Heute einschalten: Dieser Fantasyfilm brachte mich dazu, 18.000 Kilometer entfernt in einen Fluss zu springen

17.09.2026 - 07:00 Uhr
Der Hobbit: Smaugs EinödeWarner Bros.
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Heute läuft im Fernsehen der fünfte Teil einer großen Fantasy-Reihe, der mich am anderen Ende der Welt auf mein eigenes, eindrückliches Fluss-Abenteuer schickte.

Einmal im Leben nach Neuseeland zu reisen, gehört wohl zu den Wünschen eines jeden eingefleischten Herr der Ringe-Fans. Ich erfüllte mir diesen Traum vor sieben Jahren, geriet dabei aber auch auf (Hobbit-)Abwege. Wenn, wie am heutigen 17. September 2026 um 20:15 Uhr bei VOX, der zweite Teil von Peter Jacksons zweiter Fantasy-Trilogie, Der Hobbit: Smaugs Einöde, im Fernsehen läuft, muss ich immer schmunzelnd daran zurückdenken.

Heute im TV: Der zweite Hobbit-Film zwang mich als Fantasy-Fan zum Baden

Im zweiten Film Der Hobbit: Smaugs Einöde (nach Eine unerwartete Reise und vor Die Schlacht der Fünf Heere) steckt Bilbo Beutlin (Martin Freeman) bereits mitten in seinem großen Abenteuer. In Begleitung der Zwerge und Gandalfs (Ian McKellen) hat der engagierte "Dieb" das Auenland weit hinter sich gelassen. Ihr Ziel ist die Rückeroberung des Einsamen Bergs, wo der Drache Smaug auf dem Zwergenschatz schläft.

Die Szene mit Bilbo und Smaug, die in den Eingeweiden des Erebor ein Wortduell ausfechten, gehört wahrscheinlich zu den besten des ganzen Films. Als weiterer eindrücklicher, wenn auch ein wenig alberner Moment brannte sich mir die Fässer-Flusspartie der Zwerge ein, die nach der Flucht aus dem Elbenreich von König Thranduil (Lee Pace) leere Weinfässer als Boote benutzten, um dem Düsterwald zu entkommen. Genau diese Szene animierte mich dazu, mehr als 18.000 Kilometer von Deutschland entfernt in einen fremden Strom Neuseelands zu hüpfen.

Als Herr der Ringe-Fan folgte ich dem Ruf dieses Hobbit-Flusses

"Ich ziehe in ein Abenteuer!" rief ich 2019 wie Bilbo, bevor ich den Flieger ans andere Ende der Welt bestieg (leider nicht in der Adler-Klasse). Pflichtschuldig stattete ich dem wundervollen Auenland-Set einen Besuch ab und erklomm auf dem lohnenswerten Tongariro-Pfad den Schicksalsberg. Obwohl ich gern vorausplane, sorgen aber insbesondere spontane Entscheidungen unterwegs häufig für die bleibendsten Reiseeindrücke – so auch hier.

Nur wenige Tage, bevor ich mit dem Mietauto von der Nord- auf die Südinsel Neuseelands überwechselte, entdeckte ich durch Zufall, dass die Fässer-Szene im Pelorus River  gedreht worden war. Das lag ja fast auf meiner Route? Da hatte meine Begleitung plötzlich kein Mitspracherecht mehr – ich musste um jeden Preis zu diesem Fluss! Er rief mich förmlich!

Von einer Brücke erblickte ich das erste Mal sein überraschend türkisgrünes Wasser. Und dann gab es kein Halten mehr: Ich stürzte mich in die kühlen Fluten. Es war (zum Glück) nicht die Wildwasserstelle, die im Film für gehörig Action sorgt. Aber die Strömung trug mich zügig vorwärts. Träumte ich? Vielleicht. Aber ehe ich michs versah, waren Straße und Auto hinter der nächsten Biegung verschwunden. Rasch beeilte ich mich, ans felsige Ufer zu schwimmen und über die Steine den Rückweg anzutreten. Andernfalls wäre ich vom Wasser (und meiner Fantasie) wohl zu weit fortgetragen worden.

Das einmalige Mittelerde-Gefühl dieses menschenverlassenen, grün gesäumten Flusses hat sich mir bis heute eingebrannt. Stand da nicht doch ein Elb versteckt im Dickicht und zielte mit seinem Bogen auf mich? In meinem Kopf schwammen jedenfalls alle dreizehn Zwerge vorbei und grüßten aus ihren Fässern.

Hobbit-Set-Video zeigt den Fässer-Dreh am Pelorus-River in Neuseeland:

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Andere reisen für gutes Essen oder Kulturprogramm in ferne Länder, mich trieb mein innerer Hobbit in einen geradezu magischen Fluss. Die filmreifen Erinnerungen habe ich als Souvenir, kostbarer als jeden Ring, mit nach Hause genommen. Sie tauchen immer dann aus den Fluten meines Gedächtnisses auf, wenn ich Smaugs Einöde mal wieder schaue. Heute ist also der ideale Tag dafür.

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