Mein Herz für Dragon Ball

Dragon Ball - Brolys Filme waren die Geburt eines waschechten Fan-Lieblings

Broly
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Seit seinem ersten Auftritt vor mehr als 25 Jahren gehört Broly zu den festen Größen der Dragon Ball-Saga. Sein einzigartiges Design sowie seine überwältigende Stärke als Legendärer Super-Saiyajin hinterließen einen bleibenden Eindruck und sorgten dafür, dass er zu einem wahren Fan-Liebling werden sollte. Auch wenn wir ihn bisher lediglich zweimal in Anime-Abenteuern des Franchise gesehen haben, tauchte er dafür umso öfter in anderen Geschichten, speziell zahlreichen Dragon Ball-Videospielen sowie einigen Fan-Manga auf. Nun möchte ich gemeinsam mit euch ein letztes Mal zurückblicken und Mein Herz für Dragon Ball gewissermaßen mit Mein Herz für Klassiker verbinden :)

Dragon Ball Z Filme 8 & 10 - Geburt und Rückkehr einer Saiyajin-Legende

Eines friedvollen Tages landet ein unbekanntes Raumschiff auf der Erde, dem zur Überraschung unserer Helden ein Saiyajin namens Paragus mit einer kleinen Streitmacht entsteigt. Er berichtet Vegeta, es gebe einen neuen Saiyajin-Planeten und er müsse mitkommen, um dort zum König gekrönt zu werden. Außerdem könne einzig Vegeta den Legendären Super-Saiyajin besiegen, welcher kürzlich die Süd-Galaxie in Schutt und Asche gelegt hatte. Auf Neu-Vegeta angekommen, lernen Vegeta und die Anderen Paragus' Sohn Broly kennen, der nach Son-Gokus Ankunft auf dem Planeten schnell seine wahre, grausame Natur offenbart. Broly ist der Legendäre Super-Saiyajin, ein Krieger von unvergleichlicher Stärke und Brutalität, der unseren Helden alles abverlangt.

Obwohl sie all ihre Energie aufbrauchten, um Broly zu besiegen, hatten Son-Goku und seine Freunde lediglich eine Schlacht gewonnen, denn ihr Gegner war nicht tot. Sieben Jahre später erwachte Broly, der sich in letzter Sekunde in einer Raumkapsel zur Erde retten konnte, aus seinem Schlaf und attackierte Son-Goten, Trunks und Videl. Später tauchte Son-Gohan auf, der Brolys überwältigender Stärke letztendlich jedoch nicht gewachsen. war. Erst Dank der Hilfe seines kleinen Bruders sowie ihres Vaters, der wundersamer Weise bei ihm erschien, obwohl er tot sein müsste, konnten sie Broly mit einem gewaltigen Kamehame-Ha endgültig besiegen. Hier endet Brolys Geschichte, dessen Seele fortan in der Hölle schmorte.

Krachende Action mit kleinen Story-Schwächen

Die Geschichten, welche in diesen beiden Filmen erzählt werden, sind nun nicht unbedingt tiefgründig oder komplex, doch das müssen sie auf gar nicht sein, um unterhalten zu können. Somit sind die Geschichten zwar recht vorhersehbar, doch gerade als Fan der Saga wird man definitiv auf seine Kosten kommen. Speziell Broly ist wahrlich kein sonderlich tiefgründiger Charakter, doch wirklich viel Raum zur Charakterentwicklung ist in den 70 beziehungsweise 50 Minuten auch nur bedingt möglich; stattdessen kommen beide Filme schnell zum Punkt respektive der Action und die kann sich auch heute noch absolut sehen lassen. Broly wird als wahres Monster dargestellt, dessen einzigartige Legendärer Super-Saiyajin-Transformation ihn zu einem schier unüberwindbaren Hindernis werden lässt und sogar Vegetas Kampfgeist vollständig zerbrechen lässt.

Dafür liefern beide Filme genau das, was Fans sich von einem Aufeinandertreffen zwischen unseren Helden und dem Legendären Super-Saiyajin erhoffen: Krachende Action. Die Kämpfe zwischen Broly und den Z-Kriegern sind toll inszeniert und glänzen mit einigen ikonischen Momenten, die spätere Auskopplungen des Franchise, speziell Dragon Ball Super mit dem neuen Charakter Kale, zitieren sollten. Als Zuschauer spüren wir die brachiale Wucht von Brolys Schlägen und können die Anstrengung sowie Verzweiflung unserer Helden absolut nachempfinden. Mit Broly bricht eine Naturgewalt über sie hinein, die visuell eindrucksvoll in Szene gesetzt wurde - auch wenn es letztendlich einen Deus Ex Machina-Moment brauchte, um ihn besiegen zu können, was zurecht von vielen Fans an Brolys ersten beiden Filmauftritten kritisiert wurde.

Mit Broly stieg ein Film-Charakter zur Dragon Ball-Ikone auf

Dafür hinterließ der Charakter definitiv seine Spuren, nicht nur bei unseren Protagonisten, sondern im gesamten Franchise, denn Broly gehört zweifelsohne zu den beliebtesten Charakteren der gesamten Saga, auch wenn seine unnatürliche Stärke ebenfalls seit Jahren viel Anlass für Kritik gibt. Doch diesen negativen Stimmen zum Trotz, ist Broly inzwischen nicht mehr aus dem Dragon Ball-Franchise wegzudenken, denn kaum ein anderer Nebencharakter brachte es zu ähnlicher Popularität wie der Legendäre Super-Saiyajin. Neben Freezers Bruder Cooler ist Broly der einzige Film-Charakter, der in mehr als einem Kinofilm der Reihe im Mittelpunkt stand, doch sein Wirkungsbereich geht weit über die Filme hinaus, schließlich ist er ebenfalls aus anderen Ablegern des Franchise nicht mehr wegzudenken.

Speziell in den zahlreichen Videospielen, welche auf Akira Toriyamas vermutlich erfolgreichster Schöpfung basieren. kommt der geneigte Fan kaum um Broly herum. So tauchte er bereits zu PlayStation 2-Zeiten regelmäßig in diversen Dragon Ball-Videospielen auf und auch heute ist er noch immer munter dabei, jüngst beispielsweise in Dragon Ball Xenoverse 2, Dragon Ball FighterZ sowie Dragon Ball Legends, in dem er gegen den Saiyajin Shallot kämpft. In den Videospielen durfte Broly zudem noch stärker werden und meisterte in (Super) Dragon Ball Heroes sogar die Transformation in einen Vierfachen Super-Saiyajin, welche ihn zu einem nahezu unaufhaltsamen Gegner macht, gegen den selbst Son-Goku: Xeno seine liebe Mühe hatte.

Dragon Ball Super - Broly kommt in der Gegenwart an

Broly wirft seinen Schatten somit bis in die Gegenwart und ist für das Franchise noch immer relevant. Dies wird nicht nur anhand seiner Videospiel-Auftritte deutlich, sondern ebenfalls bei seinem Gegenstück aus dem 6. Universum: Kale. Im Rahmen eines Interviews wurde enthüllt, Akira Toriyama habe Kale nicht erschaffen, sondern das Team von Toei Animation. Sie wussten um die noch immer große Popularität Brolys, speziell bei uns im Westen, und wollten ihn in die Serie integrieren. Da das Team ihn jedoch nicht 1:1 kopieren wollte, entschlossen sich die Verantwortlichen, diesmal einen weiblichen Charakter zu erschaffen, der über vergleichbare Kräfte wie das Original verfügen sollte. Damit Kale eine Begleiterin bekam, erschuf Toriyama die Saiyajin-Kriegerin Caulifla als Kales Gefährtin.

Anlässlich des 20. Dragon Ball-Kinofilms wurde schließlich das Original reaktiviert, da Toriyama von seinem Editor darauf aufmerksam gemacht wurde, Broly sei noch immer ein sehr beliebter Charakter. Im Gegensatz zum ersten Auftritt des Legendären Super-Saiyajins vor 25 Jahren, ist diesmal Akira Toriyama selbst für den Charakter verantwortlich und drückt ihm seinen Stempel auf. Und so viel sei an dieser Stelle bereits verraten, aus dem einst sehr eindimensionalen Broly wurde im ersten Dragon Ball Super-Kinofilm ein überraschend komplexer sowie vor allem tragischer Charakter, dem sich der Zuschauer wirklich emotional verbunden fühlen kann. Broly könnte uns darüber hinaus noch länger begleiten, denn es wäre schlicht Verschwendung, einen solch populären Charakter zurückzuholen, nur um ihn dann direkt wieder fallen zu lassen.

Wie gefällt euch Broly? Und wen mögt ihr lieber, das DBZ-Original oder den DBS-Broly?

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