Ghostbusters 3: Macher äußert sich kontrovers zum Sequel und die Fans rasten aus

21.02.2019 - 11:40 UhrVor 3 Jahren aktualisiert
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Ghostbusters 3 - Teaser (English) HD
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© Paramount
Ghostbusters
Regisseur Jason Reitman hat es soeben geschafft, einen ordentlichen Teil der Ghostbusters-Fangemeinde gegen sich aufzubringen. Dabei wollte er nur klarstellen, wie sehr er sich mit Ghostbusters 3 an ebendiese Fans richtet.

Zuletzt reagierten die Fans begeistert, als Ghostbusters 3 überraschend mit einem ersten Teaser-Trailer angekündigt wurde. Doch der Wind im Filmgeschäft kann sich schwindelerregend schnell drehen. Genau das bekommt Regisseur Jason Reitman gerade zu spüren. Er erklärte im Monday Morning Podcast  mit Bill Burr, wie seine Pläne für die Fortsetzung aussehen. Seine Wortwahl ging jedoch einigen Fans mächtig gegen den Strich.

Ghostbusters 3 soll eine Liebeserklärung an das Original werden

Auf den ersten Blick scheint das Konzept, das Jason Reitman für Ghostbusters 3 hat, nach allem, was sich die Fangemeinde wünscht:

Das hier wird eine Liebeserklärung an Ghostbusters. Ich liebe dieses Franchise. Ich bin damit aufgewachsen. Ich verstehe mich selbst quasi als den ersten Ghosbusters-Fan. Ich war irgendwas um die sieben Jahre alt, als dieser Film herauskam, und ich liebe ihn. Ich will einen Film für alle Fans wie mich machen.

So weit, so nett. Eine Liebeserklärung für die Fans, in den Fußstapfen von Reitmans Vater Ivan Reitman, seines Zeichens der Regisseur der ersten beiden Ghostbusters-Filme. Seine Treue gegenüber den Klassikern geht sogar so weit, dass er und sein Team für den Teaser die originalen Poster ausgruben, deren Schrift abscannten und sie in der Ankündigung "Sommer 2020" zu verwenden. Doch dann schoss Reitman sich ein gewaltiges Eigentor.

Ein vertrauter Anblick im Teaser zu Ghostbusters 3

Ghostbusters 3 ignoriert Paul Feigs Ghostbusters-Reboot

Zum Schluss erklärte Reitman, er wolle den Film "den Fans zurückgeben". Damit erinnerte er daran, dass Ghostbusters 3 Paul Feigs weiblich besetzten Ghostbusters-Film komplett ignorieren und sich vielmehr an Fans des Originals richten wird. Hier liegt das Problem. Denn viele (vor allem weibliche) Fans mussten für ihre Liebe zum neuen Film harsche, sexistische Kommentare einstecken - oft von den "Fans", denen Reitman seinen Film widmen will.

Auf Twitter herrscht jedoch Entrüstung, wie einige Reaktionen (via Comic Book ) zeigen:

Jason Reitman wird das Franchise an die wütenden, emotional verkrüppelten, überwiegend idiotischen Fans zurückgeben.

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Es ist traurig, dass Reitman denkt, er gibt Ghostbusters "den Fans zurück". Wir haben fast ein ganzes Jahr damit verbracht, sexistische Idioten zu bekämpfen und zu versuchen, ihnen zu erklären, dass niemand den Fans des Originals [...] irgendetwas weggenommen hat. Ich fühle mich verraten...

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Ich bin ein wahrer Ghostbusters-Fan [...] Ich habe Feigs Film GELIEBT. Ich werde den neuen vermutlich auch lieben. Aber Reitmans Kommentare ignorieren einfach völlig, wie mies mit den weiblichen Fans umgegangen wurde, nur weil es mal jemand gewagt hat, eine weibliche Besetzung zu haben.

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Für alle, die es nicht kapiert haben: "Es den Fans zurückgeben" bedeutet nicht "der Film wird gut." Es spricht nur genau die Leute an, die dachten, einen Ghostbusters Film mit Frauen zu machen, würde alle beleidigen, die die alten Filme lieben.

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Jason Reitman räumt eine unglücklich Wortwahl ein

Damit springen die Fans Ghostbuster-Darstellerin Leslie Jones bei, die sich über die Ignoranz gegenüber den weiblichen Ghostbusters zuletzt stinksauer äußerte. Natürlich muss dazu gesagt werden, dass Reitman gerade in ein Haifischbecken sondersgleichen steigt. Jedes seiner Worte wird nun besonders sorgfältig überprüft.

Auf Twitter äußerte sich der Regisseur unlängst zu den jüngsten Ereignissen und rückte seine Aussage in ein neues Licht. Es war nie sein Ziel, das Ghostbusters-Reboot zu ignorieren bzw. zu überschreiben. Im Gegenteil: Für Paul Feigs Arbeit empfindet er nichts als Bewunderung, wie Jason Reitman schreibt:

Wo, das ist falsch herübergekommen! Ich empfinde nichts als Bewunderung für Paul [Feig], Leslie [Jones], Kate [McKinnon], Melissa [McCarthy] und Kristen [Wiig] und den Mut, mit dem sie Ghostbusters 2016 umgesetzt haben. Sie haben das Universum vergrößert und einen fantastischen Film geschaffen.

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Wie sehr Ghostbusters 3 nun tatsächlich die Fans der ersten beiden Filme beglücken wird oder ob er nur eine Film gewordene Midlife-Crisis wird, sehen wir dann am 30.07.2020. Die Dreharbeiten zu Ghostbusters 3 sollen noch diesen Sommer beginnen.

Was sagt ihr zu Jason Reitmans Kommentar zu Ghost Busters 3?

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