DC-Kontroverse: Justice League-Produktion wird von neuen Vorwürfen überschattet

02.07.2020 - 12:00 UhrVor 1 Monat aktualisiert
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© Warner Bros.
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Justice League-Star Ray Fisher äußert schwere Vorwürfe gegen Joss Whedon, der Zack Snyders Vision des DC-Films verändert hat. Zu seinen Anschuldigungen gibt es bereits Gegenstimmen.

Durch die offizielle Ankündigung, dass der Snyder-Cut von Justice League 2021 veröffentlicht wird, ist der DC-Blockbuster in den vergangenen Wochen wieder in die Diskussion geraten. Viele Fans stellen sich vor allem die Frage, wie stark sich die neue Fassung des Films von der bisherigen Justice League-Kinofassung unterscheiden wird.

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Vor wenigen Tagen sorgte ein neuer Twitter-Post von Cyborg-Darsteller Ray Fisher für Aufsehen. Der wirkte zunächst so, als würde sich der Justice League-Star nochmal gegen Joss Whedons Einfluss aussprechen, durch den Snyders Justice League-Vision stark verändert worden sein soll.

Gestern ließ Fisher konkrete Anschuldigungen folgen, die einen Schatten auf Whedons damaliges Verhalten am Justice League-Set werfen.

Hier könnt ihr euch die Ankündigung des Snyder-Cuts als Video anschauen

Zack Snyder's Justice League - Announcement Teaser (English) HD
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Justice League-Star Ray Fisher erhebt schwere Vorwürfe gegen Joss Whedon

In seinem Tweet vom 29. Juni 2020 teilte Ray Fisher nochmal ein Video von sich selbst, in dem er bei der San Diego Comic-Con 2017 lobende Worte für Joss Whedon äußert. Laut Fisher sei Whedon, der unter anderem bei den ersten beiden Avengers-Filmen Regie führte, ein großartiger Kerl und genau der richtige Ersatz für Zack Snyder gewesen.

In seinem Tweet kommentiert Fisher den Ausschnitt damit, dass er jeden Teil dieser damaligen Aussage jetzt zurücknehmen will:

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Was auf den ersten Blick wie ein weiterer Zuspruch für den kommenden Synder-Cut und ein Nachtreten gegen Joss Whedons Justice League-Eingriffe wirkt, wurde von Ray Fisher gestern mit konkreten Vorwürfen gegen den Regisseur ergänzt:

Joss Wheadons [sic] Behandlung der Justice League-Besetzung und -Crew am Set war widerlich, ausfallend, unprofessionell und völlig inakzeptabel. Es wurde ihm in vielerlei Hinsicht von Geoff Johns und Jon Berg ermöglicht. Verantwortung>Unterhaltung
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Joss Whedon wird nicht zum ersten Mal mit Vorwürfen konfrontiert

Derartige Vorwürfe wurden damit nicht zum ersten Mal gegen Joss Whedon laut. In einem aktuellen The Cut-Artikel  hat Claire Lamp sämtliche Vorfälle zusammengetragen, die den Regisseur in der Vergangenheit mehrfach in ein schlechtes Licht rückten. So soll Whedon, der als Showrunner für die populären Serien Buffy - Im Bann der Dämonen und Angel - Jäger der Finsternis verantwortlich war, die Schauspielerin Charisma Carpenter damals wegen ihrer Schwangerschaft gefeuert haben.

Weitere Anschuldigungen betreffen auch sexistische Auffälligkeiten. Der Leak eines älteren Wonder Woman-Drehbuchs von Whedon aus dem Jahr 2006 gibt beispielsweise einen Einblick in viele Beschreibungen der Superheldin, die von Whedon stark auf ihr Äußeres sowie umfassende Schilderungen ihrer Attraktivität reduziert wird.

Auch zur Justice League-Produktion ist ein ähnlicher Fall bekannt. Die Szene, in der Flash Wonder Woman vor herabfallenden Trümmern rettet und bei einem Sturz auf ihren Brüsten landet, war explizit von Whedon als Gag neu gedreht worden. Gal Gadot soll sich damals geweigert haben, eine solche Szene zu drehen, weshalb sie für den kurzen Moment gedoubelt wurde. Hier könnt ihr euch die Passage entsprechende anschauen:

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Variety  hat Joss Whedon und einen Repräsentanten von Warner Bros. direkt für eine Stellungnahme zu Ray Fishers Vorwürfen kontaktiert. Beide gaben keinen Kommentar dazu ab. Nur Jon Berg, der als Co-President of Production an Justice League beteiligt war und von Fisher ebenfalls beschuldigt wurde, Whedons Verhalten gestützt zu haben, äußerte sich.

Gegenüber Variety sagte Berg, dass es nicht der Wahrheit entsprechen würde, dass jegliche Form von unprofessionellem Verhalten zugelassen wurde. Stattdessen erinnert der Produzent an einen Vorfall, bei dem sich Fisher aufgebracht geweigert haben soll, die aus der Zeichentrickserie bekannte Cyborg-Catchphrase "Booyaa" zu sagen.

Im Video stellen wir euch nochmal die besten Momente aus den DC-Filmen vor

Die besten Momente der DC-Filme
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Schauspieler Alan Tudyk, der mehrfach mit Joss Whedon zusammengearbeitet hat, meldete sich auch zu Wort und verteidigte den Regisseur:

Ich war nicht dabei, aber ich kenne Joss seit 17 Jahren. Ich kann mir das ehrlich gesagt nicht einmal vorstellen und ich habe eine ziemlich gute Vorstellungskraft.
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Momentan ist die Situation also noch nicht klar zu durchblicken und verschiedene Aussagen stehen gegeneinander. Entscheidend wird sein, ob sich weitere Cast- oder Crew-Mitglieder von Justice League zu den Vorwürfen von Ray Fisher äußern und mehr Klarheit in die aktuell nochmal negativ überschattete Produktion des DC-Blockbusters bringen können.

Podcast für Superhelden-Fans: Wie gut ist die 1. Staffel Watchmen?

Wir sprechen in der neuen Podcast-Folge von Streamgestöber über die von Kritikern gefeierte Superheldenserie Watchmen.

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Im Podcast diskutieren wir die komplexe Handlung, verwirrende Referenzen und natürlich, wie die zentralen Themen von Alan Moore umgedeutet werden. Dabei dreht sich die erste Hälfte des Podcasts auch nur um die erste Hälfte der Staffel. Danach stürzen wir uns in die Spoiler und haben unterschiedliche Meinungen über das Finale.

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