Serienschmuckstück

Der Tatortreiniger gewinnt Grimme-Preis 2012

14.03.2012 - 15:00 Uhr
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Der Tatortreiniger gewinnt den Grimme-Preis
© NDR
Der Tatortreiniger gewinnt den Grimme-Preis
Beim NDR lieblos weggesendet, beim Grimme-Preis ausgezeichnet. Gestern wurden die Sieger des wohl renommiertesten deutschen Fernsehpreises bekanntgegeben und Der Tatortreiniger räumte ab.

Jedes Jahr zeichnet der Grimme-Preis qualitativ hochwertige deutsche Fernsehformate aus und natürlich dürfen auch die Serien nicht fehlen. In den vergangenen Jahren zählten Stromberg, Dr. Psycho und Türkisch für Anfänger zu den Gewinnern. 2012 darf sich eine kleine, aber feine öffentlich-rechtliche Serie dazugesellen. Der Tatortreiniger mit Bjarne Mädel (Ernie aus Stromberg) räumte in der Kategorie Unterhaltung ab und darf nun hoffentlich auf ein paar mehr Entdecker hoffen.

Denn Jury-Mitglied Hans Hoff rügte zugleich den NDR. Der Sender habe Der Tatortreiniger “schlecht und lieblos” weggesendet: “So darf man mit gutem Fernsehen, das man selbst in Auftrag gegeben hat, nicht umgehen.” der NDR hatte die ersten vier Folgen der Serie unangekündigt (!) im nächtlichen Programm ausgestrahlt und die Wiederholungen dann am späten Abend.

Im Mittelpunkt der Serie steht der Tatortreiniger Schotty (Bjarne Mädel) und die seltsamen Gestalten, die er dank seiner unangenehmen Arbeit so trifft. Die Serie setzt dabei weniger auf Krimi-Elemente, sondern vermengt Comedy und Drama. Die Idee für Der Tatortreiniger stammt von Hauptdarsteller Bjarne Mädel und Stromberg-Regisseur Arne Feldhusen. Nachdem die Nominierung für den Grimme-Preis vor einiger Zeit bekannt wurde, entschied sich der NDR, weitere Folgen von Der Tatortreiniger zu produzieren. Wir können nur hoffen, dass der Sender sein Schmuckstück dann besser im Programm platziert.

Am 23. März, dem Tag der Verleihung des Grimme-Preises, dürfen sich außerdem Dominik Graf (Dreileben), Iris Berben (Liebesjahre), die Macher von Homevideo sowie Rosa von Praunheim (Die Jungs vom Bahnhof Zoo) über eine Auszeichnung freuen. Die weiteren Preisträger findet ihr auf der Homepage des Grimme-Instituts.

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