Inzwischen sind wir mit dem Konzept des Multiversums bestens vertraut. Steven Spielberg war – wie so oft – seiner Zeit weit voraus. Bereits 2018 brachte er einen Film ins Kino, der sich als entfesselter Streifzug durch die Popkultur entpuppte und über Franchise-Grenzen hinweg ein Crossover nach dem anderen abfeuerte.
Die Rede ist von Ready Player One, der Verfilmung der gleichnamigen Romanvorlage aus der Feder von Ernest Cline. Ein Sammelsurium aus Querverweisen und Anspielungen, die sich im Rahmen von 140 Minuten zu einer großen Geschichte zusammenfügen. Seit ein paar Tagen könnt ihr den Film bei Amazon Prime im Abo streamen.
Ready Player One bei Amazon Prime: Steven Spielberg entführt in eine virtuelle Welt
Wir schreiben das Jahr 2045. Die Erde hat sich in einen furchtbaren Ort verwandelt, der von Armut, Umweltproblemen und Überbevölkerung gezeichnet ist. Kein Wunder, dass sich die Menschen in eine virtuelle Realität flüchten, in der all die echten Probleme mit einem Klick verschwunden sind. In der OASIS kann jeder alles sein.
Auch Wade Watts (Tye Sheridan) gehört zu denjenigen, die sich in der Welt aus Nullen und Einsen nahezu komplett verloren haben. Sein gesamter Fokus liegt auf der Erkundung der OASIS mit all ihren Geheimnissen um ihren mysteriösen Schöpfer James Donovan Halliday (Mark Rylance), der nach seinem Tod drei Easter Eggs hinterlässt.
Wer alle Easter Eggs findet, soll den Schlüssel zu Hallidays Vermögen und vor allem zur OASIS erhalten. Das ruft den machthungrigen Konzern IOI unter der Führung von Nolan Sorrento (Ben Mendelsohn) auf den Plan, der keine Kosten und Mühen scheut, um die virtuelle Realität zu übernehmen – auch mit Gewalt, wenn es sein muss.
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Fortan folgen wir Wade und seinen Freund:innen, die versuchen, die Oasis gegen das finstere Unternehmen zu verteidigen, während sich Ready Player One als ein Streifzug durch die Popkulturgeschichte erweist – mit einem besonderen Blick für die Nostalgie der 1980er Jahre. Im Sekundentakt werden hier Referenzen rausgehauen.
Spielberg zitiert sich sogar mehrmals selbst. Nicht zuletzt hat er mit zeitlosen Klassikern wie E.T., Jurassic Park und Jäger des verlorenen Schatzes ein paar der größten Popkultur-Meilensteine überhaupt geschaffen. Spielberg wäre allerdings nicht Spielberg, würde er sich nur auf Errungenschaften vergangener Tage verlassen.
Thematisch und inszenatorisch fühlt sich Ready Player One deutlich mehr mit Spielbergs jüngeren Sci-Fi-Stoffen verbunden und das passt auch zur Inszenierung. Wir erleben hier einen Hollywood-Meister, der inzwischen jeden Trick des Blockbuster-Kinos beherrscht und mit größten Effekt anwenden kann – geradezu virtuos in der Durchführung.
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Ready Player One ist eine berauschende Achterbahnfahrt, die sich auf der Metaebene fast wie eine High-Speed-Reflexion all jener Filme anfühlt, die Spielberg mit seinem Schaffen selbst geprägt und inspiriert hat. Ein hoffnungsvoller Blick in eine Franchise-Dystopie, die mehr Verwandlung als Wiederkehr des Immergleichen verspricht.