen ist, besitzt eine tiefere Verbindung zum jungen Peter Parker und wäre sicherlich der erste, der seine Europareise überwacht. Apropos Onkel Ben, auch hier versteckt sich ein kleines Easter Egg auf Peter Koffer.

Stattdessen meldet sich Happy Hogan (Jon Favreau) mit Bart und unternimmt einen mehr als unbeholfenen Flirt-Versuch. Tante May (Marisa Tomei) hat wirklich mehr verdient, als ständig nur von Figuren aus der Iron Man-Ecke angebaggert zu werden. Da hat uns Spider-Man: A New Universe eine deutlich bessere Version der Figur geliefert. Aber zurück zu Happy: Wie passt er in die Handlung? Kommt er im Auftrag von Tony Stark? Überreicht er Peter den schwarzen Anzug? Oder versteckt sich dahinter einer von Nick Furys unzähligen wie gefährlichen Masterplänen? Wir dürfen gespannt sein, was sich das kreative Team hinter der Fortsetzung ausgedacht hat, und hoffen, dass wir noch mehr von der bombastischen Version der originalen Spider-Man-Theme zu hören bekommen.

P.S.: Was ist eigentlich aus Michael Keatons Vulture geworden?

Spider-Man: Far From Home startet am 04.07.2019 in den deutschen Kinos. Davor erwarten uns Captain Marvel am 07.03.2019 und Avengers 4: Endgame am 25.04.2019.

Was sind eure Gedanken zum Teaser-Trailer von Spider-Man: Far From Home?

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