Doctor Strange: Das MCU braucht unbedingt wieder so einen gestörten Irrsinn

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Benedict Cumberbatch als Doctor Strange
15.09.2020 - 08:38 UhrVor 10 Tagen aktualisiert
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In der besten Szene gegen Ende explodiert Doctor Strange in einen irren Rausch aus Farben und Zeitschleifen. Von diesem Wahnsinn braucht das MCU unbedingt noch mehr.

Mit Doctor Strange hat Benedict Cumberbatch als titelgebender Magier seinen ersten Solofilm im Marvel Cinematic Universe (MCU) bekommen. In der Geschichte des Blockbusters wird der ehemalige Chirurg Stephen Strange nach einem fatalen Unfall in die Welt der Zauberei eingeführt und schließlich zum mächtigen Superhelden.

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Neben der typischen Origin-Story der Marvel-Figur stechen in Doctor Strange immer wieder die knallbunten Farben hervor, aus denen die Paralleldimensionen und alternativen Welten des Films geformt sind. Besonders im Finale erreicht der Blockbuster dadurch einen irrsinnigen Höhepunkt, der im MCU viel zu selten in so einer Form zelebriert wird.

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Das Finale von Doctor Strange ist ein schräger LSD-Trip in Filmform

Gegen Ende des Marvel-Blockbusters muss Doctor Strange um das Überleben unserer Erde kämpfen. Mithilfe eines Rituals ist es dem Bösewicht Kaecilius schon fast gelungen, dass die dunkle Dimension, in der die gewaltige Kreatur Dormammu herrscht, die Erde förmlich verschlingt und übernimmt.

Um den teuflischen Plan zu verhindern, reist Strange im Finale selbst in die dunkle Dimension, um sich Dormammu zu stellen. Nachdem der Film schon davor einen Blick in abgefahrene Alternativwelten geworfen hat, wenn der Superheld von der Ältesten in das Konzept des Multiversums eingeführt (oder besser: geschleudert) wird, explodiert Doctor Strange im Finale endgültig in ein wüstes Feuerwerk knallbunter Farben.

In diesem filmgewordenen LSD-Trip trickst der Magier die gewaltige Kreatur schließlich aus, indem er sich und Dormammu in eine Zeitschleife einsperrt. Nachdem Strange das erste Mal getötet wird, wiederholt sich der Ablauf immer wieder, wobei Dormammu schon beim zweiten Ablauf merkt, dass hier etwas nicht stimmt.

Aus dem großen Showdown, den MCU-Filme an dieser Stelle im Finale üblicherweise auffahren, wird in Doctor Strange dagegen ein schräges Zeitschleifen-Gefecht. Wieder und wieder spult der Film die Situation zurück, bis Dormammu die Nerven verliert und sich auf den Deal von Strange einlässt, die dunkle Dimension und sämtliche Schergen wie Kaecilius von der Erde zurückzuziehen.

Doctor Strange

Nur fünf Minuten und zahlreiche Déjà-vus später ist der große Finalkampf in Doctor Strange auch schon wieder beendet.

Der verspielte Wahnsinn im Doctor Strange-Finale ist eine MCU-Seltenheit

Viel zu selten verlassen sich die Filme des MCU auf einen ähnlich amüsanten Irrsinn wie Doctor Strange im Finale. Ein positives Beispiel sind noch die Szenen im Quantum Realm sowie das Finale in Ant-Man, in dem ein Kinderzimmer für den Kampf der geschrumpften Widersacher im Hosentaschenformat dient.

Oftmals wird im MCU stattdessen aber mehr auf effektüberladenen Bombast gesetzt, wie zuletzt beispielsweise Avengers 4: Endgame zeigte. Hier kämpfen die Superhelden in der großen Schlacht gegen Thanos hauptsächlich gegen eine gesichtslose Armada von CGI-Kreaturen, wobei irgendwann alles in unübersichtlichem Getöse verschwimmt.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich das kommende Sequel Doctor Strange 2: In the Multiverse of Madness schon allein wegen dem Filmtitel in ein knallbuntes Chaos stürzt und das MCU endlich mal wieder als LSD-getränkten Fiebertraum zelebriert.

Doctor Strange läuft heute Abend um 20:15 Uhr auf ProSieben.

Wünscht ihr euch im MCU auch mehr von solchen Szenen wie das verspielte Doctor Strange-Finale?

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