Game of Thrones in größenwahnsinniger: Bei Sky geht mit Succession eine der besten Serien der letzten 10 Jahre weiter

22.11.2021 - 13:00 Uhr
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Succession - S03 Trailer (English) HD
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In Staffel 3 widmet sich Succession vor allem dem Kampf zwischen Kendall (links) und seinem Vater Logan Roy (rechts)Abspielen
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In Staffel 3 widmet sich Succession vor allem dem Kampf zwischen Kendall (links) und seinem Vater Logan Roy (rechts)
Endlich ist Staffel 3 des Serien-Meisterwerks Succession bei Sky verfügbar. Und beweist, dass Game of Thrones nicht die beste HBO-Serie der letzten Dekade ist.

Es gibt Serien, die zeigen einem ein Leben, das man gerne führen würde oder entführen einen in komplett neue, faszinierende Welten. Und es gibt Serien, die lassen einen einfach nur verdammt froh sein, dass man nicht Teil einer milliardenschweren Medienfamilie ist. Succession gehört zu letzterer Kategorie – und zeigt die zu gleichen Teilen toxischste und unterhaltsamste Serienfamilie der letzten Jahre.

Die HBO-Serie begleitet die New Yorker Familie Roy rund um Patriarch Logan (Brian Cox) und dessen Kinder Connor (Alan Ruck), Kendall (Jeremy Strong), Roman (Kieran Culkin) und Siobhan (Sarah Snook) bei der Frage: Wer beerbt den Medienmogul und übernimmt die Kontrolle über seine Firma, wenn er irgendwann nicht mehr selbst dazu in der Lage ist? Das Ergebnis sind Verrat, politische Ränkespiele und Beschimpfungen, die selbst Tywin Lannister eine Spur zu hart wären.

Staffel 3 von Succession setzt in Sachen Familiendrama noch eine Schippe drauf

Succession - S03 Teaser Trailer (English) HD
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Sky zeigt ab dem 22. November jeden Montag eine neue Folge der 3. Staffel. Die bisherigen zwei Staffeln gibt es bereits vollständig auf Abruf bei Sky Ticket. Der ideale Zeitpunkt also, um die mehrfach ausgezeichnete Serie mit Starbesetzung nachzuholen – oder endlich in die Weiterführung der perfekten Mischung aus Game of Thrones, House of Cards und einer kleinen Prise Die Sopranos und Arrested Development einzutauchen.

Besser als Game of Thrones: Was Succession bei Sky so besonders macht

Was ist die beste Drama-Serie, die HBO in den letzten 10 Jahren produziert hat? Für viele wäre die Antwort klar: Game of Thrones. Selbst wenn die 8. Staffel der Fantasy-Saga nach wie vor für heftige Diskussionen sorgt. Mit Succession hat der US-Sender allerdings etwas geschaffen, was den Kampf um Macht nicht nur in große Bilder und zackige Dialoge packt.

Die Serie brilliert vor allem in der Darstellung des Traumas, das alle Roy-Kinder in sich tragen. Habt ihr euch mal gefragt, warum Cersei Lannister so wahnsinnig viel Wein trinkt? Wahrscheinlich nicht, weil es sich so gut anfühlt, unter einem größenwahnsinnigen Patriarchen aufzuwachsen, der seine Kinder lediglich als Erfüllungsgehilf:innen seines eigenen Erfolgs sieht.

Die Roys, eine schrecklich "nette" Familie: Kendall, Roman, Logan, Siobhan, Connor (v.l.n.r.)

Wo Game of Thrones nur an der Oberfläche kratzt, lotet Succession die psychologischen Folgen toxischer Familienkonstellationen mit einer Mischung aus Tiefe und absurdem Humor aus, von der andere Serien nur träumen können. Und macht trotzdem klar: Jeder hier ist ein furchtbarer Mensch. Deswegen kann man sich auch ohne schlechtes Gewissen über diese machtgeilen Superreichen lustig machen.

Succession bleibt auch in Staffel 3 die beste Serie, über die kaum jemand spricht

In den USA gehört die HBO-Serie zu den gehyptesten Titeln zurzeit. Wöchentlich erscheinen "Power Rankings", bei denen ganz genau aufgeschlüsselt wird, welcher Charakter sich in der aktuellsten Folge den Platz an der vorläufigen Spitze erkämpft hat. Dutzende Artikel und Interviews beschäftigen sich mit den psychologischen Hintergründen der Roys und wie realistisch die Darstellung einer superreichen Mediendynastie im 21. Jahrhundert ist. Es gibt sogar einen Succession-Podcast .

In Deutschland hingegen scheint Succession unter dem Radar zu laufen – noch. Fakt ist: Es gibt aktuell keine andere Serie, die klüger, besser und witziger zeigt, was Macht, Trauma und Familie aus Menschen machen kann. Wer sich das entgehen lässt, ist selbst schuld.

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