Dragon Ball Super: Broly bietet alles, was das Fan-Herz begehrt

Dragon Ball Super: Broly
© Bird Studio/Shueisha, 2018 Dragon Ball Super The Movie Production Committee
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Achtung, Spoiler zu Dragon Ball Super: Broly: Vermutlich dürfte jeder von uns diese eine spezielle Geschichte haben, die er ganz besonders ins Herz geschlossen hat. Für mich ist diese ganz besondere Saga eindeutig Dragon Ball, begleiten mich die Abenteuer von Son-Goku und seinen Freunden doch bereits seit meiner Kindheit. Gestern Abend lief Dragon Ball Super: Broly, der neueste Film von Akira Toriyamas Erfolgs-Franchise, der sich an den Kinokassen als wahrer Überflieger entpuppte, im Rahmen der KAZÉ Anime Nights 2019 endlich auch in unseren Kinos.

Dragon Ball Super: Broly entführt uns in die Vergangenheit

Die Saiyajin sind ein gefürchtetes Krieger-Volk, welches sich nun einem neuen Herrscher namens Freezer fügen muss. Auf beiden Seiten herrscht Misstrauen, das letztendlich zur vollständigen Vernichtung des Planeten Vegeta sowie der meisten Saiyajin führen soll. 43 Jahre später, nach dem Turnier der Kraft, erscheint Freezer mit einem nie zuvor gesehenen Saiyajin namens Broly auf der Erde, der gegen Son-Goku und Vegeta kämpft. Erneut hängt das Schicksal des blauen Planeten am seidenen Faden, denn Brolys Kraft übertrifft alles, gegen das unsere Helden bisher kämpfen mussten.

Die Geschichte des Films erweckt die Vergangenheit der Saiyajin mit einer überraschend langen Flashback-Sequenz zu neuem Leben und rückt in diesen Szenen die Väter unserer drei Hauptfiguren in den Fokus. Somit sehen wir, wie ihre Entscheidungen die Leben ihrer Söhne Vegeta, Son-Goku und Broly prägen sollten. Obgleich die Geschichte nicht sonderlich komplex ist, so wird sie doch über die insgesamt 100 Minuten Laufzeit spannend erzählt und legt dabei ein hohes Tempo vor, weshalb der Film niemals langweilig wird. Besonders Broly stiehlt den anderen Charakteren dabei die Show.

Dragon Ball Super: Broly ist überraschend emotional

Wie der Titel des Films bereits verrät, wurde mit Broly ein waschechter Fan-Liebling der Dragon Ball-Saga reaktiviert, der bereits zu Dragon Ball Z-Zeiten in zwei Kinofilmen eine prominente Rolle spielte. Diesmal lernen wir jedoch einen ganz anderen Broly kennen, denn im Gegensatz zum DBZ-Original besitzt der neue Broly etwas, das sein Vorgänger, wenn überhaupt, lediglich im Ansatz hatte: eine Persönlichkeit. Erstmals ist Broly ein Charakter, mit dem wir Fans mitfiebern, dem wir uns emotional verbunden fühlen können. Dragon Ball-Schöpfer Akira Toriyama, der wie bereits bei den vorangegangenen zwei Filmen des Franchise erneut für das Drehbuch verantwortlich zeichnete, hat mit seinem Broly wirklich ganze Arbeit geleistet.

Broly ist dabei keineswegs böse, sondern in seinem Kern ähnlich unschuldig und gütig wie Son-Goku. In Flashbacks erfahren wir mehr über Brolys Kindheit, die von dem unstillbaren Rachedurst seines Vaters Paragus geprägt war. In den Jahren der Misshandlung und Folter wurde Broly gebrochen, wieder und wieder, bis er zu einem von Hass erfüllten, geistlosen Monster wurde, werden musste, um seinem Schmerz entkommen zu können. Der Film erzählt in seinem Kern die Geschichte eines Mannes, der noch immer von den Dämonen seiner Vergangenheit gepeinigt wird, gleichzeitig jedoch erstmals einen zarten Hoffnungsschimmer erblicken kann. Broly ist somit nicht der klassische Dragon Ball-Bösewicht, sondern ein innerlich geschundener Charakter, dessen Schicksal sicherlich nicht nur mich berühren konnte.

Dragon Ball Super: Brolys Action spottet jeder Beschreibung

Mit Dragon Ball verbinden vermutlich viele Anime-Fans diverse neue Saiyajin-Transformationen sowie natürlich krachende Action, die den Bildschirm erzittern lässt. In diese langjährige Serien-Tradition stellt sich natürlich auch Dragon Ball Super: Broly, der nach dem eingangs erwähnten Flashback-Prolog Non-Stop-Action der feinsten Art abliefert und dabei einen neuen Standard für das Franchise setzt. Unabhängig davon, ob Broly nun gegen Son-Goku, Vegeta, beide auf einmal oder auch ganz andere Charaktere kämpft, die Inszenierung, Choreographie und Kameraarbeit während der Kämpfe ist herrlich brachial gelungen, und wenn Broly immer und immer wieder auf sein Gegenüber einprügelt, Berge zerbersten und die Grenzen von Zeit und Raum gesprengt werden, spürt der Zuschauer jeden einzelnen der gewaltigen Schläge des Legendären Super-Saiyajin.

Obgleich die Qualität der Zeichnungen ab und an schwankt und einige CG-Elemente den ansonsten sehr schönen Look stören, ist es die Geschmeidigkeit der Animationen, die es dem Film ermöglicht, die altehrwürdige Saga in neue Höhen zu führen. Der neue Stil, welcher sich bedeutend näher an Toriyamas Manga-Zeichnungen orientiert, erlaubt jederzeit flüssige, energiereiche Bewegungen. Speziell der finale Showdown zwischen Broly und Fusions-Krieger Gogeta spottet jeder Beschreibung. Hier treffen gottgleiche Wesen aufeinander, welche die Erde sowie das Universum selbst in ihren Grundfesten erschüttern und dabei alles um sich herum endgültig auszulöschen drohen. Diese 60-minütige Action-Tour de Force gewährt dem Zuschauer keine Verschnaufpause und lässt ihn ausgebrannt nach Atem ringen. Brolys Comeback liefert die ultimative Dragon Ball-Action.

Dragon Ball Super: Broly ist ein Liebesbrief an die Anime-Saga

Der 20. Kinofilm des Franchise bietet alles, was sich der geneigte Dragon Ball-Fan nur wünschen kann: Eine spannende Story, eine gewisse Prise Fan-Service in Form zahlreicher Referenzen und Gastauftritte sowie natürlich bildgewaltige mitreißende Action. Abgerundet wird dieses Rundum-sorglos-Paket mit überraschend emotionalen Momenten, in denen wir Broly besser kennenlernen und uns ihm tatsächlich verbunden fühlen.

Dragon Ball Super: Broly ist ein Liebesbrief an die Anime-Saga und der beste Film, den die Reihe bisher hervorbrachte. In ihm vereint sich alles, was Fans seit Jahrzehnten an Son-Gokus Abenteuern lieben, und ausgehend von Brolys internationalem Erfolg dürfte dies lediglich der Anfang sein.

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