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10 Jahre Deutscher Nachwuchsfilmpreis

Heute Abend wird der First Steps verliehen

25.08.2009 - 11:15 Uhr
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Schwerkraft
© dffb, Berlin
Schwerkraft
Junge Filmemacher hoffen heute Abend auf den Gewinn des First Steps. Das sichert ihnen nicht nur ein gut dotiertes Preisgeld, sondern auch große Aufmerksamkeit bei deutschen Filmproduzenten.

Der Deutsche Nachwuchspreis – First Steps – hat in den vergangenen 10 Jahren ein überaus sicheres Gespür für junge Talente bewiesen. Regisseure, die zu den Preisträger und Nominierte zählten, sind heute erfolgreich, darunter Florian Gallenberger, Maren Ade, Valeska Grisebach, Vanessa Jopp oder Hans Weingartner. Mit dem First Steps haben sie erstmals für Aufmerksamkeit gesorgt und konnten danach – manche auch schon davor – nationale und internationale Erfolge feiern. Heute Abend werden am Berliner Potsdamer Preis nicht nur die Preisträger feiern, sondern auch der Preis selbst, denn er feiert sein 10-jähriges Bestehen.

Wie Initiator Nico Hofmann beschreibt, der auch schon als Jurymitglied tätig war und zu den erfolgreichsten deutschen TV-Produzenten zählt, geht es beim First Steps darum, jene jungen Filmemacher auszuzeichnen, die bereits über eine eigene Persönlichkeit verfügen, die eine ganz eigene Handschrift entwickelt und den richtigen Weg beschritten haben. In diesem Jahre sind für den Lang-Spielfilm-Bereich vier Filme nominiert. Wir stellen sie Euch kurz vor:

Maximilian Erlenwein (Jahrgang 1975) hat mit Schwerkraft einen gut besetzten Thriller vorgelegt: Jürgen Vogel und Fabian Hinrichs spielen die Hauptrollen. Erzählt wird von Frederik Feinermann, einem aufstrebenden jungen Bankangestellter, dessen Leben in geordneten Bahnen verläuft. Als sich ein Bankkunde, dem Frederik im Zuge der Bankenkrise den Kredit kündigt, vor seinen Augen erschießt, brennt in Frederik eine Sicherung durch. Zusammen mit einem alten Bekannten, dem Ex-Knacki Vince Holland, lebt er Gedanken und Gefühle aus, die er seit Jahren mit aller Macht unterdrückt hat. Der anfängliche Spaß an der Grenzüberschreitung entwickelt sich zu einer Sucht nach Gewalt und Kriminalität. Aber Frederik geht zu weit.

Etwas experimenteller geht es bei Armee der Stille ´09 – La isla bonita vom Regisseur Roland Lang (Jahrgang 74) zu. Er erzählt von sieben Menschen, die auf der Suche nach ihrer Geschichte sind, in einer Welt, die alles und nichts zulässt. Vor allem keine neuen Geschichten mehr. Der junge Filmemacher Tomasz Emil Rudzik (Jahrgang 79) blickt in Desperados on the Block auf das Studentenwohnheim München-Freimann mit seinen 23 Etagen und 630 Bewohnern. Der Aufzug des Wohnheims verbindet die Geschichten von Motek, Clara und Sin. Sie alle sind fremd in München und sie alle sind einsam. Hinter der grauen Fassade des Blocks entfalten die Wünsche und Lebensträume der jungen Bewohner bizarre Blüten.

In Résiste – Aufstand der Praktikanten von Jonas Grosch (Jahrgang 1981) geht es um den kapitalistisch veranlagten Fast-Yuppie Till und die linksaktivistische Halbfranzösin Sydelia. Beide kämpfen jeweils für ihre Wertvorstellungen. Während Till gerade Chef seiner eigenen Praktikantenberaterfirma geworden ist und damit eine lukrative Marktlücke entdeckt hat, kommt Sydelia auf die Idee ihn mit revolutionären Mitteln aus der kapitalistischen Welt zu befreien. Am Gipfel der Bemühungen soll ein bundesweiter Praktikantengeneralstreik stehen, der ganz Deutschland lahm legt.

Wir werden Euch morgen berichten, wer den renommierten Nachwuchspreis gewonnen hat. Vielleicht können wir einen der Filme auch auf der großen Leinwand sehen.

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