Netflix' The Irishman: Robert De Niro verteidigt kontroverse Entscheidung

02.12.2019 - 13:00 UhrVor 1 Jahr aktualisiert
12
0
The Irishman - Trailer 2 (Deutsche UT) HD
2:23
Robert De Niro in The IrishmanAbspielen
© Netflix
Robert De Niro in The Irishman
Die Figur von Anna Paquin in Martin Scorseses neuem Gangsterfilm The Irishman stieß weitreichende Diskussionen an. Jetzt äußerte sich Robert De Niro dazu.

Achtung, Spoiler für The Irishman: Endlich ist er da: Martin Scorseses heiß ersehnter neuer Gangsterstreifen The Irishman. Auf Netflix kann jeder Fan sich dreieinhalb Stunden Scorsese in Höchstform genehmigen, in einem Film, der zugleich wie ein Best-Of der besten Gangsterzeiten und ein Abgesang auf ebendiese wirkt.

In diesen sage und schreibe dreieinhalb Stunden bekam nun aber ausgerechnet die eine wichtige Frauenfigur des Films kaum etwas zu tun. Peggy-Darstellerin Anna Paquin, die Filmtochter von Robert De Niros Figur Frank Sheeran, hat kaum Szenen und noch weniger Text. Darüber empörten sich einige Kritiker. De Niro verteidigte jetzt Scorseses Entscheidung, so wenig von Paquins Figur zu zeigen.

Robert De Niro verteidigt die "Verschwendung" Anna Paquins

Die Figur der Peggy Sheeran ist zwar etwas häufiger vertreten, doch ihre erwachsene Version schafft es nur auf etwa zehn Minuten Screentime. Wer Erbsen bzw. Wörter zählen will, stellt fest, dass die oscarprämierte Anna Paquin im gesamten Film gerade einmal sechs Wörter ausspricht.

Anna Paquin in The Irishman

Dies ließ einige Fans irritiert zurück, hielten sie das doch für eine grausame Verschwendung einer großartigen Schauspielerin. Robert De Niro erklärte gegenüber USA Today  jedoch, dass Paquins Einsatz seiner Meinung nach genau richtig gewesen sei:

Sie war unglaublich stark, und nicht anders würde ich [ihre Performance] nennen. Vielleicht hätte es in anderen Szenen etwas mehr Interaktion zwischen ihr und Frank geben können, aber man hat es eben anders gemacht. Sie ist fantastisch, und das ist deutlich zu spüren.

Anna Paquins Rolle gewinnt durch ihren cleveren Einsatz an Tiefe

Laut De Niro verleihe gerade die Wortlosigkeit dem Charakter der Peggy Sheeran ihre Tiefe. Statt leerem Dialog habe Anna Paquin die Möglichkeit, über ihr körperliches Schauspiel alles zu sagen, was der Zuschauer über die Beziehung von Vater und Tochter wissen muss. Sie trage die Rolle problemlos und vermittle genau das richtige Gefühl.

In De Niros Worten klingt die Entscheidung Scorseses und seines Drehbuchautoren Steven Zaillian sehr bewusst und gerechtfertigt. Wie gut Paquins (fast) sprachlose Rolle wirklich funktioniert, muss letztendlich jeder Zuschauer subjektiv für sich selbst entscheiden.

Seit dem 27. November könnt ihr The Irishman auf Netflix ansehen.

Neue Podcast-Folge: Ist The Irishman ein Mafia-Meisterwerk?

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von Podigee, der den Artikel ergänzt. Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Podigee Inhalte zulassenMehr dazu in unserer Datenschutzerklärung

  • Andrea, Esther und Jenny stellen sich in der 7. Folge Streamgestöber die Frage, wo The Irishman auf der Scorsese-Skala von Mafia-Meisterwerk bis ultralangweilig einzuordnen ist und kommen zu einem erstaunlichen Fazit: Gerade die Unterschiede zu klassischen Mafia- und Gangstergeschichten zeichnen das Netflix-Epos aus. Bei 00:06:38 geht es mit The Irishman los.

Was sagt ihr zur limitierten Rolle Anna Paquins in The Irishman?

Das könnte dich auch interessieren

Schaue jetzt

Kommentare

Aktuelle News