Netflix killt beliebte Fantasy-Serie nach einer Staffel: "Ich hab das so satt"

05.08.2022 - 09:05 UhrVor 6 Monaten aktualisiert
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First Kill endet schon nach einer StaffelNetflix
Die Netflix-Absetzung von First Kill hat Fans der Fantasy-Serie geschockt. Die Vorwürfe gegen den Streamingdienst sind heftig.

Update: Wir haben den Artikel um ein Statement der Showrunnerin ergänzt, die näher auf die Gründe der Absetzung eingeht. Ihr findet es am Ende der News.

Das ist der lauteste Absetzungs-Aufschrei seit langem. Netflix hat die Fantasy-Serie First Kill nach nur einer Staffel beendet. In der Geschichte verliebt sich die Vampirin Juliette (Sarah Catherine Hook) in die Vampirjägerin Calliope (Imani Lewis). Eine queere Geschichte über zwei lesbische junge Frauen mit einer afroamerikanischen Hauptdarstellerin: Derart diverse Serien schaffen es selten zu einem der großen Streamingdienste. Entsprechend groß ist die Wut der Fans.

Die Netflix-Absetzung der Fantasy-Serie First Kill kommt überraschend

Um First Kill hatte sich in kurzer Zeit eine treue Fangemeinde geschart. Und falls das jetzt so klingt: First Kill war mitnichten ein Nischen-Phänomen. Staffel 1 hielt sich 3 Wochen in der globalen Netflix-Serien Top 10 , reihte sich zwischenzeitlich nur hinter den etablierten Peaky Blinders und Stranger Things ein. Knapp 100 Millionen Stunden wurden weltweit geschaut. Von einem Flop nach Netflix-Parametern kann nicht die Rede sein.

Schaut den Trailer zu First Kill

First Kill - S01 Trailer (Deutsche UT) HD
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Zudem war First Kill wohl eher günstig, das Produktionsniveau nicht besonders hoch, was zu schlechten Kritiken führte. Schlechte Kritiken wiederum interessieren Netflix wenig. Eine Verlängerung hätte den Streamingdienst jedoch kaum etwas gekostet und viele Fans glücklich gemacht. Warum also wurde First Kill abgesetzt? Das fragen sich auch die Fans auf Twitter. Die Stimmung dort ist empfindlich, denn der Fall erinnert an ebenfalls verfrüht gecancelte, queere Serien wie GLOW und Everything Sucks!

Die wütenden Reaktionen auf das First Kill-Ende

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First Kill, eine Serie, die nicht an ein Franchise gebunden ist oder an bekannte Namen, wird abgesetzt, als hätte es nicht während seines ersten Monats die Netflix Top 10 dominiert. Das ist ärgerlich.
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First Kill war nicht die Krone des Genres, aber sie war für viele in der queeren Community etwas Besonderes, wie dieser Kommentar zeigt:

Es ist mir egal ob Heteros dachten, First Kill sei überzeichnet und kitschig oder hatte schlechtes CGI. Ihr habt 100 Versionen davon, uns muss es erlaubt sein, eine queere Version davon zu haben. [...]
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Immer wieder fällt der Vergleich zu Heartstopper. Die gefeierte Serie über ein junges, weißes, männliches Paar wurde bei ähnlichem Erfolg um zwei Staffeln verlängert.

Heartstopper um zwei Staffeln zu verlängern und First Kill abzusetzen, das in den ersten zwei Wochen 2,2 Millionen [Stunden] mehr als Heartstopper hatte ... ich hab es so satt.
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Viele Fans kritisieren eine im Vergleich zu schwulen Liebesgeschichten mangelnde Repräsentation von lesbischen Liebesgeschichten bei Netflix.

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Es ist verdammt seltsam, das Netflix First Kill absetzt. Eine erfolgreiche Women loving Women-Serie mit einer schwarzen Hauptdarstellerin, die erfolgreicher war als viele andere Netflix-Originals.
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Wie Netflix die Absetzung von First Kill begründet

Gestern veröffentlichte The Daily Beast ein Interview  mit der Showrunnerin Felicia D. Henderson. Die Netflix-Verantwortlichen hätten sie über die Absetzung informiert und diese begründet. Demnach hätten nicht ausreichend Zuschauende die Staffel beendet. Sie sei sehr enttäuscht. Zudem beschwerte sie sich über das Marketing zur Serie, es seien nicht die wichtigen Aspekte der Serie beworben worden.

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