Game of Thrones-Finale: Ein toter Fanliebling sollte anfangs überleben

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Die 8. Staffel Game of Thrones schockte uns mit dem Tod zahlreicher Charaktere, die wir seit den frühen Staffeln auf ihrem schwierigen Weg in der Welt von Eis und Feuer begleitet hatten. Angefangen von Theon Graufreud (Alfie Allen), der heroisch seinen inneren Konflikt überwand, bis hin zu Daenerys Targaryen (Emilia Clarke), die am Ende tragischerweise dem Wahnsinn erlag. Eine dieser Figuren sollte aber ursprünglich gar nicht sterben.

Ein anderes Schicksal für den Game of Thrones-Bären

Wie Comic Book berichtet, war eigentlich ein ganz anderes Ende für den Bären von Westeros, Jorah aus dem Hause Mormont (Iain Glen), vorgesehen. Dieser sollte nicht in der Schlacht von Winterfell bei der Verteidigung seiner Khaleesi sterben, sondern am Ende mit Jon (Kit Harington) quicklebendig an die Mauer ziehen. Drehbuchautor Dave Hill gegenüber Entertainment Weekly zu der ursprünglichen Idee:

Für eine lange Zeit wollten wir, dass Jorah Mormont am Ende an der Mauer ist. Die drei, die aus dem Tunnel kommen, wären Jon, Jorah und Tormund gewesen.

Aber (...) Jorah sollte den noblen Tod haben, nach dem er verlangte, während er die Frau verteidigt, die er liebt.

Passender Tod in den Armen der Khaleesi

Tatsächlich scheint der heroische und aufopferungsvolle Tod für die Frau, die er so geliebt hat, in der Serie der bessere Abschluss für die Charakterentwicklung von Jorah Mormont zu sein, der anfangs eigennützig und kontrollierend gegenüber Daenerys auftrat.

Auch in Bezug darauf, dass Jorah so nie erfährt, dass seine Khaleesi, der er so lange gefolgt ist, zu einer wahnsinnigen Tyrannin geworden ist. Das sieht sein Darsteller Iain Glen ähnlich:

Es ist wahrscheinlich das Beste. Es ist ein Segen für ihn, dass er niemals herausgefunden hat, was mit ihr passiert ist. Und aus einem pragmatischen dramatischen Blickwinkel heraus hat sein Tod einem größeren Zweck gedient

Das Ende von Jorah Mormont in den Büchern?

Doch wie kommt es dann, dass dieses Ende überhaupt für Jorah im Gespräch war? Immerhin schien es auch logistisch schwierig, Jorah (wie geplant) vor den Ereignissen des Finales an die Mauer zu bekommen. Wir wissen, dass Autor George R.R. Martin den Serienmachern David Benioff und D.B. Weiss in groben Zügen erzählt hat, wie er die Bücher für die wichtigsten Figuren zu beenden gedenkt.

In Buch und Serie wurde bereits zuvor angedeutet, dass ein Ende bei einer neuen Nachtwache das Schicksal Jorahs sein könnte, um für seine vorherigen Verbrechen als Sklavenhändler Buße zu tun und den letzten Wunsch seines Vaters Jeor (James Cosmo) zu erfüllen, den dieser Sam (John Bradley) in Crasters Bergfried übermittelt hat.

Zwei verschiedene Jorahs

Die Serienversion von Jorah ist jedoch sehr unterschiedlich von der Figur im Buch, die negativer und auch egoistischer dargestellt wird. Während die Serie zeigt, dass Jorah Mormont sich durch seine Taten gebessert hat, könnte Buch-Jorah weiterhin keine selbstlose Seite bei sich entdecken und deswegen als Nachfolger seinen Vaters an der Mauer enden.

Für die Serie passte sein Ende in Episode 3 jedoch definitiv besser.

Was haltet ihr von Jorah Mormonts Schicksal in Game of Thrones?

Moviepilot Team
RobertMuldoon Dennis Meischen
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Volontär bei moviepilot. Berichtet am liebsten über Gangsterstreifen und Werke, in denen sich Literatur und Filmkunst vereinen. Weiß, wo Leute hinkommen, die guten Scotch verschwenden.
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