Die Oscar-Gewinner 2010

The Hurt Locker entschärft Avatar

© Oscars.com

Dieses Jahr wollte die Academy ein Zeichen setzen und sich endgültig gegen den Vorwurf wehren, dass der Oscar ein reiner Kommerz-Preis ist, der finanziellen Erfolg mit Qualität gleichsetzt. Daher kürten sie Kathryn Bigelow und ihren Film Tödliches Kommando – The Hurt Locker zum Königspaar des Abends. Und dies, obwohl der Film über einen exzentrischen Bombenentschärfer im Irak bislang trotz Oscar-Nominierung und Kritiker-Jubel lediglich 16 Millionen Dollar einspielen konnte. Bei der Verleihung der Oscars 2010 erhielt Tödliches Kommando – The Hurt Locker die Preise für den Besten Film, die Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch, Besten Schnitt, Besten Ton und Besten Ton-Schnitt.

Dementsprechend sauer war sicher auch ihr Ex-Mann James Cameron, der Regisseur des erfolgreichsten Filmes aller Zeiten Avatar – Aufbruch nach Pandora, der wie Tödliches Kommando – The Hurt Locker ebenfalls in 9 Kategorien für den Oscar nominiert war. Er musste jedoch während des ganzen Abends schlecht gelaunt in seinem Sessel sitzen bleiben, während lediglich seine Techniker Oscars für die Beste Kamera, die Besten Visuellen Effekte und die Beste Ausstattung abholen durften.

In Deutschland hält sich Jubel und Enttäuschung unterdessen die Waage. Während Christoph Waltz den wohlverdienten Oscar für die Beste Nebenrolle in Inglourious Basterds gewinnen konnte, ging Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte von Michael Haneke in beiden nominierten Kategorien leer aus: Während der Oscar für den Besten Fremdsprachigen Film an den argentinischen Außenseiter In ihren Augen verliehen wurde, unterlag Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte in der Kategorie Beste Kamera dem Blockbuster Avatar – Aufbruch nach Pandora.

Hier die Gewinner der Oscars 2010 auf einen Blick:

Bester Film: Tödliches Kommando – The Hurt Locker
Beste Regie: Kathryn Bigelow für Tödliches Kommando – The Hurt Locker
Beste Hauptdarstellerin: Sandra Bullock für Blind Side – Die große Chance
Bester Hauptdarsteller: Jeff Bridges für Crazy Heart
Bester nicht-englischsprachiger Film: In ihren Augen
Bester Animationsfilm: Oben
Bester Dokumentarfilm: Die Bucht
Bestes Original-Drehbuch: Mark Boal für Tödliches Kommando – The Hurt Locker
Bestes adaptiertes Drehbuch: Geoffrey Fletcher für Precious – Das Leben ist kostbar
Beste Nebendarstellerin: Mo’Nique für Precious – Das Leben ist kostbar
Bester Nebendarsteller: Christoph Waltz für Inglourious Basterds
Bester Schnitt: Chris Innis und Bob Murawski für Tödliches Kommando – The Hurt Locker
Beste visuelle Effekte: Avatar – Aufbruch nach Pandora
Beste Musik: Michael Giacchino für Oben
Beste Kamera: Mauro Fiore für Avatar – Aufbruch nach Pandora
Bester Ton-Mix: Ray Beckett und Paul N. J. Ottosson für Tödliches Kommando – The Hurt Locker
Bester Ton-Schnitt: Paul N. J. Ottosson für Tödliches Kommando – The Hurt Locker
Bestes Kostüm: Sandy Powell für Victoria, die junge Königin
Beste Ausstattung: Avatar – Aufbruch nach Pandora
Beste Maske: Star Trek
Bester Song: The Weary Kind aus Crazy Heart

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Aus den Nouvelle-Vague-Kinos Frankreichs über die Gipfel der amerikanischen Blockbuster bis zu den Sternen der DEFA-Science-Fiction.
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